Der „Lange“ ist heiß begehrt

Sport / 08.08.2014 • 22:53 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Alexander Pöllhuber (im Bild gegen Ola Kamara) will auch gegen Wolfsberg „beißen“. Rechts WAC-Verteidiger Dario Baldauf. gepa/2
Alexander Pöllhuber (im Bild gegen Ola Kamara) will auch gegen Wolfsberg „beißen“. Rechts WAC-Verteidiger Dario Baldauf. gepa/2

Gegen Wolfsberg sind Alexander Pöllhuber und Co. heute (19 Uhr) stark gefragt.

fussball. Der Turm in der Abwehr – für Altachs Alexander Pöllhuber gilt das vor allem dank seiner Größe. Denn mit seinen zwei Metern überragt er nicht nur Mit- sondern auch die meisten seiner Gegenspieler. Von „Turm“ aber will der 29-Jährige angesichts des bestens funktionierenden Mannschaftsgefüges bei Cashpoint SCR Altach nichts wissen. „Abwehrchef? Gibt es in diesem Sinne bei uns nicht. Es gibt bei uns auch nicht den einen typischen Leitwolf. Dass wir Führungsspieler im Team haben, versteht sich von selbst. Wir reden sehr viel miteinander, helfen uns gegenseitig“, erklärt der gebürtige Salzburger. Das Wichtigste, so Pöllhuber weiter, sei aber die Kompaktheit der gesamten Mannschaft. „Die Defensive passt, jeder weiß, was zu tun ist. Die Laufwege werden von uns im Training immer wieder geübt.“

Kühbauer ein echter Leitwolf

Einen echten Leitwolf durfte er kennenlernen, als er 2007 als 22-Jähriger nach Mattersburg gewechselt war. Ein Jahr spielte er mit dem Ex-Nationalspieler und heutigen Wolfsberg-Trainer Didi Kühbauer in einer Mannschaft. „Ein echtes Alphatier“, erinnert sich Pöllhuber, „und zwar im absolut positiven Sinn.“ Korrekt sei er gewesen, sehr fair und er habe einfach alles geregelt – von der Mannschaftskasse bis zum kleinsten Problem. „Als er ging, mussten wir uns als Mannschaft neu organisieren“, weiß Altachs „Langer“ noch heute. Er jedenfalls habe sich mit Kühbauer immer gut verstanden.

Dass er selbst immer wieder leichte Probleme mit der Muskulatur im linken Fuß hat, behindere ihn absolut nicht. „Es sind einfach Nachwirkungen resultierend aus dem Kreuzbandriss.“ Nicht zuletzt deshalb investiert der Rechtsfuß mehr Zeit in Therapie und Spezialeinheiten. Viel Neues habe er unter Damir Canadi in der Trainingslehre erfahren dürfen. „Da hat es eben gedauert, bis gewisse Automatismen greifen.“ So gesehen, sei sein Wechsel ins Ländle die richtige Entscheidung gewesen.“ Dazu geraten hatte ihm auch sein Zwillingsbruder. Der Ex-Austria-Lustenau-Verteidiger sucht inzwischen in Wien den Übergang ins „normale Leben“ (Alexander Pöllhuber). Während er unter Toni Polster für die Wr. Viktoria kickt, arbeitet er untertags bei einer Bank.

Gegner bestens studiert

Arbeit wartet auf Alexander Pöllhuber, der sein 31. Spiel für Altach bestreitet, und Co. gegen Wolfsberg mit Sicherheit. „Wir fahren natürlich da hin, um drei Punkte zu holen“, hat WAC-Coach Kühbauer schon mal die Marschroute festgelegt. Die Rheindörfler aber wollen weiter die Null in Sachen Gegentore stehen lassen. Zumal die Innenverteidigung mit Pöllhuber und Jan Zwischenbrugger bislang sicher stand. Für Pöllhuber ist es nach Florian Neuhold, Lukas Jäger, Benedikt Zech und César Ortiz bereits der fünfte Nebenmann in Altach. „Es zeigt nur, dass bei uns jeder einspringen kann. Wie schon gesagt: Jeder weiß, was er zu tun hat.“

Was den Gegner betrifft, wo Dario Baldauf (29) erstmals in dieser Saison von Beginn an spielen wird, so haben sich die Altacher diese Woche intensiv mit deren Stärken aber auch Schwächen auseinandergesetzt. „Lauf- und kampfstark“, so Canadi, zudem seien ein Jacobo oder ein Peter Zulj auch individuell stark. Viel Arbeit also für den „Langen“.

Es gibt bei uns nicht diesen einen typischen Leitwolf.

Alexander Pöllhuber

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