Auf Anita Wachter wartete Maradona als Überraschung

Sport / 08.08.2014 • 23:02 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
0326_001.pdf
0326_001.pdf

Argentiniens Fußballheld half 1989 in Las Lenas dem Ski-Ass auf das Siegerpodium.

ski alpin. (VN-ko) Wie die Zeit vergeht. 25 Jahre ist es her, dass Anita Wachter beim Super-G im argentinischen Las Lenas ihren zweiten Sieg im Weltcup feierte. Das besondere daran: Die Montafonerin, ein glühender Fußballfan, wurde von Fußballkönig Diego Maradona persönlich aufs Siegerpodest gehievt. „Ich kann mich gut daran erinnern,“ erzählt Wachter. „Er ist plötzlich als Überraschungsgast aufgetaucht, das war unglaublich cool. Nachher haben wir uns alle noch ein Autogramm geholt.“ Vom damaligen Staatspräsidenten Carlos Menem gab es bei der Siegerehrung noch ein Bussi obendrauf. „Niemand hat damit gerechnet, dass die beiden auftauchen. Las Lenas war ja damals ein ganz kleines Örtchen und ziemlich weit weg vom Schuss.“ Wachter fand das Siegerfoto mit Maradona vom August 1989 erst kürzlich beim Aufräumen zu Hause in Bartholomäberg.

Einen Superlauf erwischt

Den Super-G gewann die Kombinations-Olympiasiegerin von Calgary 1988 mit dem Riesen-Vorsprung von 0,93 Sekunden auf die Französin Cathy Chedal und 0,95 vor ihrer ÖSV-Teamkollegin Petra Kronberger. „Wir haben vorher in Südamerika trainiert. Und mir ist es eigentlich nicht wirklich gut gelaufen,“ behielt Wachter im Gedächtnis. „Beim Rennen hab‘ ich mir dann gedacht: jetzt gibst du einfach alles. Ich habe dann auch einen Superlauf erwischt“, weiß die Weltcupsiegerin der Saison 1992/93. „Dass mein Vorsprung aber so groß war, das habe ich nicht gewusst.“

Überrascht ist Wachter, dass ihr Triumph von Las Lenas schon 25 Jahre her ist. „Das hätte ich jetzt nicht gedacht.“ Mit dem Skisport ist sie weiter verbunden: aktuell bei einem Sommer-Trainingskurs mit dem Nachwuchs in Deutschland. ##Heimo Kofler##

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.