„Klubs fehlen die finanziellen Mittel“

Sport / 12.11.2014 • 20:46 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Horst Lumper, Bilder in seiner Kanzlei Horst Lumper, Bilder in seiner Kanzlei

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Der VFV-Präsident sieht Situation der Vorarlberger Regionalligisten nicht dramatisch.

schwarzach. Seit 2007 steht Dr. Horst Lumper an der Spitze des Vorarlberger Fußballverbandes. Im VN-Gespräch nimmt der Bregenzer Rechtsanwalt Stellung zur aktuellen Lage der Ländle-Klubs in der Westliga.

Vier der fünf Vorarlberger Regionalligisten zieren das Tabellenende. Woran liegt das aus Ihrer Sicht?

Horst Lumper: Ich glaube, dass die Regionalliga in den letzten zwei Jahren allgemein stärker geworden ist. Speziell die Salzburger Vereine, die Zugriff auf Red-Bull-Ableger haben, sind in der Breite stärker aufgestellt als unsere Vereine. Aufgrund ihres beschränkten Budgets haben unsere Vereine einfach nicht die Möglichkeit, mit den Spitzenklubs mitzuhalten. Klubs wie Austria Salzburg oder Wattens sind finanziell unantastbar.

Wäre eine finanzielle Unterstützung der Verbände hier nicht hilfreich?

Lumper: Ich glaube nicht, dass das der richtige Ansatz ist. Die Vereine werden für den Aufwand ihrer Fahrtkosten unterstützt. Ich weiß aber auch, dass es den Klubs an finanziellen Mitteln fehlt. Dafür sind aber nicht die Landesverbände oder die Bundesliga verantwortlich. Der Vorarlberger Fußballverband hätte auch gar nicht die Mittel zur Verfügung.

Junge Akademie-Spieler sind für die Regionalligisten kaum erschwinglich, landen meist bei einem Bundesligisten. Ist das der richtige Weg?

Lumper: Akademie-Spieler werden ja vornehmlich für den Profibereich ausgebildet. Diejenigen, die es nicht ganz hinauf schaffen, sind dann auch meistens Stützen in einer Regionalliga-Mannschaft. Ich denke, dass die Spieler auch zu finanzieren sind. Die Klubs sind auch bereit, ihren Topverdienern bzw. Legionären sehr gute Gehälter zu bezahlen.

Könnten Sie sich vorstellen, dass die Regionalliga neu strukturiert werden muss, um in Zukunft attraktiver zu sein?

lumper: Derzeit scheint mir eine Neustrukturierung nicht möglich. Ich erinnere an die Probleme der Tiroler Klubs vor zwei, drei Jahren. Damals haben die Vereine mit dem Ausstieg aus der Liga gedroht. Ich finde die Regionalliga absolut nicht unattraktiv. Bester Beweis dafür ist, dass viele Vereine aufsteigen wollen.

Also sehen Sie die Lage der Vorarlberger Westligisten nicht so dramatisch?

lumper: Nein, überhaupt nicht. Im Moment sieht die Tabellensituation nicht so gut aus, aber ich hoffe auf ein gutes Frühjahr. Dann sollte sich die Lage wieder zum Positiven wenden.

Das Niveau der Regionalliga ist stärker als früher.

horst lumper