Kritisieren ist zu wenig

Sport / 24.08.2014 • 20:04 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wieder einmal steht bei einem Verein ein Trainer zur Diskussion. Diesmal ist es Helgi Kolvidsson, dessen Tage bei der Austria – trotz aller Beteuerungen des Präsidenten – gezählt scheinen. Hinzu kommen noch die Rufe, die einen Rücktritt von Hubert Nagel fordern, weil sie ihn für den momentanen Zustand der Austria verantwortlich machen. Mag sein, dass es Hunderte andere aus dem Umkreis der Grün-Weißen gibt, die in der Theorie alles besser machen würden, geholfen ist mit diesen Störfeuern von außen letztendlich niemandem. Die Kritik ist auch ein Zeichen dafür, dass die Austria vielen etwas bedeutet. Und das ist allemal besser, als wenn die derzeitige Situation gleichgültig hingenommen würde, weil es ohnehin niemanden interessiert.

Es liegt nun am Präsidium, die heutige Vorstandssitzung zu nützen, um selbst einen gangbaren Weg zu finden, wohin die Reise in Zukunft führen soll. Das beginnt mit einem klaren Bekenntnis für oder gegen den jetzigen Trainer und setzt sich in zukünftigen Ansprüchen fort. Denn um weiterhin eine Größe in Österreichs Fußball zu bleiben, braucht es auch im Umfeld starke Persönlichkeiten und eine klare Kompetenzverteilung, um den Verein in allen Bereichen weiter vorwärts zu bringen. Das Potenzial ist sicher vorhanden. Doch mit Kritisieren alleine und mit Rufen aus der zweiten Reihe wird es nicht zu wecken sein.

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