Triumph des Gastgebers

Sport / 09.11.2014 • 22:23 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Tschechien holt sich in Prag mit 3:1-Finalerfolg über Deutschland dritten Fed-Cup-Titel in vier Jahren.

Tennis. Tschechien ist zum dritten Mal innerhalb von nur vier Jahren Fed-Cup-Champion, Deutschland muss weiter auf den ersten Triumph seit 1992 warten. Petra Kvitova stellte vor 13.000 Zuschauern in der O2-Arena in Prag im Spitzenspiel gegen Angelique Kerber nach 2:57 Stunden mit einem 7:6(5), 4:6, 6:4 die uneinholbare 3:0-Führung gegen Finalgegner Deutschland her. Kvitova war schon maßgeblich an den Titeln 2011 und 2012 beteiligt gewesen. Insgesamt war es schon der achte Fed-Cup-Triumph für Tschechien, fünf Siege wurden noch als CSSR errungen.

Kvitova hatte Mühe

Kerber hätte es an diesem Tag gleich mehrfach in der Hand gehabt, den Länderkampf mit einem Sieg zumindest offen zu halten. Die Weltranglisten-Zehnte führte im ersten Satz schon mit 5:2 und schaffte es nicht, einen ihrer sechs Satzbälle zu verwerten. Nach 76 Minuten war es dann Kvitova, die den ersten Durchgang für sich entschied und dann in der Folge auch rasch mit 3:0 in Front ging. Doch Kerber bewies tollen Kampfgeist. Sie holte sich den zweiten Satz und ging im dritten sogar mit 4:1 in Führung. Obwohl Kvitova mit Krämpfen und Oberschenkelproblemen große Mühe hatte, zeigte auch die zweifache Wimbledonsiegerin im Duell der beiden Nummern eins ihre Kämpferqualitäten und sicherte sich und ihrem Land den dritten Titel in nur vier Jahren. Unter den jubelnden Zuschauern war auch Tennis-Legende Martina Navratilova, gebürtige Tschechin und seit Jahrzehnten US-Amerikanerin.

Am ersten Tag hatte sich Kvitova gegen Andrea Petkovic mit 6:2, 6:4 durchgesetzt und Lucie Safarova behielt gegen Angelique Kerber mit 6:4, 6:4 die Oberhand.

Das vorgesehene vierte Einzel zwischen Safarova und Petkovic wurde nicht mehr ausgetragen, das bedeutunglose Doppel entschieden Julia Görges/Sabine Lisicki gegen Andrea Hlavackova/Lucie Hradecka mit 6:4, 6:3 für sich.