Déjà-vu für deutsches Quartett

Sport / 28.08.2014 • 20:46 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Déjà-vu für deutsches Quartett

Deutsche Klubs treffen in der Champions-League-Gruppenphase auf alte Bekannte.

fussball. Der Weg ins Champions-League-Finale von Berlin beginnt mit deutsch-englischen Festwochen. Mit dem FC Bayern, Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 treffen drei der vier Bundesligisten in der Gruppenphase der Königsklasse auf alte Bekannte aus der Premier League. Dabei erwischten die Münchner mit Manchester City, ZSKA Moskau und dem AS Rom ebenso anspruchsvolle Aufgaben wie der BVB, der auf den FC Arsenal mit Weltmeister Mesut Özil & Co., Galatasaray Istanbul und RSC Anderlecht trifft.

Bayern in Hammergruppe

Das Starensemble von Bayern München darf sich in seiner Hammergruppe nicht zu sicher fühlen. Der zweimalige Champions-League-Gewinner wurde als erstes Team in die Gruppe E gelost, ehe zunächst ManCity und Moskau sowie dann mit AS Rom unberechenbare Gegner das Feld komplettierten. Pikant, dass Bayerns neuer Abwehrstar Mehdi Benatia auf seinen Ex-Klub Rom trifft. Bereits im Vorjahr duellierten sich die Bayern mit ManCity und ZSKA Moskau. Gegen den englischen Meister ist die Bilanz ausgeglichen, zwei Siege stehen zwei Niederlagen gegenüber. Gegen die Russen wurden beide bisherigen Champions-League-Spiele gewonnen. Auch gegen die Römer hat der FCB eine positive Bilanz. „Wir haben die härteste Gruppe von allen erwischt“, lautete die Einschätzung von FCB-Präsident Karl Hopfner.

Eine schwere, aber machbare Gruppe bei der Auslosung im mondänen Grimaldi Forum in Monaco erwischte der deutsche Vizemeister Dortmund, der nicht nur auf Arsenal mit seinen drei deutschen Weltmeistern Lukas Podolski, Mesut Özil und Per Mertesacker trifft. Auch Galatasaray Istanbul und der RSC Anderlecht sind in der Gruppe D nicht zu unterschätzen. „Eine sehr interessante Gruppe“, twitterte Özil kurz nach der Auslosung.„Diese Gruppe wirkt auf mich sehr ausgeglichen und verspricht viel Spannung“, sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc, während der neue BVB-Kapitän Mats Hummels klarstellte: „Wir erwarten von uns das Weiterkommen.“

Gute Karten für Schalke

Gute Karten im Kampf um einen der ersten beiden Gruppenplätze hat Schalke 04, das in der Gruppe G mit Chelsea und seinem Weltmeister André Schürrle auf dem Papier Favorit ist. Sporting Lissabon und NK Maribor können die Königsblauen bei deren aktuellen Form aber ebenso in Gefahr bringen. „Wir wollen die Gruppenphase wieder überstehen. Mit Chelsea haben wir noch eine Rechnung offen, die haben letzte Saison zwei Mal gegen uns gewonnen. Chelsea ist aber erneut der Favorit in unserer Gruppe, unser Ziel ist Platz zwei“, sagte Schalkes Sportvorstand Horst Heldt.

Den Leverkusenern blieb nach dem Play-off-Erfolg gegen den überforderten FC Kopenhagen das Losglück treu. Der portugiesische Meister Benfica ist allerdings ebenso wenig zu unterschätzen wie die unangenehme Reise ins winterkalte St. Petersburg. Der AS Monaco hat zwar zuletzt eine Rückkehr an die Spitze in Frankreich erlebt, ist allerdings schlecht in die Saison gekommen. Ganz anders als die Blitzstarter von Bayer, die unter ihrem neuen Trainer Roger Schmidt schon richtig in Fahrt sind. „Es wird schwierig, aber wir sind optimistisch und haben nichts zu verlieren. Wir wollen wie letztes Jahr ins Achtelfinale einziehen“, so Sportchef Rudi Völler.

Zlatan gegen Barca

Der dreimalige Champions-League-Sieger FC Barcelona kämpft in der Gruppe F mit Paris St. Germain um Superstar Zlatan Ibrahimovic um den Gruppensieg. Ajax Amsterdam und APOEL Nikosia heißen die weiteren Gegner von Messi und Co.

Der erste Spieltag in der Gruppenphase, in der die Klubs schon bis zu 20 Millionen Euro verdienen können, findet am 16./17. September statt. Abgeschlossen wird die Vorrunde am 9./10. Dezember. Das Finale steigt am 6. Juni kommenden Jahres im Berliner Olympiastadion.

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