Federer gewinnt erstmals Davis Cup

Sport / 23.11.2014 • 22:14 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das erfolgreiche Schweizer Team v.l.: Marco Chiudinelli, Roger Federer, Kapitän Severin Luethi, Stanislas Wawrinka und Michael Lammer. gepa
Das erfolgreiche Schweizer Team v.l.: Marco Chiudinelli, Roger Federer, Kapitän Severin Luethi, Stanislas Wawrinka und Michael Lammer. gepa

Schweizer Tennisteam feiert in Lille 3:1-Final­erfolg gegen Frankreich.

lille. Roger Federer hat mit 33 Jahren noch einen seiner größten Triumphe gefeiert: Der Superstar des Schweizer Davis-Cup-Teams holte in Lille vor der neuerlichen Rekordkulisse von 27.448 Zuschauern mit einem glatten 6:4, 6:2, 6:2-Erfolg über Richard Gasquet den dritten Punkt für die Schweiz gegen Gastgeber Frankreich. Die Eidgenossen sind damit erstmals überhaupt Davis-Cup-Sieger.

Dementsprechend groß war der Jubel des Schweizer Teams, das auf den Platz stürmte und sich in den Armen lag. Dieser Titel hatte dem 17-fachen Major-Sieger Federer noch gefehlt, nun ist Olympia-Einzel-Gold das letzte, große, ihm noch fehlende Ziel. Gemeinsam mit Stan Wawrinka hatte er 2008 in Peking Doppel-Gold geholt, doch auch die Leistung von Federer und Wawrinka beim Rekord-Davis-Cup in
Lille war Gold wert. Wawrinka hatte am Freitag die wichtige 1:0-Führung für die Eidgenossen hergestellt, während ein noch von seiner Rückenverletzung verunsicherter Federer gegen Gaël Monfils verlor.

Dank an seine Teamkollegen

Das Olympiasieger-Doppel Federer/Wawrinka stellte dagegen mit einer sehr guten Leistung die Weichen zum Premieren-Titel. Federer setzte mit einem starken Auftritt gegen den anstelle von Jo-Wilfried Tsonga aufgebotenen Gasquet den Schlusspunkt zum 3:1-Auswärts-Erfolg der Schweizer. Das letzte Einzel wurde nicht mehr ausgetragen. Federer wäre nicht
Federer, wenn er im Moment des Triumphs nicht seine Teamkollegen in den Vordergrund heben würde. „Ich bin wirklich glücklich für alle Burschen im Team“, sagte Federer. „Stan hat in den Jahren so viel Einsatz gezeigt und er hat unglaublich gespielt an diesem Wochenende. Das hat mir die Möglichkeit heute gegeben.“