Vier sitzen in der Chefetage

Sport / 21.11.2014 • 22:14 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Brandnertaler Richard Schallert hat mit dem tschechischen Skiverband einen Vertrag bis 2018 ausgehandelt. Foto: gepa
Der Brandnertaler Richard Schallert hat mit dem tschechischen Skiverband einen Vertrag bis 2018 ausgehandelt. Foto: gepa

Mit Schuster und Schallert sind zwei Vorarlberger Trainer im Springerzirkus dabei.

klingenthal. Vier Österreicher werden als Chefs ihrer Teams auf dem Trainerturm stehen, wenn der Skisprung-Weltcup der Herren in Klingenthal heute (16 Uhr) in seine 36. Saison startet. Heinz Kuttin ist neu in diesem Kreis, Werner Schuster und Alexander Stöckl arbeiten seit mehreren Jahren für Deutschland bzw. Norwegen. Richard Schallert trainiert seit dem Frühjahr die tschechische Mannschaft.

Die vier Coaches kennen einander gut, im Sport sind sie freilich Rivalen. „Österreich wird weiterhin ein Team sein, das man schlagen muss“, betonte der neue ÖSV-Cheftrainer Kuttin. Dem 43-Jährigen ist eine enge Kooperation innerhalb des Nationalteams wichtig, das Materialthema hat er zur Chefsache erklärt.

Spaß ist die Motivation

Der 45-jährige Schuster ist seit 2008 für den DSV tätig und hat seinen Vertrag diese Woche bis 2019 verlängert. Mit dem Team-Olympiasieg in Sotschi hat der Kleinwalsertaler heuer einen Höhepunkt erlebt. „Spaß ist einer der effektivsten Motivatoren und letzte Saison hat’s am Ende sehr viel Spaß gemacht“, sagte Schuster im ServusTV. Im kommenden Winter soll einer seiner Athleten auch einen Einzeltitel schaffen. Severin Freund, Andreas Wellinger und Richard Freitag sind die Kandidaten. Der Norweger Anders Bardal war unter Stöckl bereits Weltmeister 2013 und Weltcup-Gesamtsieger 2011/12. Der 32-Jährige führt weiterhin das Weltcup-Aufgebot der Norsker an, junge Athleten wie Phillip Sjöen rückten nach. Stöckl (40) hat dem ÖSV im April abgesagt und seinen Vertrag mit den Norwegern bis 2018 verlängert

Schallert hat nach dem Olympia-Winter beim tschechischen Verband einen Vertrag bis 2018 unterschrieben. Der Brandner hat Routiniers wie Jakub Janda im Team, die er schon von seinem ersten Engagement von 2006 bis 2009 kennt. Aktuell am stärksten einzuschätzen ist Roman Koudelka.