Mit eigenen Waffen geschlagen

Sport / 13.08.2014 • 23:05 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Admira-Torhüter Andreas Leitner hat Ball und Gegner im Griff – Altach-Kapitän Philipp Netzer will es im ersten Moment gar nicht wirklich wahrhaben. Foto: gepa
Admira-Torhüter Andreas Leitner hat Ball und Gegner im Griff – Altach-Kapitän Philipp Netzer will es im ersten Moment gar nicht wirklich wahrhaben. Foto: gepa

Rückschlag statt Platz drei, Cashpoint Altach verlor Heimspiel gegen die Admira mit 0:2.

Fussball. Erstmals unter Trainer Damir Canadi verlor Cashpoint SCR Altach zwei Heimspiele in Folge. Der Traum von Vorstoß auf Platz drei ist damit vorerst ad acta gelegt. Auf diesen schob sich nun die Admira vor, die beim 2:0-Erfolg in Altach den weitaus reiferen Eindruck hinterließ – und sich dabei der Waffen der Hausherren bediente.

Erst kurz vor Spielbeginn hatten sich die dunkeln Regenwolken verzogen und den Blick auf die Umstellungen im Altacher Team freigegeben. Mit Daniel Luxbacher und Ismael Tajouri nominierte Canadi zwei quirlige Spieler, die mit ihrer Wendigkeit und Antrittsschnelle über die Seiten Löcher in die Defensive der Gäste schlagen sollten. Ein Vorhaben, das nicht wirklich griff. Zum einen fehlte es Luxbacher sichtlich an Spritzigkeit, zum anderen fehlte der gesamten Mannschaft in der Vorwärtsbewegung der Nachdruck. Und so blieb es über 90 Minuten in Sachen Torschuß nur bei einer Annäherung an die Torumrandung. Es bauschte sich nämlich nur das Außennetz. Das erste Mal nach 13 Minuten, als ein Schuss von Ivan Kovacec von der Netzstange ins Seitennetz zurückprallte. Wenig später kratzte ein Ball von Luxbacher nach einem schönen Konter am rechten Pfosten (19.). Mit einem Schulbeispiel eines Angriffes zeigten dann erstmals die Gäste auf. Ein Doppelpass zwsichen Lukas Thürauer und Thorsten Schick schloss einen Angriff über links ab, der abschließende Schuss von Thürauer knallte aber vom Innenpfosten zurück ins Feld. Altach am 13. August für einmal im Glück (21.), an einem Tag, der schließlich nicht als ruhmreicher in den Klubannalen aufscheinen wird.

Die Präzision fehlte

Irgendwie schien dem Spiel der Altacher die Frische zu fehlen. Wille, Einsatz und Laufarbeit stimmten, doch die Leichtigkeit war nicht zuletzt wegen der bitteren Heimniederlage vor wenigen Tagen gegen Wolfsberg verloren gegangen. Schließlich fehlte es im Spiel nach vorne auch an Präzision, von der Seite kam kaum Druck und über die Mitte schafften es die Altacher auch kaum, in eine Abschlussposition zu kommen.

Nur einmal klappte es richtig gut, als Tajouri mit einem schönen Lochpass den ideal freilaufenden Boris Prokopic bediente, der den Ball super mitnahm, aber schließlich aus kurzer Distanz über das Tor schoss (55.). Es war der Beginn der besten Phase im Altacher Spiel. Einziges Manko: Die Gäste führten zu dem Zeitpunkt schon mit 1:0. Rene Schicker hatte von der Grundlinie schön zurückgespielt und der mitgelaufene Stephan Zwierschütz aus kurzer Distanz eingeschossen (37.).

Nach der Pause stellte Canadi um, personell und taktisch von 4-3-3 auf 4-1-4-1 – und der Druck der Altacher nahm zu, dank gutem Kurzpassspiel und viel Laufarbeit. Im Abschluss aber blieb zuviel nur Stückwerk. Und so nützte der Admira ein Konter, um Altachs Niederlage endgültig zu besiegeln.

Admira-KapitänRichard Windbichler luchst Daniel Luxbacher den Ball ab. Foto: gepa
Admira-Kapitän
Richard Windbichler luchst Daniel Luxbacher den Ball ab. Foto: gepa

Fußball – tipico Bundesliga 2014/15

2. Spieltag, Nachtrag

Cashpoint SCR Altach – FC Admira Wacker Mödling 0:2 (0:1)

Cashpoint Arena, 4376 Zuschauer, SR Harkam (St)

Torfolge: 37. 0:1 Zwierschitz, 72. 0:1 Rene Schicker

Gelbe Karten: 26. 0:1 Luxbacher (Altach), 29. Lackner (Admira), 53. Aigner (Altach/alle Foulspiel)

Cashpoint SCR Altach (4-3-3): Kobras/3; Lienhart/3, Alexander Pöllhuber/4, Zwischenbrugger/3, Schreiner/4; Luxbacher/4 (46. Roth/3), Prokopic/4, Netzer/3; Tajouri/2, Aigner/4 (62. Ngwat-Mahop/0), Kovacec/4 (62. Seeger/0)

FC Admira Wacker Mödling (4-2-3-1): Leitner/3; Zwierschitz/2, Windbichler/3, Schößwendter/2, Auer/3; Lackner/3 (46. Thomas Weber/4), Ebner/3; Schick/3, Thürauer/3, Knasmüllner/3 (46. Toth/3; Rene Schicker/2 (75. Ouédraogo/0)

Notenschlüssel: Nach dem Schulnotensystem, von 1 (sehr gut) bis 5 (nicht genügend). 0 = zu kurz eingesetzt

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