„Laufen kann aber jeder“

Sport / 04.08.2014 • 21:13 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Christoph Kobleder glaubt an die Stärke seiner Mannschaft. Gegen den LASK soll es heute mit einem Sieg klappen.Foto: gepa
Christoph Kobleder glaubt an die Stärke seiner Mannschaft. Gegen den LASK soll es heute mit einem Sieg klappen.
Foto: gepa

Christoph Kobleder will heute (18.30 Uhr) mit der Austria seinen Ex-Klub LASK bezwingen.

fussball. Mit vier Punkten aus drei nicht ganz einfachen Partien steht die Lustenauer Austria momentan auf Platz sechs. Dabei bestätigen die Statistiken den Grün-Weißen gute Werte, allein die Resultate sind durchwachsen. Das weiß auch Innenverteidiger Christoph Kobleder: „Wir haben in keiner der drei Partien wirklich unser Potenzial abgerufen. Das Spiel gegen den FAC war wahrscheinlich noch unser bestes. Zum Glück stehen wir trotzdem nicht so schlecht da.“

Laut Kobleder gibt es einige Sachen zu verbessern, um wieder langfristig auf die Siegerstraße zurückzukehren. „Wir müssen wieder enger zusammenrücken, auf dem Platz und auch sonst eine kompakte Einheit sein. Wir haben fast die gleiche Mannschaft wie letztes Jahr, im Moment fehlt aber überall ein bisschen. Über Laufen und Kämpfen müssen wir wieder den Rhythmus finden. Wenn es auch spielerisch mal nicht so funktioniert, wie wir uns das vorstellen,
laufen kann aber jeder“,
stellt der gebürtige Salzburger klar.

Heimwoche gut nützen

Die erste Gelegenheit, seine Austria wieder in gewohnte Bahnen zu bringen, gibt es schon heute gegen den LASK. Am Freitag folgt mit Hartberg das zweite Heimspiel. Für Kobleder ist Gegner LASK keine Unbekannte. Drei Jahre spielte der 24-Jährige bei den Athletikern, dabei kam er auf 59 Einsätze in Bundesliga, Erste Liga und Regionalliga Mitte. In der Saison 2012/13 scheiterte er mit dem LASK in der Relegation für die Erste Liga an Liefering. „Ich kenne fast alle in der Mannschaft. Sie ist eingespielt und hat mit Karl Daxbacher einen sehr guten Trainer. Der LASK kann befreit aufspielen, das wird eine schwere Aufgabe“, so Kobleder, „allerdings ist die Umstellung von der Regionalliga auf die Erste Liga nicht einfach. Kleinigkeiten werden heute entscheiden.“

LASK im Konter gefährlich

In den letzten zwei Jahren in der Regionalliga Mitte verlor der LASK auf fremden Plätzen insgesamt nur zwei Mal. Diese Auswärtsstärke liegt auch am Spielsystem der Oberösterreicher. Besonders im Konter über die schnellen Außen Markus Blutsch und Daniel Kogler schalten die Athletiker schnell in die Offensive um, mit Radovan Vujanovic haben sie zudem einen Stürmer in ihren Reihen, der in der Regionalliga in den letzten zwei Saisonen 56 Treffer erzielte. In der aktuellen Saison stellte er aber seine Torgefährlichkeit noch nicht unter Beweis.

Duell auf Augenhöhe

Trainer Daxbacher sieht die Chancen für sein Team gegen die Austria ausgeglichen: „Das wird ein Match auf Augenhöhe. Allerdings steht die Austria mehr unter Druck wie wir.“ Daxbacher sagt aber auch, dass seine Mannschaft noch nicht ganz in der Liga angekommen ist. „Wir können noch nicht sagen, ob wir vorne mitspielen werden. Jetzt haben wir mit der Austria, Mattersburg und St. Pölten ein schweres Programm vor uns. Danach werden wir schauen, wo wir stehen“, so der 61-Jährige. Sollte es die Situation erfordern, wollen die Athletiker auch noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden.

Von den drei LASK-Akteuren mit Ländle- und Altach-Vergangenheit wird heute voraussichtlich nur Verteidiger Harun Erbek (28) auf dem Platz stehen. Felipe Dorta (18) wird aufgrund seiner Knieverletzung länger ausfallen, Florian Neuhold (21) konnte sich noch keinen Stammplatz erarbeiten.

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