Mercedes gibt Rosberg die Schuld am Spa-Crash

Sport / 29.08.2014 • 22:04 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Mercedes bespricht Unfall von Belgien im Team – Rosberg nimmt die Schuld auf sich.

formel 1. Nach der Eskalation im Formel-1-Duell zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton hat Mercedes den WM-Spitzenreiter Rosberg offiziell als Schuldigen des Unfalls beim Großen Preis von Belgien benannt und bestraft. Während eines Meetings im Teamquartier im englischen Brackley „übernahm Nico die Verantwortung für die Berührung in Runde zwei des Belgien-Grand-Prix. Er entschuldigte sich für seine Fehleinschätzung“, hieß es in einer offiziellen Mitteilung der Silberpfeile.

Das Team habe als Folge des Zwischenfalls „angemessene Disziplinarmaßnahmen“ ausgesprochen, ins Detail ging Mercedes dabei nicht. Bei der Gesprächsrunde mit Motorsportchef Toto Wolff, dem Technischen Direktor Paddy Lowe und den beiden Fahrern sei klargestellt worden, „dass ein weiterer solcher Zwischenfall nicht toleriert wird. Aber Nico und Lewis sind unsere Fahrer und wir glauben an sie.“

Rosberg selbst gab sich reumütig. „Ich habe bereits mein Bedauern über den Zwischenfall zum Ausdruck gebracht. Nachdem ich mich heute mit Toto, Paddy und Lewis getroffen habe, möchte ich einen Schritt weitergehen und den Vorfall als eine Fehleinschätzung meinerseits bezeichnen“, teilte Rosberg mit.

Eine Fehleinschätzung

Die oberste Team-Regel laute, „dass wir nicht kollidieren“, schrieb Rosberg, „aber genau das ist passiert.“ Für diese Fehleinschätzung wolle er sich „beim Team und bei Lewis entschuldigen. Es tut mir auch leid für die Fans, die in Belgien um unseren Kampf um die Führung gebracht wurden“, so der Deutsche. Das Werksteam rief vor dem nächsten Rennen in Monza (7. September) den Burgfrieden aus, „die Fahrer dürfen für den Rest der Saison weiter frei gegeneinander fahren“, hieß es. „Lewis und Nico verstehen und akzeptieren die oberste Maxime des Teams: Die Fahrzeuge des Teams dürfen sich auf der Strecke nicht berühren.“

Im engen Titelkampf der Silberpfeile hatte es in Spa erstmals auf der Strecke gekracht. Der Engländer musste das Rennen vorzeitig beenden, Rosberg hingegen baute mit dem zweiten Rang in Belgien seine WM-Führung auf 29 Punkte vor dem Ex-Weltmeister aus.

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