Die Tür zum Titel steht offen

Sport / 29.06.2014 • 22:34 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Maria Scharapowa ist in Wimbledon voll konzentriert, gab bisher auf dem heiligen Rasen nur sieben Spiele ab. Foto: reuters
Maria Scharapowa ist in Wimbledon voll konzentriert, gab bisher auf dem heiligen Rasen nur sieben Spiele ab. Foto: reuters

Die Russin will nach zehn Jahren wieder den Rasenklassiker in Wimbledon gewinnen.

tennis. Zehn Jahre nach ihrem ersten Triumph scheint der Weg für Maria Scharapowa zum zweiten Wimbledontitel frei. Durch das überraschende Aus von Serena Williams und Li Na sind die größten Brocken für die Russin vor Beginn der zweiten Turnierwoche aus dem Weg geräumt. „Ich bin ziemlich glücklich, wie es bisher gelaufen ist“, erklärte die 27-Jährige, die in drei Partien nur sieben Games abgegeben hat.

Scharapowa trifft heute auf die Nummer neun, die Deutsche Angelique Kerber. Als größte Gefahr könnte sich aber die kanadische Aufsteigerin Eugénie Bouchard erweisen. Die Halbfinalistin der jüngsten beiden Grand Slams in Australien und Paris wartet möglicherweise im Viertelfinale. Bouchard selbst gab sich zurückhaltend. „Ich bin in der zweiten Woche, das ist großartig. Aber ich will viel weiter kommen“, betonte die 20-Jährige.

Der Wechsel ist schwierig

In ihrer derzeitigen Form könnte Scharapowa auch die schwierige Umstellung von Sand auf Rasen meistern und als erste Spielerin seit Serena Williams 2002 French Open und Wimbledon hintereinander und zugleich ihr sechstes Grand-Slam-Turnier gewinnen. „Der Wechsel ist sehr schwierig, das ist kein Geheimnis“, bekannte Scharapowa, die im Vorjahr noch ein bitteres Zweitrunden-Aus hinnehmen musste.

Bei den Herren kristallisieren sich nach der ersten Woche die „Big 4“ Roger Federer, Rafael Nadal, Novak Djokovic und Andy Murray als Favoriten heraus. Federer erreichte ohne Satzverlust das Achtelfinale, in dem er auf Tommy Robredo trifft. Ähnlich stark präsentierte sich Titelverteidiger Andy Murray. Der Schotte verlor mit 19 sogar noch weniger Games als Federer, die mit Argusaugen verfolgte Zusammenarbeit mit Amélie Mauresmo als Coach scheint bis anhin zu funktionieren. Gegen den 2,03 Meter großen Südafrikaner Kevin Anderson (ATP 18) steht heute für Murray der erste echte Test an.

Die Topfavoriten Djokovic und Nadal hinterließen bisher einen leicht zwiespältigen Eindruck. Der Serbe gewann zweimal sehr souverän, wackelte aber gegen Angriffsspezialist Radek Stepanek (ATP 38) in der zweiten Runde beträchtlich und hatte Glück, dass er nicht in einen fünften Satz gezwungen wurde. Er wird heute vom in den vergangenen Monaten enttäuschenden Jo-Wilfried Tsonga (ATP 17) herausgefordert.

Lösbare Aufgabe für Nadal

Nadal verlor dreimal den Startsatz, reagierte aber jeweils eindrücklich darauf. Er trifft im Achtelfinale auf den 19-jährigen Australier Nick Kyrgios (ATP 144). „Ich bin glücklich, dass ich es in die zweite Woche geschafft habe“, sagte Nadal, der beim Londoner Klassiker 2012 in der zweiten, 2013 gar in Runde eins ausgeschieden war.

Ich bin glücklich, dass ich es in die zweite Woche geschafft habe.

rafael nadal

Tennis

All England Championships Wimbledon (31,35 Mill. Euro)

» Damen, 3. Runde: Scharapowa (RUS/5) – Riske (USA) 6:3, 6:0, Cornet (FRA/25) –Serena Williams (USA/1) 1:6, 6:3, 6:4, Halep (ROM/3) – Bencic (SUI) 6:4, 6:1, Kerber (GER/9) – Flipkens (BEL/24) 3:6, 6:3, 6:2, Bouchard (CAN/13) – Petkovic (GER/20) 6:3, 6:4, Dijas (KAZ) – Swonarewa (RUS) 7:6(1), 3:6, 6:3.

» Herren, 3. Runde: Nadal (ESP/2) – Kukuschkin (KAZ) 6:7(4) ,6:1, 6:1, 6:1, Federer (SUI/4) – Giraldo (COL) 6:3, 6:1, 6:3, Raonic (CAN/8) – Kubot (POL) 7:6(2), 7:6(4), 6:2, Kyrgios (AUS) – Vesely (CZE) 3:6, 6:3, 7:5, 6:2, Robredo (ESP/23) – Janowicz (POL/15) 6:2, 6:4, 6:7(5), 4:6, 6:3.

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