Sebastian Vettel haut in den Süden ab

Sport / 24.11.2014 • 20:36 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Abschied von Red Bull fiel sportlich ins Wasser, die Ferrari-Zeitrechnung beginnt.

abu dhabi. Ein freundliches Wort zum Abschied war Sebastian Vettel kaum zu entlocken. Was er aus seiner letzten Saison für Red Bull denn noch zu Ferrari mitnehmen könne, wurde der entthronte Weltmeister in Abu Dhabi gefragt. „Aus diesem Jahr nichts“, sagte Vettel nach seinem enttäuschenden achten Platz schroff, „deshalb freue ich mich aufs nächste“. Ab jetzt zählt nur noch Ferrari, Vettels erklärter Traumjob in Maranello – nach dem Albtraum-Jahr 2014 wirkt das Abenteuer bei der Scuderia umso reizvoller für den 27-Jährigen. „Vielleicht werde ich im Dezember schon mal vorbeischauen, im Jänner fange ich an“, sagte der viermalige Champion, der in den vergangenen Tagen immer dann zu grinsen begann, wenn er über die neue Herausforderung sprach. Bei den Tests in Abu Dhabi darf Vettel noch nicht für die Italiener auf die Strecke gehen, Red Bull Racing hatte sein Veto eingelegt.

Doch Ferrari bereitet längst alles vor für die Ankunft des Hoffnungsträgers. Knapp 20 Jahre nach Michael Schumacher weckt Vettel schönste Erinnerungen bei der stolzen Marke: Ab 1996 hatte der Rekordweltmeister die Scuderia mit akribischer Arbeit zurück an die Spitze geführt – nichts Geringeres wird nun von Vettel erwartet.

Neue „Besen“ bei der Scuderia

Damit das gelingt und der erfolgreichste Rennstall der Formel-1-Geschichte nach 2007 endlich wieder einen Fahrer-Weltmeister stellt, bleibt in Maranello kaum ein Stein auf dem anderen. Unter dem seit Oktober amtierenden neuen Präsidenten Sergio Marchionne wurden 60 neue Techniker eingestellt, zudem steht der neue Teamchef Marco Mattiacci schon wieder vor dem Aus. Wie „Auto Bild Motorsport“ und „Sport Bild“ berichten wird der 43-Jährige in der kommenden Saison durch den bisherigen Marlboro-Manager Maurizio Arrivabene ersetzt – und sogar der Name Ross Brawn fällt immer häufiger im Zusammenhang mit der Scuderia Ferrari.