Erdig, zweikampfstark – Altach

Sport / 10.11.2014 • 20:23 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Doppelter Jubel! Altachs Spieler feiern unter der Videowall ihre Torerfolge gegen Red Bull Salzburg.
Doppelter Jubel! Altachs Spieler feiern unter der Videowall ihre Torerfolge gegen Red Bull Salzburg.

Trainer Damir Canadi und seine „Unbeugsamen“ mischen die Bundesliga auf.

Altach. Der 23. August markiert einen Meilenstein für den Cashpoint SCR Altach. Bei Meister RB Salzburg gingen die Rheindörfler mit 0:5 quasi baden – und mussten Spott über sich ergehen lassen. Schlagzeilen wie „Schlechtester Aufsteiger der letzten Jahre“ weckten den Kampfgeist der Altacher nach der dritten Niederlage im sechsten Saisonspiel. Die Einheit rückte noch näher zusammen und es begann die Geschichte der „Unbeugsamen“. Neun Meisterschaftsspiele und zwei Pokalpartien ist die Mannschaft um Philipp Netzer nun schon ungeschlagen. Selbst Ausfälle des Kapitäns, sowie von Torhüter Martin Kobras oder Torjäger Hannes Aigner wurden weggesteckt. Ganz zu schweigen von der nun schon monatelangen Absenz von Abwehrchef Benedikt Zech. Darin liegt der Ursprung des Erfolgsrezeptes, denn: Der Star ist die Mannschaft, die Spieler selbst sind bodenständig geblieben oder werden vom Trainerstab rund um Chefcoach Damir Canadi mit aller Konsequenz „eingefangen“.

„Natürlich hatten wir Glück bei den Neuverpflichtungen, auch konnte im Sommer niemand ahnen, dass sich Spieler so rasant weiterentwickeln.“ Das Lob des Trainers gilt seinen Spielern. „Die Mannschaft macht derzeit einfach vieles gut.“ Wichtig seien die Punkte, doch erfreuen tut sich Canadi an der Art und Weise der Auftritte seines Teams. Die acht Punkte gegen die Austria, Wolfsberg, Rapid und Salzburg sind nicht allein auf Glück gebaut. Beste Vorbereitung und eiserne Disziplin sind zwei von vielen Säulen. Zuletzt gegen die Bullen gab er seiner Mannschaft drei Matchpläne mit auf den Weg. Dass ein 4:1 daraus geworden ist, aber „war nicht zu erwarten“.

Die Kunst, ihre Chance zu nützen, beherrschen die Spieler bestens: Ob Andreas Lukse (27) im Tor oder die Innenverteidiger Jan Zwischenbrugger (24) und César Ortiz (25). Ein Duo, das perfekt zueinander gefunden hat. Nicht spektakulär, aber enorm effizient. Das spürten zuletzt auch Torjäger wie Omer Damari (Austria Wien) und Ober-„Bulle“ Jonatan Soriano. Das ist aber freilich nur ein kleiner Teil des
Altach-Puzz-

les. Dazu gehört

auch der „Varian-

tenreich-

tum“ im Angriff mit so unterschiedlichen Typen wie Ismael Tajouri (20), Ivan Kovacec (26), Louis-Clement Ngwat-Mahop (27) oder Patrick Seeger (28). Die Liste der Spieler ließe sich fortsetzen, zumal das SCRA-Rad nur deshalb so geschmiert läuft, weil die einzelnen Teilchen so perfekt ineinander passen. Schließlich sind da noch die „verlängerten Arme“ des Trainers, in Person von Netzer und Aigner. Beide stehen sprichwörtlich für die Weiterentwicklung, dessen Ende im Moment nicht absehbar

ist. Getreu dem Motto: Genieß den Augenblick und arbeite hart für die Zukunft.

Kein Blender, dafür umso effektiver: Jan Zwischenbrugger (r.).
Kein Blender, dafür umso effektiver: Jan Zwischenbrugger (r.).

Fußball

Die Serie des Cashpoint SCR Altach von elf Spielen ohne Niederlage (Liga und Cup) im Detail

tipico Bundesliga

30. August: SV Ried (H) 2:2

17. August: SV Grödig (A) 3:3

20. September: SC Wr. Neustadt (H) 2:0

27. September: SK Sturm Graz (A) 2:2

 4. Oktober: VfB Admira W. Mödling (A) 2:0

18. Oktober: FK Austria Wien (H) 1:1

25. Oktober: Wolfsberger AC (A) 0:0

 2. November: SK Rapid Wien (H) 2:0

 9. November: FC RB Salzburg (H) 4:1

ÖFB Samsung Cup

24. Septermber: VfB Hohenems 5:0

29. Oktober: SV Mattersburg 4:2 i. E./1:1 n. V.

Die ausstehenden Spiele bis zur Winterpause

22. November: SV Ried (A) 18.30 Uhr

29. November: SV Grödig (H) 18.30 Uhr

 6. Dezember: SC Wr. Neustadt (A) offen

13. Dezember: SK Sturm Graz (H) offen