Eine schwere, aber machbare Hürde

Sport / 21.11.2014 • 22:22 Uhr / 6 Minuten Lesezeit
Das Durchsetzungsvermögen von Hard-Kreisläufer Kresimir Kozina ist gegen Balatonfüredi gefragt. Mit Akos Kis (kleines Bild bei seinem Auftritt mit Veszprem 2000 gegen Bregenz) haben die Ungarn einen richtigen Abräumer im Abwehrzentrum. Foto: stiplovsek
Das Durchsetzungsvermögen von Hard-Kreisläufer Kresimir Kozina ist gegen Balatonfüredi gefragt. Mit Akos Kis (kleines Bild bei seinem Auftritt mit Veszprem 2000 gegen Bregenz) haben die Ungarn einen richtigen Abräumer im Abwehrzentrum. Foto: stiplovsek

Alpla HC Hard ist heute im Europacup gegen die Hünen vom Plattensee voll gefordert.

Hard. Knapp drei Monate nach dem Qualifikationsturnier zur Champions League in der eigenen Halle, wo es eine 25:29-Niederlage gegen Porto bzw. ein 35:26-Schützenfest gegen Fasano (Ita) gab, wartet auf den Alpla HC Hard die Nagelprobe auf der internationalen Bühne. In der dritten Runde geht es gegen Balatonfüredi um den Einzug in die Gruppenphase des EHF-Cups. Vor dem ersten Duell gegen einen ungarischen Vertreter spricht man im Lager der Gastgeber von einer schweren, aber machbaren Hürde. Hard-Kotrainer Thomas Huemer: „Balatonfüredi ist eine Mischung aus arrivierten und erfahrenen Spielern und jungen Akteuren, die eine solide Ausbildung haben. Der Handballsport erfreut sich nicht zuletzt dank der Erfolge des Nationalteams oder von Veszprem und Szeged in der Champions League großer Beliebtheit. Natürlich wäre uns der eine oder andere Gegner bei der Auslosung lieber gewesen, doch der Sport ist kein Wunschkonzert, und nun müssen wir uns der Aufgabe mit breiter Brust stellen und uns so gut wie möglich verkaufen.“

Topakteure im Kader

Weiter ins Detail beim Ausblick auf den Gegner geht Coach Markus Burger. „Balatonfüredi nimmt nicht ohne Grund mit neun Siegen und zwei Niederlagen (27:31 bei Csurgoi und 23:30 zu Hause gegen Szeged) Rang drei in der Liga ein. Sie haben einen großen Kader, in dem mit Goalie Marton Szekely, Spielmacher Balasz Szöllösi, Flügelspieler Bence Zdolik und Bence Banhidi (Kreis) vier aktuelle Teamspieler stehen. Dazu kommt der Zweimeterhüne Akos Kis in der Defensive und Tamas Ivancsik, die zwar etwas in die Jahre gekommen sind, mit ihrer Routine und Klasse immer noch jeden Gegner zur Verzweiflung bringen können.“ Trotz der geballten Ladung an Spitzenleuten beim Gegner ist Burger davon überzeugt, dass sein Team nicht ohne Chance ist. Dass das Team vom Plattensee nicht unverwundbar ist, zeigte sich in der 2. Runde. Da musste sich Balatonfüredi gegen Dinamo Astrakhan zu Hause mit 21:23 geschlagen geben, fixierte dann aber mit dem 25:20-Erfolg in Russland den Aufstieg.

Vor dem 65. Europacupspiel in der Vereinsgeschichte und der persönlich elften EC-Partie als Hard-Trainer hat Burger bei den Vorbesprechungen mehrfach darauf hingewiesen, dass sich seine Jungs auf eine harte Gangart des Gegners gefasst machen müssen und sich nicht die Schneid abkaufen lassen dürfen. „Gäste-Coach Istvan Csoknyai ist ein Fuchs und wird sein Team richtig heiß machen. Doch wir müssen von der ersten Sekunde an mit aller Kraft dagegenhalten. Wir dürfen nicht in Ehrfurcht erstarren. Wir sind Außenseiter, aber nicht chanenlos. Wir müssen zu Hause ein Resultat erreichen, das im Rückspiel alle Möglichkeiten offen lässt. Was ich auf keinen Fall will, ist eine Kaffeefahrt in einer Woche an den Plattensee. Es geht um die Ehre des Vereins und um diese zu wahren, müssen wir die Schmerzgrenze ausblenden und einfach bereit sein, alles zu geben“, so Burger in seiner bekannt kämpferischen Art.

