„Bullen“ erreichen das Play-off

Sport / 06.08.2014 • 23:15 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Salzburgs Antreiber Kevin Kampl (Mitte) wird von Ansi Agolli gestoppt, links Torhüter Ibrahim Sehic. Foto: gepa
Salzburgs Antreiber Kevin Kampl (Mitte) wird von Ansi Agolli gestoppt, links Torhüter Ibrahim Sehic. Foto: gepa

Hütter-Elf macht den nächsten Schritt – zwei Hinteregger-Tore bei 2:0-Heimsieg über Karabach Agdam.

Fussball. Salzburg hat dem Druck standgehalten und die Pflicht erfüllt. Österreichs Meister steht im Play-off um den Einzug in die Champions League. Die Elf des Vorarlbergers Adi Hütter dominierte das Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde zu Hause gegen Karabach Agdam ganz klar und siegte mit 2:0. Nach dem 1:2 in Baku ist die „Bullen“-Elf mit 3:2 weiter.

Zwei Tore von Hinteregger

Zum Matchwinner avancierte Martin Hinteregger: „Es ist großartig. Wir haben gewusst, wie schwer das Spiel ist. Wir sind einfach nur glücklich, dass wir weitergekommen sind“. Der Innenverteidiger traf schon vor der Pause im Doppelpack (18./34.). Salzburg steht damit zumindest in der Gruppenphase der Europa League. Im siebten Anlauf der Red-Bull-Ära ist aber auch der erstmalige Einzug in die Königsklasse möglich. Davon trennt die „Bullen“ nur noch eine Hürde. Mögliche Gegner der Salzburger sind Legia Warschau, Maribor, Malmö oder Slovan Bratislava. Die Auslosung findet am Freitag in Nyon statt.

Mit Ausnahme von Christian Schwegler – der gesperrte Rechtsverteidiger wurde vom Dänen Peter Ankersen ersetzt – konnte Neo-Trainer Hütter auf die Meisterformation des Vorjahres vertrauen. Mittelfeld-Abräumer Stefan Ilsanker kehrte nach seiner Zehenverletzung ins Team zurück, ebenso der im Hinspiel gesperrte Angreifer Alan.

Karabach startete wie erwartet mit einem massiven Defensivkonzept. Stürmerstar Reynaldo und Abwehrchef Admir Teli fehlten gesperrt, selbst der Brasilianer Chumbinho saß zugunsten einer Fünfer-Abwehrkette vorerst nur auf der Bank. Die Spielweise griff keine 20 Minuten, ehe die Salzburger ihre Feldüberlegenheit auch in Torszenen ummünzten.

Nach einem Eckball von Christoph Leitgeb war Hinteregger erstmals zur Stelle. Der 21-Jährige traf per Kopf. Der bei der Stange postierte Karabach-Verteidiger Qara Qarayev hätte den Aufsetzer sogar klären können, sein Torhüter Ibrahim Sehin lenkte ihn aber an ihm vorbei.

Der zweite Treffer resultierte aus einer sehenswerten Aktion: Sadio Mane bediente mit einem Querpass Alan, der ideal auf Kevin Kampl ablegte. Dessen Schuss parierte Sehic zwar, Hinteregger musste aus fünf Metern aber nur noch abstauben. Der ÖFB-Teamspieler war bereits vor drei Jahren zum Europacup-Helden avanciert. Damals hatte er die Salzburger ebenfalls nach einem 1:2 im Hinspiel gegen Omonia Nikosia mit seinem Goldtor in die Gruppenphase der Europa League geschossen. Damit wollen sich die „Bullen“ diesmal nicht zufriedengeben.

Hütter jedenfalls war zufrieden: „Man darf schon sagen, dass die Erleichterung

sehr groß ist. Man hat auch heute gesehen, dass Karabach

Agdam

eine gute Mannschaft ist. Wir haben alles hineinwerfen müssen. Mit zwei Toren ist Martin Hinteregger der Mann des Spiels. Wir hätten aber noch mehrere Chancen gehabt, um für mehr Ruhe zu sorgen. Der Beginn war ein bisschen holprig, dann glaube ich schon, dass wir die bessere Mannschaft waren. Wir werden im Play-off alles versuchen, damit wir das ganz große Ziel, nämlich die Champions-League-Gruppenphase, erreichen.“

Der Druck war schon sehr groß auf uns. Ich bin einfach glücklich.

Martin Hinteregger

Fußball, UEFA Champions League

Qualifikation, 3. Runde

Meister-Weg, Rückspiele

FC RB Salzburg – FK Karabach Agdam (AZE) 2:0 (2:0)

Red Bull Arena, 20.716 Zuschauer, SR Madden (SCO)

Torfolge: 18. 1:0 Hinteregger (Kopfball), 34. 2:0 Hinteregger

Gelbe Karten: Medvedev, Danilo, Guliyev, Yusifov

FC RB Salzburg: Gulacsi; Ankersen, Ramalho, Hinteregger, Ulmer; Kampl (86. Bruno), Ilsanker (73. Keita), Christoph Leitgeb, Mane; Alan (79. Sabitzer), Soriano

Karabach Agdam: Sehic; Qurbanov (20. Yusifov), Medvedev (60. Guliyev), Sadigov, Hüseynov, Agolli; George, Qarayev, Richard, Danilo (55. Chumbinho); Nadirov

Hinspiel: 1:2 – Salzburg mit dem Gesamtskore von 3:2 im Champions-League-Play-off

BATE Borisow (BLR) – VSC Debrecen (HUN) 3:1/0:1/3:2

Maccabi Tel Aviv (ISR) – NK Maribor 2:2/0:1/2:3

APOEL Nikosia (CYP) – HJK Helsinki (FIN) 2:0/2:2/4:2

Malmö FF – A. C. Sparta Prag 2:0/2:4/4:4

Sheriff Tiraspol (MDA) – Slovan Bratislava (SVK) 0:0/1:2/1:2

Steaua Bukarest – FK Aktobe (KAZ) 2:1/2:2/4:3

Partizan Belgrad (SRB) – Ludogorez Rasgrad (BUL) 2:2/0:0/2:2

Dinamo Zagreb (CRO) – Aalborg BK (DEN) 0:2/1:0/1:2

Celtic Glasgow – Legia Warschau 0:2/1:4/1:6

Nicht-Meister-Weg, Rückspiele

Panathinaikos Athen – Standard Lüttich (BEL) 1:2/0:0/ 1:2

OSC Lille (FRA) – Grasshopper-Club Zürich 1:1/2:0/3:1

Zenit St. Petersburg (RUS) – AEL Limassol (CYP) 3:0/0:1/3:1

Besiktas Istanbul – Feyenoord Rotterdam 3:1/2:1/5:2

FC Kopenhagen (DEN) – Dnjepr Dnjepropetrowsk (UKR) 2:0/0:0/2:0

Legende: Erstes Ergebnis Rückspiel, zweites Resultat Hinspiel, fettgedruckt der Gesamtskore und der Aufsteiger.

Spieltermine Play-off: 19./20. bzw. 26./27. Augus

Am Freitag erfolgt in Nyon (12 Uhr) die Auslosung für Play-offs.

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