Eine Gans und Blatny als Beute

Sport / 11.11.2014 • 22:59 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Zdenek Blatny kennt sich in der Liga aus. Im Bild trickst er im Znojmo-Dress gegen Manuel Latusa. Foto: gepa
Zdenek Blatny kennt sich in der Liga aus. Im Bild trickst er im Znojmo-Dress gegen Manuel Latusa. Foto: gepa

Der tschechische Routinier darf sich in Dornbirn bei einem Try out versuchen.

dornbirn. (VN-ko) Beim Dornbirner Martinimarkt wurden die Bulldogs mit der „Ehren-Gans“ für den schönsten Stand am Platz prämiert. Und Beute auf dem Transfermarkt machte Manager Alexander Kutzer endlich auch. Zdenek Blatny, 33 Jahre alt, Drittrundendraft der Atlanta Thrashers aus dem Jahre 1999, stellt sich ab heute für ein Try out vor. Der Mann aus Brünn, der in der NHL in 25 Spielen (drei für Boston) drei Treffer erzielte, ist in der Erste Bank Liga kein Unbekannter: 120 Spiele absolvierte er für Graz, Wien und Znojmo, 37 Tore und 54 Vorlagen stehen in der Statistik. „Wir brauchen jemanden, der den Puck ins Tor bringt“, nennt Coach Dave MacQueen als Anforderung an einen Neuzugang. Zuletzt war der tschechische Wandervogel (Finnland, Schweden, die Schweiz, Deutschland stehen ebenfalls auf der Vita) beim dänischen Klub Frederikshavn unter Vertrag, kam in fünf Spielen auf drei Tore und fünf Assists. Die Qualitäten im Spiel wurden allerdings überschattet von jenen abseits des Eises, wie es in der Pressemitteilung des Ex-Klubs heißt.

Gemeinsame Auftritte

Von Garnet Exelby hat sich Dornbirn getrennt: „Er war ein guter Typ in der Kabine, aber leider hat es auf dem Eis hier für ihn nicht gepasst“, sagt MacQueen. „Möglich, dass er sich mit seinem physischen Spiel zum Beispiel in der DEL leichter tut.“

Apropos Exelby. Den Kanadier und Blatny – er kann auf der Flügelposition und als Mittelstürmer eingesetzt werden – verbinden zwei Stationen: Sie spielten in der Saison 2001/02 für die Chicago Wolves in der AHL, ein Jahr später trafen sich die beiden bei Atlanta in der NHL wieder. Und mit Lustenaus Toni Saarinen verbindet Dornbirns Neuzugang ein gemeinsames Engagement bei den Pelicans in Lahti. Nicht mehr in Dornbirn ist Mittelstürmer Adam Miller, er geht den umgekehrten Weg von Blatny und heuerte in Dänemark an.

Änderungen stehen an

Vier Tage durften die Bulldogs-Spieler während der Länderspielpause abschalten, die Rückkehr aufs Eis leitete MacQueen sanft ein: „Wir haben versucht, es locker anzugehen. Es bringt nichts, nach den letzten Misserfolgen wieder sauertöpfisch zu starten“, zog er das Butterbrot der Peitsche vor. Der Coach wird im Auswärtsspiel am Freitag in Laibach die Verteidigerpaare neu sortieren, auch im Angriff stehen Änderungen bevor. „Ich muss noch darüber schlafen, wie ich die Linien zusammensetzen werde. Aber es gibt ein paar Möglichkeiten.“ Der Einser-Angriff mit Martin Grabher-Meier, Jamie Arniel und Chris D’Alvise darf in alter Besetzung weitermachen.

Wir brauchen jemanden, der den Puck ins Tor bringt.

dave macqueen