„Lewis Hamilton fährt außerirdisch“

Sport / 05.05.2015 • 23:35 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Lewis Hamilton und Niki Lauda: die Chemie stimmt. Foto: gepa
Lewis Hamilton und Niki Lauda: die Chemie stimmt. Foto: gepa

Mercedes-Aufsichtsrat Niki Lauda lobt die Qualitäten seines Weltmeister.

wien. Mercedes will seinen Vorsprung ins zweite Viertel der Formel-1-WM mitnehmen. Der Europa-Auftakt in Barcelona gilt als richtungsweisend. Lewis Hamilton hat die Saison bisher fast nach Belieben dominiert. „Hamilton fährt außerirdisch“, lobte Mercedes-Teamaufsichtsrat Niki Lauda seinen Schützling im Gespräch mit der Austria Presse Agentur.

Seinen mit Jahresende auslaufenden Vertrag bei den Silberpfeilen hat Hamilton aber noch immer nicht verlängert. Lauda erwartet in den nächsten drei Wochen eine Einigung. „Es gibt kein Problem. Ich gehe davon aus, dass wir vor Monte Carlo etwas bekannt geben können – oder auch schon früher.“ Im Fürstentum steigt am 24. Mai der übernächste Grand Prix.

Auf der Strecke scheint Hamilton seine formell noch nicht besiegelte Zukunft nicht zu beeinflussen. Der Brite hat drei der ersten vier Saisonrennen gewonnen, in der WM führt er bereits 27 Punkte vor seinem Stallrivalen Nico Rosberg. „Er hat im Moment einen Lauf, in dem alles immer perfekt ist. So etwas gibt es“, erklärte Lauda. „Er macht keinen Fehler. Er kann im Moment Rundenzeiten herausholen, die kein anderer fahren kann.“

Im Vorjahr hatte Rosberg seinen Kollegen noch bis zum Finale gefordert. „Klar ist er frustriert, wenn er nicht vorbeikommt“, sagte Lauda über den Deutschen. „Aber Nico versucht, ihn zu erwischen.“

Barcelona ist richtungsweisend

Für den Spanien-GP lag der Fokus auf Updates im aerodynamischen Bereich. Lauda: „Barcelona ist einer der schwierigsten Kurse überhaupt. Wenn das Auto dort Probleme hat, kann man davon ausgehen, dass sich das auch in den nächsten drei, vier Rennen nicht ändert.“ Also bis zum Grand Prix von Österreich am 21. Juni.

Betreffen könnte das nicht nur McLaren-Honda, sondern auch Red Bull. Der frühere Serienweltmeister kam mit seinem strauchelnden Motorenpartner Renault bisher nicht über zwei sechste Plätze durch Daniel Ricciardo hinaus. Einen großen Sprung erwartet sich Lauda von keinem der beiden Teams. „Red Bull und McLaren sind in einer anderen Phase als wir“, erklärte der 66-Jährige. „Der eine muss den Motor entwickeln, der andere auch.“