Die Suche nach Lösungen

Sport / 23.11.2014 • 20:31 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Verhandlungen: Ecclestone und Lotus-Chef Lopez. Foto: reuters
Verhandlungen: Ecclestone und Lotus-Chef Lopez. Foto: reuters

Kleine Formel-1-Teams fordern neue Aufteilung der Anteile.

formel 1. In den Garagen wurde fieberhaft an der perfekten Einstellung für das letzte Rennen des Jahres geschraubt, hinter den Kulissen sollten die Weichen für die Zukunft gestellt werden: Beim Saisonfinale der Formel 1 in Abu Dhabi warf die Finanzkrise einen dunklen Schatten auf den Titelkampf.

„Alle Seiten haben verstanden, dass etwas passieren muss.“ So sprach Lotus-Boss Gerard Lopez nach einem der vielen Hinterzimmer-Meetings in der beeindruckenden Kulisse des Yas Marina Circuit. Zusammen mit Monisha Kaltenborn von Sauber und Vijay Mallya von Force India hatte Lopez das Gespräch mit Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone und Donald Mackenzie vom Rechteinhaber CVC gesucht – und endlich gefunden.

„Wir sehen die Formel 1 auf dem Weg in einen Wettbewerb des Geldes. Derzeit werden einige Anteile unfair an bestimmte Teams ausgeschüttet. Es ist bekannt, über welche Gesamtsumme der Ausschüttung wir sprechen: Es sind 900 Millionen Dollar“, sagte Lopez: „Wenn man diese Summe gerecht auf neun oder zehn Teams verteilen würde, dann hätte niemand Probleme. Die Höhe der Ausschüttung ist okay. Nicht okay ist der aktuelle Verteilungsschlüssel.“

„Wenn ich in einem Pokerspiel sitze und kann es mir nicht leisten, mit den anderen zu spielen, fliege ich raus und muss gehen“, hatte Ecclestone zuletzt geschimpft. In Abu Dhabi musste der 84-Jährige, wohl auch auf Druck von außen, ein bisschen zurückrudern. Es wird nach einem Konsens gesucht, der die kleineren Teams wettbewerbsfähig hält. Dabei geht es um Geld, aber auch um die Entwicklung der Formel 1 in der Zukunft.