Wittmann fährt in einer eigenen Liga

Sport / 17.08.2014 • 21:23 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Marco Wittmann siegte erneut und greift nun nach dem DTM-Titel. Foto: bmw
Marco Wittmann siegte erneut und greift nun nach dem DTM-Titel. Foto: bmw

Der BMW-Pilot feierte vierten Saisonsieg und fährt Titel entgegen – Lochauer ohne Punkte.

motorsport. (VN-dg) Selbst mit zehn Kilogramm mehr im­ Auto fährt Marco Wittmann immer noch in einer anderen Liga: Der 24-jährige DTM-Meisterschaftsleader gewann 14 Tage nach dem Spielberg-Triumph auch den siebten Saisonlauf auf dem Nürburgring und feierte somit bereits seinen vierten Saisonsieg. Drei Rennen vor Meisterschaftsende dürfte damit dem deutschen BMW-Piloten der Titel nicht mehr zu nehmen sein: Bei noch 75 zu vergebenen Punkten hat er nun 64 Zähler Vorsprung auf die beiden punktegleichen Audi-Fahrer Edoardo Mortara (Dritter am Nürburgring) und Mattias Ekström, für den das Rennen nach wenigen Runden mit einem Schaden vorzeitig beendet war.

Nach zuletzt zwei Nullern wieder in die Spur gefunden hat der noch amtierende Champion Mike Rockenfeller. „Rocky“ verfolgte Wittmann – von der Poleposition aus gestartet – praktisch das ganze Rennen, griff ihn in der Schlussphase auch nochmals hart an. Aber schlussendlich fehlten dem Audi-Mann 1,286 Sekunden. In der Meisterschaft ist Rockenfeller nun Vierter. Mit 67 Punkten Rückstand hat aber auch er nur noch theoretische Chancen auf eine Titelverteidigung. Ein starkes Ergebnis gab es für Mercedes-Benz zu bejubeln: Paul di Resta, Daniel Juncadella und Christian Vietoris fuhren auf die Plätze vier bis sechs.

Tambay und Scheider punktelos

Kein Glück wieder für die beiden DTM-Lochauer: Timo Scheider erhoffte sich nach einem fünften Trainingsplatz einiges und pokerte auch in der Anfangsphase mit harten Reifen, während fast alle seine Gegner mit den weichen Reifen losfuhren. Scheider fiel dann auch mit den langsameren Pneus bald bis auf Rang zehn zurück. Im achten Umlauf wurde er von Mercedes-Pilot Robert Wickens von hinten regelrecht abgeschossen. Scheider rauschte daraufhin in Teamkollege Nico Müller und konnte mit einem stark beschädigten Boliden nicht mehr weiterfahren. Wenig später musste auch Müller das Rennen beenden. Damit war übrigens nach gerade einmal zehn Runden bereits die Hälfte der Audi-Flotte ausgeschieden. Adrien Tambay war Trainings-Elfter. Und exakt diesen Rang holte er auch im Rennen, womit er knapp einen Meisterschaftspunkt verfehlte. Tambay fiel in der Gesamtwertung vom feinen fünften Platz auf Rang acht zurück, Scheider ist gar „nur“ auf Rang 16 zu finden.

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