Handball Jet 2 Web Bregenz

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Handball

EHF-Cup der Männer 2014/15 Internet: www.eurohandball.com

3. Runde, Hinspiel

Alpla HC Hard – Balatonfüredi KSE (HUN) heute, 19 Uhr

Sporthalle am See, SR Laitinen/Korja (FIN)

Rückspiel

Balatonfüredi KSE (HUN) – Alpla HC Hard 29. 11., 16 Uhr

Balaton Szabadido es Konferencia Központ, SR Skruzny/Kavulic (CZE)

Kader Balatonfüredi Position Geb.-Dat. cm kg Tore/Sp.

1 Adam Borbely Tor 22. 6. 1995 197 122 0/ 7

12 Marton Szekely Tor 2. 1. 1990 194 92 0/11

16 Endre Komendant Tor 30. 1. 1992 212 112 0/ 4

3 Tibor Gerdan Rückraum Mitte 20. 3. 1992 194 90 1/10

4 Balazs Nemeth Rückraum Mitte 27. 12. 1993 185 85 8/10

5 Karoly Juhasz Kreis 2. 4. 1987 194 88 9/11

6 Matyas Györi Rückraum Mitte 2. 2. 1997 193 84 9/ 4

7 Bendeguz Boka Flügel links 2. 10. 1993 190 75 x

8 Akos Kis Rückraum 31. 12. 1975 200 110 0/ 8

9 Bence Banhidi Kreis 9. 2. 1996 195 96 27/10

10 Gabor Lelkes Rückraum rechts 17. 5. 1982 190 95 1/ 3

13 Koppany Törteli Rückraum Mitte 2. 10. 1994 190 88 0/ 0

14 Balazs Szöllösi Rückraum Mitte 24. 10. 1992 192 80 45/10

15 Uros Vilovski Kreis 25. 2. 1984 197 103 22/10

17 Adam Vasvari Rückraum 24. 4. 1994 200 100 0/ 3

19 Patrik Ligetvari Rückraum links 13. 2. 1996 201 90 8/10

20 Mate Gabori Flügel rechts 1. 10. 1987 185 85 18/11

21 Adam Bujtar Flügel rechts 5. 3. 1993 184 80 0/ 0

22 Rudolf Faluvegi Rückraum links 9. 1. 1994 193 96 22/11

29 Bence Zdolik Rückraum rechts 16. 5. 1992 198 90 59/11

33 Alekey Grigorev (RUS) Rückraum rechts 19. 2. 1983 196 103 28/11

39 Tamas Ivancsik Flügel rechts 3. 4. 1983 179 75 39/ 9

99 Peter Kovacsics Flügel links 13. 6. 1994 24/10

Trainer: Istvan Csoknyai (50)

Die weiteren Begegnungen Hinspiel/Rückspiel

Futebole Clube do Porto (POR) – Ademar Leon (ESP) 22. 11./29. 11.

Team Holestro (DEN) – Stiinta Municipal Bacau (ROM) 22. 11./29. 11.

RK Nexe (CRO) – HC Turda (ROM) 22. 11./29. 11.

Füchse Berlin (GER) – HBC Nantes (FRA) 23. 11./29. 11.

HC Volgograd (RUS) – Haslum HB (NOR) 23. 11./29. 11.

MT Melsungen (GER) – Tatran Persov (SVK) 22. 11./29. 11.

IFK Kristianstad (SWE) – HSV Hamburg (GER) 27:29/30. 11.

HCM Constanta (ROM) – Elverum HB (NOR) 22. 11./29. 11.

Tatabanya KC (HUN) – St. Petersburg HC (RUS) 23. 11./28. 11.

HK Toplocany (SVK) – Pfadi Winterthur (SUI) 22. 11./30. 11.

Eskilstuna Guif (SWE) – BM Saragosa (ESP) 22. 11./29. 11.

Sporting Clube de Portugal (POR) – BM Granollers (ESP) 23. 11./30. 11.

Permskie Medvedi (RUS) – RK Velenje (SLO) 23. 11./29. 11.

Skjern Handbold (DEN) – Oroshazi FKSE (HUN) 23. 11./30. 11.

HC Vojvodina (SRB) – SKA Minsk (BLR) 22. 11./29. 11.

Erklärung: Die Sieger der dritten Runde qualifizieren sich für die vier Vierer-Gruppen. Spieltermin der Hin- und Rückspiele ist zwischen dem 14. Februar und dem 22. März.