Kein Silberpfeil-Schmusekurs

Sport / 20.08.2014 • 21:04 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Auf dem legendären Ardennenkurs will Mercedes wieder die gewohnte Hackordnung herstellen. Foto: APA
Auf dem legendären Ardennenkurs will Mercedes wieder die gewohnte Hackordnung herstellen. Foto: APA

Vor dem Rennen in Spa (am Sonntag) ist das Mercedes-Teamduell das große Thema.

formel 1. Der Kampf der Mercedes-Männer um den Titel wird wieder eröffnet. Trotz Sommerpause ist mit Abkühlung nicht zu rechnen. Ganz im Gegenteil, selbst die Teamführung von Mercedes macht sich vor dem Großen Preis von Belgien an diesem Wochenende auf alles gefasst. „Ja, potenziell wird das noch heißer“, sagte Motorsportchef Toto Wolff unlängst in einem Interview auf der offiziellen Formel-1-Homepage zum Duell zwischen WM-Spitzenreiter Nico Rosberg und seinem Verfolger Lewis Hamilton.

Zweikampf im Fokus

Sportlich wird der erbitterte Kampf des bisherigen Nicht-Weltmeisters aus Deutschland gegen den Champion von 2008 aus Großbritannien wieder das bestimmende Thema sein. Hamiltons Herausforderung heißt Rosberg. In Ungarn konnte der Ex-Champion dank seines dritten Ranges auf den viertplatzierten Deutschen drei Punkte gutmachen. Im Klassement trennen beide momentan elf Zähler (Rosberg 202, Hamilton 191). „Unser Ziel ist es, die schwierigeren Zeiten der vergangenen Wochenenden hinter uns zu lassen. Ab jetzt wollen wir bei jedem Rennen die besten Momente wiederholen“, kündigte Hamilton an. Er meinte damit aber weniger die ständigen Streitigkeiten, sondern vielmehr seine Hoffnung auf ein Ende der technischen Probleme an seinem Auto.

Vor dem zwölften Saisonlauf am Sonntag (Start 14.00 Uhr) in Spa-Francorchamps ist der zuletzt in Ungarn eskalierende Streit im Lager der Silberpfeile offiziell kein Thema mehr. Hamilton hatte auf dem Hungaroring die Teamaufforderung, seinen deutschen Stallkollegen vorbeizulassen, mehrfach ignoriert. Das hatte während und nach dem Grand Prix zu ständigen gegenseitigen Vorwürfen geführt. Auch Wolff und Mercedes-Aufsichtsrat Niki Lauda kamen zu völlig unterschiedlichen Urteilen in der Ungarn-Affäre.

Vorsprung ausbauen

„Das Hauptaugenmerk unseres Teams muss auf der Zuverlässigkeit liegen“, betonte Wolff. „Nur dann können wir unseren hart erarbeiteten Vorsprung aus der Anfangsphase dieses Jahres aufrechterhalten.“ Klares Ziel für die restlichen acht Saisonrennen ist: „Wir wollen noch besser werden als wir es bislang schon waren.“ Dabei ist die Dominanz kaum noch zu steigern. Rosberg (4) und Hamilton (5) gewannen zusammen neun von bislang elf Grand Prix. Bei den beiden Siegen des Red-Bull-Piloten Daniel Ricciardo in Kanada und Ungarn leistete Mercedes durch technische Defekte unfreiwillig Schützenhilfe.

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