Regeländerung sorgt für Unmut

Sport / 23.09.2014 • 20:02 Uhr / 5 Minuten Lesezeit

Kennelbach strebt in der 2. Tischtennis-
Bundesliga einen
Mittelfeldplatz an.

Tischtennis. Nach vier Saisonen in der 2. Bundesliga und einer Spielperiode in der 1. Bundesliga hatte sich der UTTC Raiffeisen Kennelbach im Sommer 2007 aus der nationalen Eliteliga zurückge­zogen. In der Saison 2012/13 erfolgte die Rückkehr in die zweithöchste nationale Spielklasse. Nach dem siebten Rang im ersten Jahr dominierte Vorarlbergs einziger Vertreter an ÖTTV-Mannschaftsmeisterschaften die letzte Spielperiode. Als einziges Team blieb man in den 18 Begegnungen mit zwölf Siegen und sechs Remis ohne Niederlage in Gruppe A der zweigeteilten zweithöchsten Leistungsklasse. Beim Finalturnier aller 20 Teams in Wels mussten sich Istvan Toth und Co. im Halbfinale gegen Saalfelden mit 4:6 geschlagen geben, im Spiel um Bronze wurde die SG Mariahilf/Lang­enzersdorf mit 6:1 bezwungen. Maßgeblichen Anteil am Höhenflug hatte das Legionärsduo Istvan Toth und Miroslav Sklensky. Toth war mit 48:6 Siegen erfolgreichster Einzelspieler der Liga, und Sklensky landete mit 40:14 Siegen auf Rang vier in der Ligawertung. Die Dominanz des 45-jährigen Ungarn und seinem um elf Jahre jüngeren Partner aus der Slowakei zeigt sich in der Doppelstatistik. Das Kennelbacher Duo blieb in allen 13 Saisonpartien ohne Niederlage.

In der Sommerpause sorgte aber eine umstrittene Regeländerung für viel Missfallen beim Ländle-Team. In der am Wochenende beginnenden Meisterschaft muss nun verpflichtend der Jugendspieler (Unter 21) sowohl im Einzel als auch im Doppel eingesetzt werden. Bislang war nur der Einsatz im Einzel vorgeschrieben. Kennelbach-Obmann Arno Schuchter: „Wir haben lange darüber beraten, ob wir dagegen Protest einlegen. Der Antrag zur Änderung der Spielbestimmungen wurde einerseits viel zu spät eingebracht und andererseits stellt sie eine klare Wettbewerbsverzerrung dar. Doch die Sache wäre zu einem langen Wettstreit geworden, von dem am Ende nur die Rechtsanwälte profitiert hätten.“

Saisonstart in der Ferne

Aufgrund dieser Neuerung sind für Schuchter auch die Chancen auf einen Spitzenplatz praktisch über Nacht deutlich gesunken. „Nach der alten Regelung hätten wir sicher vorne mitgespielt. Doch jetzt erscheint ein gesichterter Mittelfeldplatz mit Tendenz nach oben realistischer“, so Schuchter.

In den ersten drei Runden sind die Kennelbacher auswärts im Einsatz, Gegner in der ersten Heim-Doppelrunde in der VS Kennelbach am 8./9. November sind Wels und Saalfelden.

Tischtennis

2. Bundesliga Herren 2014/2015 Internet: www.ttbundesliga.at

» Die Spieltermine des UTTC Raiffeisen Kennelbach in der Gruppe B

TTC Flötzersteig Wien – UTTC Kennelbach 27. 9., 15 Uhr

ASKÖ Mauthausen – UTTC Kennelbach 28. 9., 10 Uhr

TS Innsbruck II – UTTC Kennelbach 25. 10., 15 Uhr

UTTC Kennelbach – SPG Wels II 8. 11., 15 Uhr

UTTC Kennelbach – ASVÖ Saalfelden 9. 11., 10 Uhr

SPG Judendorf/Eisbach – UTTC Kennelbach 29. 11., 15 Uhr

UTTC Ligist – UTTC Kennelbach 30. 11., 10 Uhr

UTTC Kennelbach – HSV Neusiedl am See 6. 12., 15 Uhr

UTTC Kennelbach – TTC Guntramsdorf 7. 12., 10 Uhr

UTTC Kennelbach – ASKÖ Mauthausen 10. 1., 15 Uhr

UTTC Kennelbach – TTC Flötzersteig Wien 11. 1., 10 Uhr

UTTC Kennelbach – TS Innsbruck II 14. 2., 15 Uhr

ASVÖ Saalfelden – UTTC Kennelbach 7. 3., 15 Uhr

SPG Wels II – UTTC Kennelbach 8. 3., 10 Uhr

UTTC Kennelbach – UTTC Ligist 11. 4., 15 Uhr

UTTC Kennelbach – SPG Judendorf/Eisbach 12. 4., 10 Uhr

TTC Guntramsdorf – UTTC Kennelbach 9. 5., 15 Uhr

HSV Neusiedl am See – UTTC Kennelbach 10. 5., 10 Uhr

Erklärung: Alle Heimspiele werden in der Turnhalle der VS Kennelbach ausgetragen.

Modus: Nach einer einfachen Hin- und Rückrunde qualifizieren sich der Erste und Zweite der beiden Gruppen für das Aufstiegsturnier zur 1. Bundesliga. Die Ränge drei bis acht absolvieren ein Platzierungsspiel gegen das gleichplatzierte Team der Gruppe B. Der Neunte und Zehnte der beiden Gruppen ermitteln die beiden Absteiger.

» Der Kader des UTTC Raiffeisen Kennelbach

1 Istvan Toth (45, HUN) 2 Miroslav Sklensky (34, SVK)

3 Lukas Mittringer (19) 4 Marvin Rist (22)

5 Matthias Sutterlüti (13) 6 Lukas Gorbach (16)

7 Markus Jäger (44) 8 Zhenhua Jin (50, CHN)

9 Simon Bitriol (20) 10 Dietmar Müller (48)

» Erklärung: Jede Mannschaft muss einen Nachwuchsspieler (Unter 21) sowohl im Einzel als auch im Doppel verpflichtend einsetzen.

2. Bundesliga Herren 2013/2014, Grunddurchgang

Endstand Grunddurchgang S R N

1. UTTC Raiffeisen Kennelbach 12 6 0 102: 73 49 (1)

 2. SG Mariahilf/Langenzersdorf 10 3 5 91: 64 43 (2)

 3. TTC Kuchl 6 6 6 87: 84 42 (6)

 4. TC Wr. Sportclub 7 6 5 89: 79 41 (3)

 5. ASKÖ Don Bosco Graz 6 4 8 78: 64 38 (4)

6. SPG Judendorf/Eisbach 5 5 8 72: 88 38 (5)

7. Baden AC 6 7 5 87: 79 37 (0)

8. ASKÖ Linz-Froschberg II 6 4 8 78: 87 34 (0)

9. TTC Flötzersteig Wien 4 5 9 73: 90 31 (0)

10. UTTC Salzburg 3 4 11 66 :95 28 (0)

» Statistik 2013/14 S N Pkte.

Einzel: Istvan Toth 48 6 48

Miroslav Sklensky 40 14 40

Marvin Rist 1 44 1

Lukas Mittringer 0 3 0

Lukas Gorbach 0 6 0

Doppel: Toth/ Sklensky 13 0 13