Traum von Europa ist vorbei

Sport / 07.08.2014 • 23:11 Uhr / 6 Minuten Lesezeit
Grödig (in Gelb) gab gegen Eindhoven alles, musste sich den Niederländern aber geschlagen geben. Foto: gepa

Grödig (in Gelb) gab gegen Eindhoven alles, musste sich den Niederländern aber geschlagen geben. Foto: gepa

St. Pölten unterliegt Eindhoven mit 2:3. Grödigs 1:0-Sieg in
Chisinau ist zu wenig.

Fussball. Kein Glück für die österreichischen Beteiligten in der Europa League Qualifikation. Der SV Grödig siegte nach der 1:2-Heimniederlage im Rückspiel gegen Zimbru Chisinau nur mit 1:0 und muss sich damit aus dem Bewerb verabschieden. Auch dem SKN St. Pölten erging es nicht viel besser, die Stimmung in Niederösterreich war aber trotzdem großartig.

Ein Konter, ein Tor, das Aus

Die Atmosphäre war prickelnd. Keine Spur von Erste Liga in St. Pölten, vielmehr Europacup-Party. Weil Ex-St.- Pölten-Coach Frenkie Schinkels im Duett mit Marlena Martinelli musikalisch – und verbal – einheizte. Zudem präsentierte sich die NV-Arena zum zweiten Mal ausverkauft. Auf dem Rasen zeigten die Schützlinge von Trainer Herbert Gager Herz und boten den Kickern aus den Niederlanden die Stirn. Engagiert, mit Tempo und viel Aggressivität versuchten die „Wölfe“ aus Niederösterreich die Sensation. Nach der 0:1-Niederlage in Eindhoven musste ein Tor her. Die Außen, Ex-FCL-Spieler Marcel Holzmann und David Stec sollten Druck machen. Durchaus ein probates Mittel gegen einen Gegner, der selbst versuchte, das Geschehen auf dem Platz zu dominieren. So waren es dann auch die St. Pöltner, die durch Konstantin Kerschbaumer die erste Chance vorfanden. Doch der Linksschuss des Mittelfeldspielers strich knapp am Tor vorbei (12.).

In der Folge lieferten sich beide Teams ein Duell auf Augenhöhe, ohne dabei wirklich Gefahr im Strafraum zu erzeugen. Bis zur 27. Minute, als die Partystimmung in der NV-Arena jäh unterbrochen wurde. Ein schneller Konter der Gäste über den Österreicher Marcel Ritzmaier leitete den endgültigen Europacup-Abschied der Niederösterreicher ein. Mit einem idealen Zuspiel nach langem Lauf durch das Mittelfeld spielte der 21-jährige Steirer seinen Klubkollegen Jürgen Locadia im richtigen Moment frei. Der 20-jährige Stürmer fackelte nicht lange, aus gut 15 m traf er ins lange Eck (27.).

Der Gegentreffer war ein Stich in das Herz des Erste-Liga-Klubs, doch die Moral der Mannschaft vermochte er nicht zerstören. Segovias Direktabnahme mit dem Rücken zum Tor (33.) war der erste, der Treffer des Spaniers zum 1:1 (56.) der zweite Beweis dafür. Es sollte ein Zwischenhoch bleiben, denn ein Doppelschlag sollte die Stimmung im Stadion abkühlen. Ausgeträumt ist der Traum von Europa, für St. Pölten beginnt nun wieder der Liga-Alltag – und der heißt LASK und Co.

Philipp Huspek und der SV Grödig sind draußen. Foto: gepa

Philipp Huspek und der SV Grödig sind draußen. Foto: gepa

Grödig (in Gelb) gab gegen Eindhoven alles, musste sich den Niederländern aber geschlagen geben. Foto: gepa

Grödig (in Gelb) gab gegen Eindhoven alles, musste sich den Niederländern aber geschlagen geben. Foto: gepa

Fußball, UEFA Europa League

Qualifikation, 3. Runde

Rückspiele

SKN St. Pölten – PSV Eindhoven 2:3 (0:1)

NV-Arena, 8000 Zuschauer (ausverkauft), SR Artur Dias (POR)

Torfolge: 27. 0: Locadia, 56. 1:1 Segovia, 67. 1:2 Depay, 70. 1:3 De Jong, 90. 2:3 Kerschbaumer

Gelbe Karten: Fehlanzeige

SKN St. Pölten: Riegler; Grasegger, Huber, Wisio; Stec (77. Hartl), Kerschbaumer, Parada (46. Ambichl), Holzmann; Hofbauer; Noel (74. Fucik), Segovia

PSV Eindhoven: Zoet; Brenet, Van Homoet, Hendrix, Tamata; Ritzmaier (81. Rai Vloet), Hiljemark, Maher; Narsingh (61. Depay), De Jong, Locadia (74. Santiago)

Hinspiel: 0:1 – Eindhoven mit dem Gesamtskore von 4:2 im Europa-League-Play-off.

