Angstgegner entzaubert

Sport / 21.11.2014 • 23:07 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Linz-Torhüter Michael Ouzas ist geschlagen, Andy Bohmbach und Guillaume Desbiens (r.) jubeln über das Tor zum 2:0 für Dornbirn. Foto: gepa
Linz-Torhüter Michael Ouzas ist geschlagen, Andy Bohmbach und Guillaume Desbiens (r.) jubeln über das Tor zum 2:0 für Dornbirn. Foto: gepa

Dornbirn schickte Linz mit 4:0 nach Hause und verbesserte sich in Tabelle auf Platz 10.

dornbirn. (VN-ab) In souveräner Art und Weise beendeten die Bulldogs den Negativlauf in der Erste Bank Eishockey Liga gegen die Stahlstädter. Im zehnten Ligaduell gelang der erste Sieg: „Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich bei allen neun Niederlagen dabei war. Dieser Erfolg war längst überfällig“, sagte Jonathan D’Aversa nach dem 4:0-Erfolg über die Black Wings. Vor allem im ersten Drittel zeigten die Schützlinge von Dave MacQueen die bisher stärkste Saisonleistung. „Wir haben gut gespielt und verdient gewonnen. Wir müssen hart weiterarbeiten und am Boden bleiben“, warnte Geburtstagskind Martin Grabher-Meier vor übertriebener Euphorie. Mit dem Sieg überholten die Dornbirner Rekordmeister KAC in der Tabelle und liegen nun auf Platz zehn. Schon morgen gibt es die Möglichkeit auf weitere Punkte. Fehervar kommt um 17.30 Uhr ins Messestadion.

In Unterzahl überzeugt

Was die Hausherren im Startdrittel gegen die Black Wings ablieferten, erinnerte an die Leistungen aus dem letztjährigen Play-off. Aggressives Forechecking, Passgenauigkeit und dem Gegner stets den entscheidenden Schritt voraus. Qualitäten, die die Fans in der bisherigen Saison bei den Bulldogs so lange vermisst hatten. Die Führung durch Justin DiBenedetto in der vierten Minute war die logische Folge. Vier Minuten später, beim 2:0 in Überzahl, hatte erneut DiBenedetto seinen Schläger im Spiel. Seinen Schuss ließ Linz-Goalie Mike Ouzas zur Seite abprallen, von dort stocherte Andy Bohmbach die Scheibe ins Gehäuse. Die gut 3000 Fans sahen bis zum Drittel­ende weitere hochkarätige Möglichkeiten, doch Chris D’Alvise und Co. ließen gute Möglichkeiten aus.

Im zweiten Abschnitt änderte sich das Bild, denn die Oberösterreicher taten nun mehr für das Spiel. In der 25. Minute stand Linz-Torjäger Brian Lebler plötzlich alleine vor Nathan Lawson. Doch Dornbirns Schlussmann reagierte großartig und entschärfte den Schuss. In der 35. Minute hatte Lawson das Glück des Tüchtigen: die Stange rettete den Zwei-Tore Vorsprung. Dornbirn ließ sich von der Black-Wings-Sturmpower aber nicht beeindrucken, man merkte den Heimischen an, dass sie dieses Spiel nicht mehr aus der Hand geben wollten, was vor allem im Unterzahlspiel eindrucksvoll demonstriert wurde. Sieben Mal standen die Hausherren mit einem Mann weniger auf dem Eis, sieben Mal fiel kein Tor. Dafür trafen die Gastgeber: D’Alvise in der 55. Minute und Andy Bohmbach wenige Sekunden vor Schluss sorgten für einen verdienten 4:0-Endstand, und der starke Lawson konnte sich über das erste Shutout im Bulldogs-Tor freuen.

Wir müssen hart arbeiten und am Boden bleiben.

Martin Grabher-Meier