Shiffrin ist wieder oben auf der Welle

Sport / 12.01.2015 • 23:02 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Nach Siegen im Kühtai und in Zagreb geht Mikaela Shiffrin in Flachau auf den Hattrick los. Foto: ap
Nach Siegen im Kühtai und in Zagreb geht Mikaela Shiffrin in Flachau auf den Hattrick los. Foto: ap

ÖSV-Damen beim Nachtslalom in Flachau auf der Jagd nach der Amerikanerin.

flachau. Franz Klammer, Hermann Maier – die alpinen Skidamen geben sich dieser Tage nur mit dem Besten zufrieden. Nach dem Speed-Wochenende in Bad Kleinkirchheim auf der nach der Kärntner Skilegende benannten Piste, das aber wegen starken Windes ausfiel, legen Nicole Hosp und Co. heute beim Nachtslalom in Flachau auf der Strecke des vierfachen Gesamtweltcupsiegers aus Salzburg los.

Zweimal holte sich Marlies Schild die „Trophäe der Snow Space Princess“, je einmal ex aequo Maria Höfl-Riesch und Tanja Poutiainen sowie zuletzt zweimal Mikaela Shiffrin vor Frida Hansdotter. Die Österreicherinnen würden vor Heimpublikum natürlich gerne die Dominanz der 19-jährigen Amerikanerin brechen. „Jetzt ist sie wieder auf der Welle oben, das hat man in den letzten Rennen gesehen. Sie hat beim Material wieder etwas geändert, das trägt Früchte. Sie fährt wieder extrem lässig, was sie am Anfang der Saison nicht so getan hat, sie ist einfach wieder brandgefährlich“, muss aber auch Hosp anerkennen, die in Aspen gewonnen hat und zudem im Kühtai Siebente und in Levi Neunte war.

Die Umstellung nach Bad Kleinkirchheim auf die kurzen Latten sei kein Problem („Die Slalomski machen ja von Haus aus schon Kurven“) und das Training auf der Reiteralm sei super gewesen. „Die Coaches haben ein bissl arbeiten müssen, aber das ist gut gegen den Winterspeck“, meinte die Tirolerin.

Neuschnee bescherte auch dem Flachau eine perfekte Winterkulisse. Hosp, im Vorjahr Sechste, peilt ein Topresultat an. „Wie letztes Jahr, das wäre in Ordnung. Auf jeden Fall hoffe ich, dass der erste Lauf noch besser geht. Es ist ein lässiger Hang und von den Zuschauern her immer ein extrem lässiges Rennen. Es wäre schön, wenn ich am Podest stehen könnte.“

Rennen der letzten Chance

Lokalmatadorin Michaela Kirchgasser reiste ebenfalls mit einem guten Gefühl an. „Das Slalomtraining hat mir gezeigt, dass ich gut in Form bin. Und ich traue es mir zu, kann wirklich Stoff geben“, sagte die Salzburgerin, dir vor einem Jahr als Fünfte beste Österreicherin war.

Kathrin Zettel, in diesem Winter einmal Zweite und zweimal Dritte im Slalom-Weltcup, war in den vergangenen Tagen stark erkältet und will heute ein Training absolvieren. Es sollte mit dem Rennstart aber klappen.

Neben Hosp und Zettel ist auch Kirchgasser (einmal Fünfte, einmal Siebente) für den WM-Slalom fix, für andere geht es im letzten Bewerb vor den Welttitelkämpfen in Vail/Beaver Creek noch um die Qualifikation. Für Carmen Thalmann (einmal Siebente, einmal Zehnte), Bernadette Schild und Alexandra Daum (je einmal Zehnte) ist es das Rennen der letzten Chance. „Mein Ziel ist es, bei der WM dabei zu sein. Ich werde morgen alles dafür geben. Wenn ich meine Leistung abrufen und zeigen kann, dann passt das auch“, meinte Bernadette Schild.

Ich bin gut in Form, ich kann wirklich Stoff geben.

Michaela Kirchgasser

Ski alpin

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