Verband spielt Hard den Ball wieder zurück

Sport / 25.07.2014 • 22:08 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Small-Talk zweier Generalsekretäre: Martin Hausleitner (ÖHB/r.) und Michael Wiederer (Europäische Handball Föderation). Foto: ÖHB
Small-Talk zweier Generalsekretäre: Martin Hausleitner (ÖHB/r.) und Michael Wiederer (Europäische Handball Föderation). Foto: ÖHB

ÖHB-Meister kann Qualifikationsturnier in Champions Leage zu Hause ausrichten.

Handball. (VN-jd) So schnell kann es gehen. Vor wenigen Tagen gab der Alpla Hard frustriert das Erstrecht für die Austragung des Qualifikationsturniers zur Gruppenphase der Champions League am 6./7. September zurück. Grund dafür waren die Kosten von ca. 40.000 Euro, die dem Verein vom ORF für die zweitägige Produktion, die Bereitstellung eines Übertragungswagens, das Personal, Satellitenkosten und diverse Reisespesen genannt wurden. Da der ukrainische Vertreter Zaporozhye wegen der politschen Lage nicht infrage kam und sowohl Italien-Meister Junior Fasano als auch der portugiesische Titelträger Futebol Clube do Porto, zugleich der Gegner der Harder im Halbfinale, verzichteten, spielte Michael Wiederer den Ball wieder zu den „Roten Teufeln“ vom Bodensee zurück. Der Generalsekretär der Europäischen Handball Föderation (EHF): „Es gab zwei Möglichkeiten. Wir hätten das Turnier absagen können und damit wäre kein Verein dieser Gruppe aufgesteigen. Da ich aber die Kosten für die Fernsehbilder als übertrieben hoch erachte, haben wir uns auf einen Kompromiss geeinigt. Wir werden nun die in unseren Wettspielbestimmungen verankerten Fernsehbilder von einem privaten Unternehmen zu wesentlich günstigeren Konditionen herstellen lassen.“ Hard-Sportchef Hansjörg Füssinger nahm das Angebot der EHF natürlich wohlwollend zur Kenntnis: „Es ehrt uns natürlich, dass die EHF die Begleitumstände unserer Absage richtig gedeutet hat und im Sinne des Sports entschieden hat. Jetzt liegt es an uns zu zeigen, dass wir ein würdiger Ausrichter sind.“ Mit Freude wurde die Botschaft auch bei den Spielern und dem Betreuerstab im Trainingslager in Ottobeuren aufgenommen. „Am Ende wurde dem sportlichen Aspekt mehr Bedeutung geschenkt als dem wirtschaftlichen Faktor und das ist auf jeden Fall zu begrüßen“, so Coach Markus Burger.