Vonn will Prölls Rekord

Sport / 07.08.2014 • 21:42 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Lindsey Vonn arbeitet an ihrem Comeback – die Zeit als Babysitterin der Kinder von Tiger Woods, Sam Alexis und Charlie Axel, ist vorbei. Foto: ap
Lindsey Vonn arbeitet an ihrem Comeback – die Zeit als Babysitterin der Kinder von Tiger Woods, Sam Alexis und Charlie Axel, ist vorbei. Foto: ap

Die Amerikanerin möchte sich ein Denkmal als beste Skifahrerin setzen.

ski alpin. US-Star Lindsey Vonn will als erfolgreichste Athletin überhaupt in die Geschichte des alpinen Skisports eingehen. Ziel sei, sich „als beste Skifahrerin aller Zeiten“ ein Denkmal zu setzen, sagte die viermalige Gesamtweltcup-Siegerin in einem Interview des US-Fitness-Magazins „Shape“.

„Ich brauche nur noch vier Siege, um den Rekord zu brechen. Darauf fokussiere ich mich zu allererst“, erklärte Vonn, die in ihrer Karriere bisher 59 Weltcuperfolge gefeiert hat. Vor ihr steht in der ewigen Rangliste nur noch die Salzburgerin Annemarie Moser-Pröll mit 62 Siegen.

Winterspiele als Abschluss

Dass Vonn sie einholt, gilt als Frage der Zeit – zumal die zuletzt lange verletzt gewesene Amerikanerin noch bis zu den Winterspielen in vier Jahren in Südkorea weitermachen will. „Die jüngsten Verletzungen waren für mich richtig frustrierend, aber das macht mich nur noch entschlossener, seit ich weiß, dass die nächsten Winterspiele wahrscheinlich meine letzten sein werden.“

Vonn plant für kommenden Dezember in Lake Louise ihr Comeback im Weltcup nach zwei Kreuzbandrissen. Die 29-Jährige hatte sich im Februar 2013 bei der WM in Schladming das Kreuzband gerissen. Im Training im November riss es erneut, Olympia in Sotschi verpasste Vonn deswegen.

Vonn verriet nun auch, dass sie bei einer erfolgreichen Teilnahme in Sotschi wohl bereits nach der Heim-WM 2015 im kommenden Februar in Vail/Beaver Creek ihre Karriere beendet hätte. „Als feststand, dass ich nicht teilnehmen kann, war mir sofort klar, dass ich vier Jahre weitermache“, sagte die Head-Pilotin.

Eine, die ihr Kraft zum Weitermachen gegeben hätte, sei Maria Höfl-Riesch gewesen, erklärte Vonn. Die Deutsche hatte in ihrer Karriere ebenfalls zwei Kreuzbandrisse weggesteckt und war nach dem Gewinn ihrer insgesamt dritten Olympia-Goldmedaille vergangenen März zurückgetreten.

Den Rücktritt vom Leistungssport bedauert Höfl-Riesch übrigens auch viereinhalb Monate danach nicht. „Ich bin nach wie vor gut beschäftigt und froh, mehr Freizeit zu haben. Das große schwarze Loch habe ich noch nicht gefunden“, sagte die 29-jährige Ski-Olympiasiegerin nun der „Welt“.

Nicht mehr getrieben

Es sei „ein gutes Gefühl“ gewesen, nach der abgelaufenen Saison nicht gleich wieder ins Training einzusteigen. „Gegen Ende meiner Karriere hat es mich doch ganz schön Überwindung gekostet: sofort nach dem Urlaub Konditionstraining, im Mai schon wieder auf den Gletscher, dazu ein straffer Trainingsplan“, sagte Höfl-Riesch. Sie habe es sehr genossen, „mal nicht getrieben zu sein, mal loslassen zu können“.

Im kommenden Winter wird die frühere Weltmeisterin und Gesamtweltcupsiegerin nach eigenen Angaben als Expertin im deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen sein. „Wir sind noch in Gesprächen, aber es sieht gut aus“, sagte sie.

Ich brauche noch vier Siege, darauf fokussiere ich mich.

lindsey vonn

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.