„Unser Ziel ist jetzt ganz klar ein Platz in Europa“

Sport / 08.05.2015 • 18:42 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Benedikt Zech wird es morgen mit dem schnellen Philipp Schobesberger zu tun haben. Foto: stiplovsek
Benedikt Zech wird es morgen mit dem schnellen Philipp Schobesberger zu tun haben. Foto: stiplovsek

Der SCR Altach kämpft am Sonntag gegen Rapid Wien um den zweiten Tabellenrang.

Altach. Die Niederlage gegen Wolfsberg am vergangenen Wochenende ist Geschichte, der Blick ist im Lager der Altacher nach vorne gerichtet. „Wir haben das WAC-Spiel aufgearbeitet und hatten eine sehr positive Trainingswoche“, so Coach Damir Canadi, „durch das Unentschieden von Sturm und Rapid sind wir weiter voll im Rennen. Jetzt brauchen wir aber wieder einen Sieg.“

Gegner Rapid kommt als Tabellenzweiter und als bestes Frühjahrsteam der Bundesliga in die Cashpoint-Arena. „Rapid spielt einen sehr technischen und schnellen Fußball. Wir werden Schobesberger, Beric und Hofmann in den Griff kriegen müssen, unsere Defensivleistung entscheidet. Wir werden sicher eine besondere Leistung brauchen. Die Spieler brennen auf das Match, wir freuen uns alle extrem darauf“, erklärt Canadi.

Eine große Chance

Mit einem Sieg über Rapid könnte der SCR Altach einen großen Schritt Richtung internationales Geschäft machen. Wie angekündigt, definierte Canadi nun auch fünf Spieltage vor Meisterschaftsende das endgültige Ziel seines Teams für diese Saison: „Die wichtigsten Ziele haben wir schon erreicht. Das neue Ziel ist jetzt ganz klar ein Platz in den internationalen Bewerben. Ob das in der Champions League oder in der Europa League ist, wird sich in den nächsten Wochen und Spielen zeigen.“

Umso wichtiger ist es darum für die Rheindörfler, morgen gegen einen direkten Konkurrenten um den zweiten Rang voll zu punkten. Die Statistik spricht für die Hausherren. Die letzten neun Spiele vor heimischem Publikum haben die Altacher gewonnen, die Ländle-Kicker sind das heimstärkste Team der Liga. Zudem hat Rapid schon länger nicht mehr in der Cashpoint-Arena gewonnen. Der letzte Sieg der Grün-Weißen war am 9. August 2008. Doch die Statistik allein wird das Spiel für Andreas Lienhart und Co. nicht entscheiden. „Wir müssen wieder präsenter in den Zweikämpfen sein, voll fokussiert auf den Gegner und unser Ziel. Und das ist jetzt Europa“, erklärt der Innenverteidiger.

Kapitän kehrt bald zurück

Die Verletzung von Kapitän Philipp Netzer hat sich laut Canadi als doch nicht so schlimm herausgestellt: „So wie es im Moment ausschaut, ist es doch nur eine Entzündung, wahrscheinlich am Ischiasnerv. Es ist gut möglich, dass er in einer Woche oder in ein paar Tagen schon wieder trainieren kann. Ich möchte den Kapitän in den letzten Runden auf jeden Fall dabei haben.“ Ein großes Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Abwehrchef Cesar Ortiz. Der Spanier ist wieder im Training, ob er „matchfit“ ist, wird sich morgen Vormittag entscheiden. Sicher fehlen werden die gesperrten Ale­xander Pöllhuber und Patrick Seeger. Ivan Kovacec wird wohl nicht mehr im Kader aufscheinen. „Sportlich ist Kovacec kein Thema mehr. Er wird weiter in der Regionalliga bei den Amateuren spielen“, so Canadi.

Seinen Spiel-Stil wird Canadi auch gegen Rapid nicht verändern. „Der Fokus liegt immer auf uns selber, egal gegen wen wir spielen. Das morgige Match gegen Rapid hat sich sicher zu unserem „Spiel des Jahres“ entwickelt. Wir werden als starkes Kollektiv auftreten, wir wissen um unsere Heimstärke und die Unterstützung unserer Fans. Wir werden nicht abwarten, wir wollen gegen Rapid drei Punkte holen. Ich will, dass meine Jungs Spaß haben auf dem Platz. Wenn das der Fall ist, werden wir dieses wichtige Spiel auch für uns entscheiden.“

Wir wissen, dass es nur mit Siegen nach Europa gehen wird. Jetzt dürfen wir nicht schwächeln.

damir canadi