Die Bulldogs knurren, der Punkt schmeckt bitter

Sport / 23.11.2014 • 22:51 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Dornbirn-Stürmer Jamie Arniel stellte sich bei Fehervar-Torhüter Josh Robinson mit zwei Toren vor. Foto: gepa
Dornbirn-Stürmer Jamie Arniel stellte sich bei Fehervar-Torhüter Josh Robinson mit zwei Toren vor. Foto: gepa

Dornbirn zeigte eine gute Leistung, verlor aber gegen Fehervar in der Verlängerung 3:4.

dornbirn. (VN-ab) Der Dornbirner EC musste auch das zweite Saisonduell mit Fehervar knapp verloren geben. Wie schon in Ungarn unterlagen die Bulldogs mit 3:4 – mit dem Unterschied, dass sich die Magyaren in der Messehalle erst in der Verlängerung durchsetzen konnten. „Ein Punkt ist besser als keiner. Trotzdem, heute wäre mehr drinnen gewesen“, meinte ein unzufriedener Alex Feichtner. Jamie Arniel, der zwei Mal für sein Team traf, knurrte ebenfalls – er wusste, woran es lag. „Wir hatten sieben Powerplay-Möglichkeiten und haben keine genützt. Das hat sich am Ende gerächt.“ Dornbirn bleibt damit auf dem zehnten Tabellenplatz. Die Heimspielserie wird am Freitag gegen Graz und am Sonntag gegen Innsbruck fortgesetzt.

Gute Chancen ausgelassen

Das erste Saisonduell zwischen Dornbirn und Fehervar war zugleich der Auftakt einer bitteren Serie für die Bulldogs. Denn in sechs weiteren Ligaspielen gab es nichts mehr zu holen, man manövrierte sich schnurstracks in den Tabellenkeller. Das war im Oktober. In diesem Monat zeigt die Leistungskurve der Bulldogs wieder nach oben: In drei der letzten vier Spiele schrieb das Team von Dave MacQueen immer an. Mit entsprechendem Selbstvertrauen starteten die Messestädter ins Match gegen Fehervar. Die Uhr zeigte noch die Anfangsminute an, schon hatte Martin Grabher-Meier nach Pass von Jamie Arniel die erste gute Möglichkeit. Doch die Gäste zeigten sich unbeeindruckt. In der vierten Minute sorgte Andras Bank für die 1:0-Führung der Gäste – sein Schuss sprang Torhüter Nathan Lawson unglücklich über den Schläger ins Tor. Die Gastgeber versuchten mit druckvollem Forechecking zum Erfolg zu kommen. Und es boten sich gute Chancen. Es war aber ein Konter, aus dem sich das 1:1 (17.) entwickelte: Guillaume Desbiens bediente Jamie Arniel ideal, der setzte sich im Alleingang gegen zwei ungarische Verteidiger durch und schob den Puck durch die Schoner von Josh Robinson ins Fehervar-Tor.

Die Hausherren legten im Mitteldrittel nach, erspielten sich etliche gute Chancen, erneut musste aber ein Energieanfall für die Ergebniskorrektur her. Chris D‘Alvise erkämpfte sich hinter dem Tor die Scheibe, bediente Sturmpartner Arniel ideal, der mit seinem zweiten Treffer auf 2:1 stellte.

Ungarn mit Doppelschlag

Und die Ungarn? Nützten im Schlussabschnitt die Fehler ihres Gegners kompromisslos aus. Mit einem Doppelschlag verwandelten die Gäste durch Michael Boivin (49.) und Andrew Sarauer (50.) innerhalb von 70 Sekunden den Rückstand in einen 3:2-Vorsprung. Der Führungstreffer gelang dem Tabellensechsten dabei in Unterzahl. Zdenek Blatnys Ausgleich vier Minuten vor Drittelende sorgte dafür, dass die Heimischen auch im vierten Spiel in Folge punkteten. Der 4:3-Siegtreffer durch Istvan Bartalis (61.) in Überzahl gelang in der Verlängerung dann jenem Team, das am Ende spritziger wirkte.

Wir haben den Sieg im letzten Drittel vermasselt.