Zimbru Chisinau – SV Grödig 0:1 (0:0)

Stadionul Zimbru, 10.000 Zuschauer SR Antti Munukka (FIN)

Torfolge: 84. 0:1 Djuric

Gelbe Karten: 12. Burghiu, 68. Dedov, 78. Spataru (alle Zimbru/alle Foul), 85. Tomi, 87. Reyna, 90.+2 Strobl (alle Grödig/alle Foul), 90.+6 Jardan (Zimbru/Unsportlichkeit)

Gelb-Rote Karte: 90.+6 Tomi (Grödig/Unsportlichkeit)

Chisinu Zimbru: Rusu; Jardan, Burghiu, Pawljutschek, Erhan; Klimowitsch, Vremea; Dedov, Amani (66. Pascenco), Cheptine (60. Spataru), Alexeev

SV Grödig Grödig: Cican Stankovic; Handle, Karner, Maak (58. Wallner), Strobl – Brauer, Nutz; Schütz, Tomi, Huspek; Reyna

Hinspiel: 2:1 – Zimbru Chisinau mit dem Gesamtskore von 2:2 im Europa-League-Play-off.

Ermis Aradippou (CYP) – BSC Young Boys 0:2/0:1/0:3

Esbjerg fB (DEN) – Ruch Chorzow (POL) 2:2/0:0/2:2

FC Krasnodar (RUS) – Diosgyöri VTK (HUN) 3:0/5:1/8:1

Slovan Liberec – FC Astra (ROM) 2:3/0:3/2:6

Molde FK (NOR) – Sorja Lugansk (UKR) 1:2/1:1/2:3

Tschornomorez Odessa (UKR) – RNK Split (CRO) 0:0/0:2/0:2

Schachtjor Soligorsk (BLR) – Zulte Waregem (BEL) 2:2/5:2/7:4

Rosenborg Trondheim (NOR) – Kardemir Karabükspor (TUR) 1:1/0:0/1:1

Hapoel Kiryat Shmona (ISR) – FC Dynamo Moskau (RUS) 1:2/1:1/2:3

Lech Posen (POL) – Stjarnan (ISL) 0:0/0:1/0:1

AIK Solna (SWE) – FC Astana (KAZ) 0:3/1:1/1:4

Tschichura Satschchere (GEO) – Neftschi Baku (AZE) 2:3/0:0/2:3

Hajduk Split (CRO) – Schachtjor Karaganda (KAZ) 3:0/2:4/5:4

CFR 1907 Cluj (ROM) – Dynamo Minsk (BLR) 0:2/0:1/0:3

Spartak Trnava (SVK) – St. Johnstone FC (SCO) 1:1/2:1/3:2

Atromitos FC (GRE) – FK Sarajevo (BIH) 1:3 n.V./2:1/3:4

Brondby Kopenhagen (DEN) – Club Brügge (BEL) 0:2/0:3/0:5

Viktoria Pilsen – Petrolul Ploiesti (ROM) 1:4/1:1/2:5

Asteras Tripolis (GRE) – FSV Mainz 05 (GER) 3:1/0:1/3:2

FH Hafnarfjördur (ISL) – IF Elfsborg (SWE) 2:1/1:4/3:5

Hull City (ENG) – AS Trencin (SVK) 2:1/0:0/2:1

Olympique Lyon (FRA) – Mlada Boleslav (CZE) 2:1/4:1/6:2

FC Torino (ITA) – IF Brommapojkarna (SWE) 4:0/3:0/7:0

Aberdeen FC (SCO) – Real Sociedad (ESP) 2:3/0:2/2:5

Metalurg Skopje – Omonia Nikosia (CYP) 0:1/0:3/0:4

FC Rio Ave (POR) – IFK Göteborg (SWE) 0:0/1:0/1:0

HNK Rijeka (Leovac) – Vikingur (FAR) 4:0/5:1/9:1

Legende: Erstes Ergebnis Rückspiel, zweites Resultat Hinspiel, fettgedruckt der Gesamtskore und der Aufsteiger.

Spieltermine Play-off: 21. bzw. 28. August

Die Auslosung der EL-Play-off-Spiele findet heute (13 Uhr/Eurosport live) in Nyon statt.

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