Die Austro-Kicker sind stark vertreten

Sport / 19.08.2014 • 23:06 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Martin Stranzl ist mit 235 Spielen in der deutschen Bundesliga der erfahrenste Österreicher in der Liga. Foto: gepa
Martin Stranzl ist mit 235 Spielen in der deutschen Bundesliga der erfahrenste Österreicher in der Liga. Foto: gepa

Bundesligastart in Deutschland. Mit dabei sind zahlreiche österreichische Talente.

fussball. Die deutsche Bundesliga startet diese Woche mit 15 Österreichern in die neue Saison. Das ÖFB-Spieler-Kontingent ist damit um einen Kicker im Vergleich zum Beginn der vergangenen Saison gewachsen. Neu dabei im deutschen Oberhaus ist etwa der mit dem 1. FC Köln samt Ex-Austria-Trainer Peter Stöger aufgestiegene Innenverteidiger Kevin Wimmer. Hier eine Kurzanalyse der österreichischen Akteure in der deutschen Bundesliga für die Saison 2014/15.

David Alaba (22 Jahre, Verteidiger/Mittelfeld, Bayern München/Meister, 103 Bundesliga-Spiele/9 Tore): Österreichs Sportler des Jahres ist auf der linken Seite gesetzt. Alaba, der seinen Vertrag im Dezember bis 2018 verlängert hat, könnte aber wie am Wochenende im Cup auch im zentralen Mittelfeld zum Einsatz kommen.

Christian Fuchs (28, Außenverteidiger, Schalke 04/3., 158/8): Österreichs Teamkapitän könnte die Königsblauen noch vor dem Saisonstart verlassen. Manager Horst Heldt erklärte, dass es „mehrere Anfragen aus dem Ausland“ gebe.

Martin Stranzl (34, Innenverteidiger, Borussia Mönchengladbach/6., 235/13): Der Burgenländer ist mit 235 Spielen aktuell der rot-weiß-rote Dauerbrenner in der Bundesliga. Der Innenverteidiger, der ursprünglich im Sommer seine Karriere beenden und nach Österreich zurückkehren wollte, hat seinen Vertrag um eine weitere Saison verlängert. Stranzl ist Kapitän der Borussia und im Defensiv-Zentrum unverändert der Ruhepol.

Julian Baumgartlinger (26, Mittelfeld, FSV Mainz/7., 67/0): Baumgartlinger ist so wie im ÖFB-Team der Abräumer im zentralen defensiven Mittelfeld der Mainzer. Der Salzburger hat wegen einer Meniskusoperation im Oktober den Großteil der vergangenen Saison verpasst und kam erst in den letzten drei Runden wieder zu Kurzeinsätzen.

Alexander Manninger (37, Tormann, FC Augsburg/8., 25): Der 37-Jährige hat seinen Platz im Tor von Augsburg in der vergangenen Saison an den zehn Jahre jüngeren

Marwin

Hitz verloren, den Schweizer bei Verletzungen aber gut vertreten. Der Lohn für Manninger war ein weiterer Einjahresvertrag.

Robert Almer (30, Tormann, Hannover 96/10., 1): Österreichs Nummer eins im Nationalteam heuerte nach langer Vereinssuche bei den Niedersachsen an, wurde von Hannover aber nur als Ersatz für Ron-Robert Zieler geholt.

Samuel Radlinger (21, Torhüter, Hannover 96/10., 0): Der 21-Jährige war zuletzt an Rapid verliehen, kam aber nur zu einem Liga-Einsatz und wurde von Hannover wieder zurückgeholt.

Sebastian Prödl (27, Innenverteidiger, Werder Bremen/12., 127/7): Prödl verpasst wegen eines Muskelfaserrisses im linken Oberschenkel den Saisonauftakt, ist sonst aber in der Innenverteidigung gesetzt. Der Vertrag des Langzeit-Bremers (seit 2008) läuft mit dieser Saison ab, Werder will vorzeitig verlängern.

Zlatko Junuzovic (26, Mittelfeld, Werder Bremen/12., 71/5): Nach dem Abgang von Aaron Hunt (Wolfsburg) ist Junuzovic auf seine Lieblingsposition ins zentrale Mittelfeld gerückt. Dort soll er mithelfen, Werder wieder in höhere Tabellenregionen zu führen. Sein Vertrag läuft 2015 aus. Bremen will ihn unbedingt halten.

Richard Strebinger (21, Tormann, Werder Bremen/12., 0): Der junge Niederösterreicher erhielt im Sommer eine Vertragsverlängerung bis 2017 und rückt in der Torhüter-Hierarchie von Werder zur Nummer zwei auf.

Philipp Zulechner (24, Stürmer, SC Freiburg/14., 7/1): Der Stürmer hat sich bei den Breisgauern noch nicht durchgesetzt. Nach seinem Wechsel aus Grödig im Jänner kam nur auf sieben Einsätze, allerdings nur einer von Beginn an.

Martin Harnik (27, Mittelfeld/Stürmer, VfB Stuttgart/15., 143/43): Der schnelle Flügelspieler ist im System von Trainer Armin Veh im rechten Mittelfeld gesetzt. Harnik ist mit 43 Bundesliga-Treffern von den aktiven ÖFB-Legionären der mit Abstand erfolgreichste Torschütze.

Raphael Holzhauser (21, Mittelfeld, VfB Stuttgart/15., 36/0): Der Mittelfeldspieler war zuletzt ein Jahr an Augsburg verliehen und geht in sein letztes Vertragsjahr in Stuttgart.

Florian Klein (27, Außenverteidiger, VfB Stuttgart/15., 0): Klein ist im Sommer von Salzburg nach Stuttgart gewechselt und kämpft um einen Platz als rechter Außenverteidiger in der Viererkette.

Kevin Wimmer (21, Innenverteidiger, 1. FC Köln/Aufsteiger, 0): Wimmer hatte in der Aufstiegssaison einen Stammplatz in der Innenverteidigung und sich mit starken Leistungen auch sein Debüt im Nationalteam verdient.

Peter Stöger (1. FC Köln/Trainer/Aufsteiger): Erstmals seit dem Abschied von Kurt Jara beim 1. FC Kaiserslautern im April 2005 hat wieder ein österreichischer Trainer bei einem deutschen Erstligisten das sportliche Sagen. Stöger hat die Wiener Austria 2012/13 zum Meistertitel geführt, die Veilchen aber trotzdem in Richtung des deutschen Traditionsklubs verlassen. Stöger führte die Kölner souverän zum Meistertitel in der zweiten Liga und damit zurück ins Oberhaus und ist mit seiner Art zu einem Liebling der Fans geworden.

Die Austro-Kicker sind stark vertreten

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