Europa tut sich sehr schwer

Sport / 27.06.2014 • 19:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Fussball. Die Vorrunde ist gespielt – und ich denke, wir können alle zufrieden sein mit dem Gebotenen. Es war zeitweise Top-Unterhaltung mit vielen schönen Toren, dramatischen Spielen, Überraschungen (Costa Rica) und einem Favoritensterben (Spanien, England, Italien, Portugal und Russland).

Von den sechzehn Ländern, die sich für die zweite Runde qualifiziert haben, sind nur sechs europäische Teams über. Nordamerika ist sensationell mit drei Teams (Costa Rica, USA, Mexico) und Afrika mit zwei Mannschaften (Algerien, Nigeria) im Achtelfinale vertreten. Diese Kontinente holen auf.

Hausgemachte Probleme

Aufgrund des Klimas in Brasilien haben es europäische Teams schwer, aber alles darauf zu schieben wäre zu einfach. Bei Spanien, England und Italien waren auch andere Faktoren schuld für das Aus. In Spanien hat man nochmal der alten Sieger-Generation vertraut und nicht auf die vielen Talente gesetzt.

In England besetzen die wichtigen Positionen in den Vereinen gute Ausländer. Dadurch können sich die englischen Spieler nicht entwickeln. Da bleibt das Nationalteam auf der Strecke. Italiens Fußball leidet unter den Problemen im ganzen Land. Top-Spieler gehen lieber nach Deutschland, England, Spanien oder sogar Frankreich.

Zum Abschluss: die Überraschungsteams haben alle in einem 5-3-2 oder 3-5-2 System gespielt. Mexico, Costa Rica und auch Holland spielen ein kompaktes defensives System, in dem man auf Konter lauert. Und im Übrigen steht mein Tipp mit Argentinien als Weltmeister noch, obwohl ich jetzt auch meine Holländer dazunehmen muss. Siegen beide Teams weiter, gibt es ein spannendes Halbfinale. Da werde ich natürlich Farbe bekennen, und lauthals „Hup Holland Hup“ schreien.

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