„Wolfsberg ist für mich fast wie ein Lotto-Jackpot“

Sport / 06.08.2014 • 21:48 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Ein selbstsicherer Alexander Kofler kehrt am Samstag als Nummer eins des Wolfsberger AC ins Ländle zurück. Foto: gepa
Ein selbstsicherer Alexander Kofler kehrt am Samstag als Nummer eins des Wolfsberger AC ins Ländle zurück. Foto: gepa

Mit dem WAC gastiert Alexander Kofler am Samstag (19 Uhr) in der Cashpoint-Arena.

Fussball. 99 Spiele riskierte er für die Lustenauer Austria Kopf und Kragen, die 100. Partie war ihm nicht mehr vergönnt. Im Sommer 2013 wechselte Alexander Kofler in die Heimat zum Wolfsberger AC. Als Nummer eins des aktuellen BL-Tabellenzweiten kehrt der 27-Jährige am Samstag ins Ländle zurück. Der Tapetenwechsel, so der in Schiefling am Wörthersee geborene Kofler, habe sich für ihn ausgezahlt. „Fast ein Lotto-Jackpot.“

Sie waren drei Saisonen in Lustenau. Gibt es noch Kontakte?

Alexander Kofler: Mit Felix Roth und Patrick Salomon, bei dem ich im Juni auf der Hochzeit war, telefoniere ich öfters. Mit Felix zuletzt letzte Woche. Ich denke, ich werde ihn noch aufrufen, vielleicht gibt es eine Wette (lacht). Aber auch mit Kevin Kampl und Christoph Stückler habe ich Kontakt.

Seit 2013 sind Sie in Wolfsberg, in dieser Saison die Nummer eins. Es scheint alles zu passen.

Kofler: Im Moment kann ich wirklich nicht klagen. Auch wenn ich sagen muss, dass die Zeit in Lustenau sehr schön war. Ich bin dankbar dafür, dass ich dort die Chance auf einen Profivertrag erhalten habe. Nach drei Jahren und dem brutalen Frühjahr war einfach die Zeit reif für Veränderungen, sowohl für den Klub als auch für einige Spieler. Ich habe dann das Angebot von Wolfsberg erhalten und mir gedacht: Ein Tapetenwechsel schadet nie. Im Nachhinein muss ich sagen, dass es das Beste war, was mir passieren konnte.

Sie sind nun die Nummer eins bei Wolfsberg. Viele haben Ihnen das vielleicht gar nicht zugetraut.

Kofler: Ich möchte gleich betonen, dass wir Torleute ein Super-Verhältnis untereinander haben. Wir pushen uns gegenseitig, ohne Neid und Missgunst. Es war einfach so, dass sich Christian Dobnik am Ende der Vorsaison verletzt hat. Ich bin dann gegen Austria Wien (Anm. d. Red.: 19. April 2014, 1:3 in Wien) in die Mannschaft gekommen. Auch wenn wir verloren haben, so lief es mir doch ganz gut. Der Trainer hat mir weiter das Vertrauen ausgesprochen und ich habe die Saison zu Ende gespielt. In der Vorbereitung sind wir dann bei null gestartet. Wir haben alle super trainiert. Es war, wie der Trainer uns dann gesagt hat, eine Bauchentscheidung. Er hat mir die Chance gegeben und ich will sie nützen. Der Start in die Saison war ja perfekt. Damit haben wir selbst nicht gerechnet, auch wenn wir uns durchaus eine gute Rolle zutrauen. Dann hatten wir gleich das Erfolgserlebnis bei der Admira (4:1) und das hat unser Selbstvertrauen noch gestärkt.

Drei Spiele, drei Siege, neun Punkte, nur ein Gegentor – die Euphorie muss ja groß sein?

Kofler: Man spürt sie, klar. Ob im Training oder bei den Fans. Dazu hat auch das Chelsea-Spiel beigetragen. Es war ein Super-Gefühl.

Wohl eine andere Welt?

Kofler: Ja wirklich. Ich war zweimal beim Trining zuschauen. Das Umfeld, die Qualität – da sind schon Unterschiede erkennbar.

Haben Sie sich als Nummer eins verändert?

Kofler: Nicht als Mensch. Als Torhüter bin ich sicher gereift. Ich bin ruhiger geworden und nehme mir nicht mehr alles zu Herzen. Außerdem habe ich sechs Kilo abgenommen (schmunzelt).

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.