Siebenkampf-Gold an Djimou

Sport / 15.08.2014 • 22:56 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Französin Ida Nana Djimou triumphierte bei der Leichtathletik-EM im Siebenkampf. Foto: ap
Die Französin Ida Nana Djimou triumphierte bei der Leichtathletik-EM im Siebenkampf. Foto: ap

Rund 20.000 Fans in Zürich feierten die Königin der Athletinnen aus Frankreich.

leichtathletik. Siebenkampf-Titelverteidigerin Ida Nana Djimou holte sich mit 6551 Punkten erneut den Titel. Die Französin war einfach nicht zu schlagen. Spannend war der Kampf um Platz drei, denn die Deutsche Carolin Schäfer verpasste als Vierte eine Medaille nur um die Kleinigkeit von 28 Punkten. Silber ging an die Niederländerin Nadine Broersen, Bronze gewann die Belgierin Nafissatou Thiam.

Für die Hochspringer zu kalt

Das erhoffte Höhenspektakel haben Kälte und Regen verhindert, die drei besten Europäer der Saison machten sich aber dennoch die Hochsprungmedaillen bei der Leichtathletik-EM in Zürich untereinander aus. Gold ging mit 2,35 m an den ukrainischen Weltmeister Bogdan Bondarenko. Mit Bondarenko, dessen Landsmann Andrej Prozenko und dem russischen Olympiasieger Iwan Uchow waren drei Europäer heuer über 2,40 m gesprungen. Der 21 Jahre alte Weltrekord von Javier Sotomayor mit 2,45 m war in der Schweiz nicht gefährdet, dafür war es mit nur zehn Grad gestern Abend eindeutig zu kühl.

Holländerin schnellste Dame

Die gelernte Mehrkämpferin Dafne Schippers, vergangenes Jahr bei der WM und heuer in Götzis jeweils Siebenkampf-Dritte, holte sich nach Gold über 100 m auch Platz eins über die halbe Stadionrunde. Die 22-Jährige gewann in der Jahresweltbestzeit von 22,03 Sekunden vor der Britin Jodie Williams (22,46). „Ich bin müde, aber das ist eh normal. Von so einer Zeit habe ich nie geträumt“, sagte die siegreiche Niederländerin. Die 200 m der Männer holte sich der Brite Adam Gemili in der europäischen Saisonbestzeit von 19,88 Sekunden.

Die Geher sind in Zürich zehn Minuten vor angeführter Startzeit auf ihren Stadtrundgang geschickt worden, Yohann Diniz konnte es aber ohnehin nicht schnell genug gehen. Der Franzose siegte nach 50 Kilometern in neuer Weltrekordzeit von 3:32:33 Stunden vor dem Slowaken Matej Toth (3:36:21) und dem Russen Iwan Noskow (3:37:41).

Leichtathletik

Europameisterschaft Zürich

Finalentscheidungen

» Frauen, 20km Gehen

Gold: Elmira Atenbekowa (RUS) 1:27:56 St.

Silber: Ljudmila Oijanowksa (UKR) 1:28:07

Bronze: Anezka Drahotova (CZE) 1:28:08

» Frauen, Stabhochsprung

Gold: Anschelika Sidorowa (RUS) 4,65 m

Silber: Ekaterini Stefanidi (GRE) 4,60

Bronze: A. Schuk-Krasnowa (RUS) 4,60, ohne gültigen Versuch: Kira Grünberg (AUT)

» Frauen, Speerwurf

Gold: Barbora Spotakova (CZE) 64,41 m

Silber: Tatjana Jelaca (SRB) 64,21

Bronze: Linda Stahl (GER) 63,91

» Frauen, 400m

Gold: Libania Grenot (ITA) 51,10 Sek.

Silber: Olha Semljak (UKR) 51,36

Bronze: Indira Terrero (ESP) 51,38

» Frauen, 1500m

Gold: Sifan Hassan (NED) 4:04,18 Min.

Silber: Abeba Aregawi (SWE) 4:05,08

Bronze: Laura Weightman (GBR) 4:06,32

» Frauen, 200m

Gold: Dafne Schippers (NED) 22,03

Silber: Jodie Williams (GBR) 22,46

Bronze: Myriam Soumare (FRA) 22,58

» Frauen, Hammerwerfen

Gold: Anita Wlodarczyk (POL) 78,76 m

Silber: Martina Hrasnova (SVK) 74,66

Bronze: Joanna Fiodorow (POL) 73,67

» Frauen, Siebenkampf

Gold: Antoinette Nana Djimou (FRA) 6551

(13,05/1,76/14,35/24,52/6,25/54,18/2:15,22)

Silber: Nadine Broersen (NED) 6498

(13,48/1,94/13,35/25,08/6,16/52,18/2:17,66)

Bronze: Nafissatou Thiam (BEL) 6423
(14,05/1,97/14,29/25,19/6,18/49,69/2:20,79)

» Männer, 3000m Hindernis

Gold: Yoann Kowal (FRA) 8:26,55 Min.

Silber: Krystian Zalewski (POL) 8:27,11

Bronze: Angel Mullera (ESP) 8:29,16

» Männer, Dreisprung

Gold: Benjamin Compaore (FRA) 17,46 m

Silber: Ljukman Adams (RUS) 17,09

Bronze: Alexej Fjodorow (RUS) 17,04

» Männer, 110m Hürden

Gold: Sergej Schubenkow (RUS) 13,19 Sek.

Silber: William Sharman (GBR) 13,27

Bronze: Pascal Martinot-Lagarde (FRA) 13,29, disqualifiziert: Dimitri Bascou (FRA)

» Männer, 50 km Gehen

Gold: Yohann Diniz (FRA) 3:32:33 Stunden

Silber: Matej Toth (SVK) 3:36:21

Bronze: Iwan Noskov (RUS) 3:37:41

» Männer, 400m

Gold: Martyn Rooney (GBR) 44,71 Sek.

Silber: Matthew Hidson-Smith (GBR) 44,75

Bronze: Donald Sanford (ISR) 45,27

» Männer, Hochsprung

Gold: Bogdan Bondarenko (UKR) 2,35 m

Silber: Andrej Prozenko (UKR) 2,33

Bronze: Iwan Uchow (RUS) 2,30

» Männer, 800m

Gold: Adam Kszczot (POL) 1:44,15 Min.

Silber: Artur Kuciapski (POL) 1:44,89

Bronze: Mark English (IRL) 1:45,03

» Männer, 400m Hürden

Gold: Kariem Hussein (SUI) 48,96 Sek.

Silber: Rasmus Mägi (EST) 49,06

Bronze: Denis Kudrjawzew (RUS) 49,16

» Männer, 200m

Gold: Adam Gemili (GBR) 19,98 Sek.

Silber: Christophe Lemaitre (FRA) 20,15

Bronze: Sergej Smeljk (UKR) 20,30

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