95.000 Euro als „Trost“ für Wiesberger

Sport / 11.08.2014 • 22:11 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bernd Wiesberger verlor am zweiten Tag an Boden, stand aber im letzten Flight mit Sieger Rory McIlroy im Mittelpunkt. Foto: epa
Bernd Wiesberger verlor am zweiten Tag an Boden, stand aber im letzten Flight mit Sieger Rory McIlroy im Mittelpunkt. Foto: epa

Statt um den Major-Sieg zu kämpfen, fiel Österreicher in Kentucky auf Platz 15 zurück.

golf. Bernd Wiesberger war so frustriert, dass er zunächst auf Tauchstation ging. Statt bei der PGA-Championship um den ersten Major-Sieg zu kämpfen, landete der Österreicher nach einer 74er-Schlussrunde auf Platz 15. Etwas mehr als 95.000 Euro Preisgeld waren das Trostpflaster für den Burgenländer beim Sieg seines Flightpartners Rory McIlroy.

Über 1,3 Mill. Euro kassierte McIlroy dafür. Den größten Siegerscheck seiner Karriere hatte auch Wiesberger lange im Visier gehabt. Der als erster Österreicher in einem Major-Schlussflight spielende Oberwarter, der sich am Samstag mit einer grandiosen 65 auf Platz zwei hinter McIlroy katapultiert hatte, ließ an diesem für das österreichische Golf so denkwürdigen Tag aber die gewohnte Präzision sowohl mit dem Driver als auch den kurzen Schlägen vermissen.

Drei Bogeys, aber kein Birdie

Bei drei Bogeys gelang dem 28-Jährigen auf dem durchnässten Platz an der Seite von McIlroy und hinter den zunächst groß aufspielenden US-Lieblingen Phil Mickelson und Rickie Fowler kein einziges Birdie. Vielmehr kämpfte Wiesberger bei seinem sechsten Major statt um einen historischen Spitzenplatz bald nur noch gegen einen noch weiteren Rückfall.

Die vielen „Staus,“ weil man wegen einer zweistündigen Regenverzögerung die Flight-Intervalle auf neun Minuten verkürzt hatte, sowie das viele Wasser auf dem Platz ließ er aber nicht als Ausrede gelten. „Die Spielsituation war viel schwieriger als zuvor, weil die Amerikaner vor uns auf einer Welle der Begeisterung schwammen und offensichtlich Druck ausüben konnten.“

Platz 15 war dennoch eine klare Major-Bestmarke für den Oberwarter. Den Österreich-„Rekord“ hält nun aber nach wie vor Markus Brier mit Platz zwölf bei den British Open 2007.

Wiesberger bilanzierte dennoch positiv. „Da an der Spitze mitzumischen, war für mich eine Bestätigung der intensiven Arbeit an meinem Spiel. Auch wenn anfangs die Enttäuschung überwog, so sehe ich rückblickend die Reise in die USA als positiv und lehrreich“, erzählte Wiesberger. Dass er sich am Ende „nur“ 95.646,46 Euro für das Race to Dubai (jetzt Platz 34) gutschreiben lassen konnte, war dennoch eine bittere Pille.

Ich habe sehr viel an Erfahrung dazugewonnen.

bernd wiesberger

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.