Hohenemser Trio auf WM-Kurs

Sport / 28.07.2014 • 20:10 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Verena Zaisberger lieferte in der WM-Qualifikation eine beeindruckende Talentprobe ab. Foto: schwämmle
Verena Zaisberger lieferte in der WM-Qualifikation eine beeindruckende Talentprobe ab. Foto: schwämmle

Sonja Ladner, Verena Zaisberger und Thomas Mathis überzeugten in der Qualifikation.

Schießen. Noch fehlt die offizielle Bestätigung des Präsidiums des Österreichischen Schützenbundes (ÖSB), doch wie es aussieht, dürfte die SG Hohenems gleich mit drei Schützen bei den Weltmeisterschaften der Sportschützen vom 6. bis 20. September im spanischen Granada vertreten sein.

Mathis zeigte seine Klasse

Von seiner Schokoladenseite zeigte sich Thomas Mathis bei der internen ÖSB-Ausscheidung in Innsbruck in seiner Paradedisziplin, dem Liegendbewerb mit dem Kleinkalibergewehr. Mit 623,2, 629,3 und 627,2 Ringen entschied der 24-Jährige alle drei Wettkämpfe für sich. In der Dreistellung mit derselben Waffe (hier werden je 60 Schuss liegend, stehend und knieend abgefeuert) erreichte Mathis mit 1161 und 1159 Ringen jeweils Platz vier und mit 1166 Zählern beim dritten Durchgang Platz zwei. In Addition aller Wettkämpfe ergab dies mit 3486 Ringen hinter Alexander Schmirl (3508) bzw. Michal Podolak (3487) den dritten Rang. Bei der vorangegangen Qualifikation (ebenfalls drei Durchgänge) mit dem Luftgewehr belegte Mathis mit 1863,8 Ringen hinter Bernhard Pickl (1875,5), Schmirl (1865,6) und Georg Zott (1864) den vierten Rang. Laut Bundessportleiterin Margit Melmer wurde Mathis für die beiden Kleinkaliberbewerbe vorgeschlagen.

Ladner steckte Schmerzen weg

Nach dem neunten Rang im KK-Liegendbewerb bei ihrem EM-Debüt im Vorjahr in Osijek (Cro) stellte auch Sonja Ladner ihre Anwartschaft auf ihren ersten WM-Start mit einer konstant starken Leistung eindrucksvoll unter Beweis. Mit 619,3, 616,5 und 617,7 Ringen bzw. einer Gesamtzahl von 1853,8 Ringen musste sich die 33-Jährige lediglich Stephanie Obermoser (1865,8) geschlagen geben und soll als zweitbeste ÖSB-Schützin die Farben Österreichs beim Championat in Spanien vertreten.

Nicht ganz so erfolgreich verlief für Ladner der Bewerb Kleinkaliber-Dreistellung (3×20 Schuss), in dem sie mit 1706 Ringen den fünften Rang erreichte. In dieser Disziplin hatte sich Ladner aber wegen ihrer Rückenprobleme, die sie besonders beim Stehendschießen spürt, schon zuvor nur eine ganz geringe Chance auf einen EM-Startplatz ausgerechnet.

Für die große Überraschung im Ländle-Aufgebot sorgte Juniorin Verena Zaisberger. Die 15-Jährige lieferte in Innsbruck eine echte Talentprobe ab. Mit 616,8, 618,8 und 618,1 Ringen und einer Gesamtpunktezahl von 1853,7 Zählern verwies Zaisberger mit einem Vorsprung von 1,9 Ringen die Mannschaft-Europameisterin von 2011 in dieser Disziplin, Nadine Ungerank, auf den zweiten Platz. Im selben Bewerb belegte Bianca Egender (USG Andelsbuch) mit 1793,9 Ringen den fünften Platz.

In der KK-Dreistellung belegte Zaisberger mit 1676 Ringen hinter Ungerank (1729) den zweiten Rang. In der Luftgewehr-Qualifikation wurde Zaisberger Sechste und Chiara Piazza (SG Montafon) belegte Rang acht.

Waibel mehr als zufrieden

Mit Freude nahm Landestrainer Wolfram Waibel jun. die Resultate seiner Schützlinge zur Kenntnis. „Unter normalen Umständen waren die Leistungen von Mathis so zu erwarten. Die Resultate von Ladner sind natürlich erfreulich, zumal sie in dieser Saison wegen ihrer gesundheitlichen Probleme mit dem Rücken nicht nur einmal das Training reduzieren musste. Erstaunt hat mich dagegen Zaisberger, die sich selbstbewusst der Herausforderung stellte, den nervlichen Druck weggesteckt hat und eine souveräne Leistung zeigte. Wenn sie mit dem selben Elan und Eifer weitermacht, werden wir noch viel Freude mit ihr haben. Sie ist ein absoluter Rohdiamant mit einem großen Potenzial“, betonte Waibel.

Wenn alle drei Schützen berücksichtigt werden, wäre dies eine optimale Ausbeute.

Wolfram Waibel jun.