Erste Endrunde in drei Ländern

Sport / 21.09.2014 • 20:42 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ein freudestrahlender ÖHB-Generalsekretär Martin Hausleitner nach der Bekanntgabe. Foto: ehf
Ein freudestrahlender ÖHB-Generalsekretär Martin Hausleitner nach der Bekanntgabe. Foto: ehf

Österreich bekam gemeinsam mit Schweden und Norwegen den Zuschlag für EM 2020.

Handball. Österreich ist wie erwartet gemeinsam mit Schweden und Norwegen zum Veranstalter der 14. Männer-EM 2020 gewählt worden. Nur zehn Jahre nach der Heim-EM 2010 ist der Österreichische Handball-Bund (ÖHB) neuerlich Gastgeber eines Großevents auf kontinentaler Ebene. Die Dreier-Bewerbung ist beim Kongress der Europäischen Handball Föderation (EHF) in Dublin nun offiziell abgesegnet worden. Schon bei der Vorabstimmung heuer im Mai wurde die einzige Bewerbung ohne Gegenstimme angenommen.

Bereits im Vorfeld der Abstimmung wurde festgelegt, dass die Titelkämpfe, die vom 11. bis 28. Jänner über die Bühne gehen werden, erstmals mit 24 statt bis dahin 16 Teams ausgetragen werden. Diese Maßnahme war eigentlich erst für 2022 vorgesehen gewesen, doch die Bewerbung der drei ursprünglichen Konkurrenten als Einzelbewerber ermöglichte die Aufstockung vorzeitig.

Wien und Graz als Spielorte

Die sechs Vorrundengruppen wurden brüderlich aufgeteilt, wobei in Österreich die Grazer Messehalle (6000 Zuschauer) sowie die Wiener Stadthalle (10.000) als Spielstätten vorgesehen sind. In Norwegen soll in Trondheim und Oslo, in Schweden in Malmö und Göteburg gespielt werden. Während Österreich in Wien spielt, soll Kroatien in Graz durch die Grenznähe für volle Hallen sorgen. In Norwegen wird neben dem Gastgeber zusätzlich Deutschland spielen, und in Schweden kommt als zweite Topnation Dänemark dazu. Die beiden Hauptrunden werden dann in Wien und im Scandinavium in Göteburg (12.000 Zuschauer Fassungsvermögen) stattfinden, die Final- und Platzierungsspiele sollen in Stockholm in einem überdachten Fußballstadion vor 24.000 Zuschauern über die Bühne gehen. Finalphasen erfordern aufgrund neuer Vorgaben der EHF mindestens 15.000 Sitzplätze, dies ist aktuell in Österreich nicht möglich. ÖHB-Generalsekretär Martin Hausleitner: „Die Freude ist natürlich groß, genauso wie die Motivation, auf so ein Ereignis hinarbeiten zu können. Gerade für unsere Talente ist es eine großartige Perspektive und mit Teamchef Patrekur Johannesson haben wir bis 2020 einen Top-Trainer bei uns, der es wie kaum ein anderer versteht, Routiniers und junge Spieler zu einer Einheit zu formen“, erklärte Hausleitner.

Für unsere Talente ist die Heim-EM eine perfekte Perspektive.

Martin Hausleitner