Jamie arniel

Eishockey

Erste Bank Liga 2014/15

Gestern spielten 21. Runde

Dornbirner EC – Fehervar AV19 3:4 n. V. (1:1, 1:0, 1:2)

Messeeishalle, 2820, SR Kellner, K. Nikolic, Plattner, Schauer

Torfolge: 4. 0:1 Benk, 17. 1:1 Arniel, 31. 2:1Arniel, 50. 2:2 Boivin, 50. 2:3 Sarauer (4:5-Unterzahl), 56. 3:3 Blatny, 61. 3:4 Bartalis (5:4)

Strafminuten: 8 bzw. 14 plus 10 Bartalis

Dornbirner EC: Lawson; Sertich, Crawford, D’Aversa, Magnan, Lembacher, Jeitziner; Grabher-Meier, Arniel, D’Alvise, DiBenedetto, Blatny, Petrik, Desbiens, Feichtner, Bohmbach, Putnik, Achermann, Samardzic

Fehervar AV19: Robinson; Varga, Orban, Wehrs, Sziranyi, Boivin, Ejdepalm; Bartalis, Erdely, Benk, Marino, Sikorcin, Kovacs, Banham, Sarauer, LoVecchio, Vincze, Nemes, Kocsis

EHC BW Linz – Vienna Capitals 3:2 n. P. (1:1, 0:0, 1:1)

Keine-Sorgen-Arena, 4865, SR Berneker, Gebei, Hofstätter, Nagy

Torfolge: 8. 1:0 Kozek, 17. 1:1 Ferland (5:4), 45. 1:2 MacArthur, 56. 2:2 Lebler (5:4). Entscheidender Penalty: Ulmer

Strafminuten: 15 plus Spieldauer Franz bzw. 25

KAC – Villacher SV 1:2 n. V. (1:0, 0:0, 0:1)

Stadthalle, 5000, SR Smetana, Trilar, Hribar, Johnston

Torfolge: 7. 1:0 Siklenka, 53. 1:1 Krog, 61. 1:2 Santorelli

Strafminuten: 6 bzw. 6

HC Znojmo – EC Graz99ers 4:2 (0:1, 0:1, 4:0)

Znojmo, 2832, SR Kincses, Piragic, Nemeth, Rakovic

Torfolge: 11. 0:1 Marto, 24. 0:2 Verlic, 54. 1:2 Pucher, 56. 2:2 Tomas, 58. 3:2 Lattner, 60. 4:2 Rehus

Strafminuten:4 bzw. 6

EC RB Salzburg – Olimpija Ljubljana 6:0 (1:0, 3:0,2:0)

Eisarena, 1925, SR Hansen, M. Nikolic, Kaspar, Waldejer

Torfolge: 20. 1:0 Beach, 21. 2:0 Trattnig (5:4), 31. 3:0 Raffl (4:5), 39. 4:0 Hughes, 45. 5:0 Hughes, 53. 6:0 Walter (5:4)

Strafminuten: 14 bzw. 10

HC Innsbruck – HC Bozen-Südtirol 3:1 (0:0, 2:0, 1:1)

Olympia-Arena, 2300, Dremelj, Zrnic, Nothegger, Pardatscher

Torfolge: 24. 1:0 Ulmer (5:4), 33. 2:0 Olsson (5:4), 44. 2:1 Keller, 60. 3:1 Ulmer

Strafminuten: 19 bzw. 9

» Am Samstag spielten 20. Runde

HC Innsbruck – Olimpija Ljubljana 0:3 (0:1, 0:1, 0:1)

Olympia-Arena, 1800, SR Gebei, Hansen, Nagy, Waldejer

Torfolge: 7. 0:1 Hocevar, 30. 0:2 Pesut, 59. 0:3 Zanoski (empty net)

Strafminuten: 6 bzw. 8

Tabelle

1. Vienna Capitals 21 15 2 4 55:43 32

2. EC Red Bull Salzburg 20 15 1 4 85:44 31

3. Graz 99ers 20 13 2 5 65:47 28

4. HC Znojmo 20 13 0 7 84:58 26

5. Black Wings Linz 19 11 2 6 73:54 24

6. Fehervar AV19 20 11 1 8 69:69 23

7. Villacher SV 21 9 1 11 54:65 19

8. HC Innsbruck 21 8 2 11 54:66 18

9. HC Bozen-Südtirol 20 8 1 11 42:55 17

10. Dornbirner EC 21 7 2 12 45:76 16

11. KAC 19 6 3 10 43:60 15

12. Olimpija Ljubljana 20 5 1 14 35:67 11