Den Abfahrern fehlte das Gefühl

Sport / 30.11.2014 • 22:01 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Stumpfer Schnee in Lake Louise: Hannes Reichelt. Foto: gepa
Stumpfer Schnee in Lake Louise: Hannes Reichelt. Foto: gepa

Hannes Reichelt beim Jansrud-Sieg in Lake Louise auf Rang neun.

lake Louise. Österreichs Abfahrer haben in ihrem Auftaktrennen in Lake Louise das nötige Gefühl vermissen lassen. „Einmal zu hart hinhalten in diesem stumpfen Schnee und du kriegst gleich ein paar Zehntel“, erklärte Hannes Reichelt, der als Neunter als einziger ÖSV-Mann in die Top Ten kam. „Die Platzierung schaut schlimm aus, aber der Zeitabstand ist nicht so groß“, beruhigte der Salzburger.

Reichelt fehlten 0,76 Sekunden auf Sieger Kjetil Jansrud, der damit seinen nach einem Achillessehnenriss pausierenden Landsmann Aksel Lund Svindal perfekt vertrat. „Der eine Norweger ist verletzt und der andere gleich eingesprungen“, lautete der treffende Kommentar von Reichelt, der auch einen Verdacht hatte, warum die Konkurrenten diesmal besser waren. „Vielleicht haben sie die Freundin mitgehabt und waren deswegen gefühlvoller unterwegs . . .“

Teamkollege Klaus Kröll nahm die Auftaktniederlage nicht weiter tragisch. „Ich habe im Mittelteil einen Fehler gemacht, der mich ziemlich viel Zeit gekostet hat, sonst wäre ich dabei gewesen. Der Schnee war extrem stumpf. Man hat sofort Zeit verloren, wenn man die Spur verlassen oder zu viel Druck gegeben hat“, erläuterte der Steirer nach Rang 13. Olympiasieger Matthias Mayer kam nach eben erst überstandener Verletzung auf Platz 15 und war „im Großen und Ganzen schon zufrieden. Die Trainer haben gemeint, dass ich ein bisschen zu hart gefahren bin“, berichtete der Kärntner. „Dieser Schnee ist ganz eigenartig zu fahren.“ Jansrud feierte in Lake Louise seinen ersten „Auswärtssieg“, hatte er doch seine bisherigen drei Weltcup-Erfolge allesamt in Kvitfjell eingefahren.