In neun Tagen durch neun Bundesländer

Sport / 20.05.2015 • 20:11 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Der finale Härtetest führt die Österreich Radrundfahrt nach Bregenz.

Wien. (VN-akp) Vom 4. bis 12. Juli findet die 67. Austragung der Österreich-Radrundfahrt statt. Höhepunkt aus Vorarlberger Sicht ist die Zielankunft des Tourtrosses am Finaltag in Bregenz, wo der Gesamtsieger gefeiert wird. Der neue Tour-Direktor Wolfgang Weiss präsentierte die gesamte Streckenführung in der Zentrale von Opel Austria in Wien. Das Etappenrennen, das erneut zur Hors-Kategorie (Schwierigkeitsgrad „sehr schwer“) im UCI-Kalender zählt, dauert nun neun, anstatt wie früher acht Tage, und führt über 1471,3 Kilometer und 19.053 Höhenmeter durch alle Bundesländer.

Die höchsten Berge warten

„Es wird eine der schwersten Rundfahrten der Geschichte“, verspricht Weiss. „Wir durchqueren die schönsten Landschaften Österreichs, vom Neusiedler See bis zum Bodensee. Zudem werden die höchsten Berge des Landes – vom Großglockner über das Kitzbüheler Horn bis zum Hahntennjoch – unter die Räder genommen.“

Der Startschuss für die 20 Mannschaften, darunter das Team Vorarlberg, erfolgt am 4. Juli in Wien. Erstmals beginnt die Ö-Tour mit einem 5,3 Kilometer langen Mannschaftszeitfahren auf der Ringstraße. Der Tour-Auftakt findet in Mörbisch statt und es folgen drei Etappen für die Sprinter und Rouleure, bevor es ins Hochgebirge geht. In diesem Jahr erwartet die Profis unter dem Motto „Kultur–Landschaft–Leidenschaft“ eine der schwersten Aufgaben in der Rundfahrtsgeschichte. Von Lienz führt die Königsetappe über den Iselsberg und Großglockner auf das Kitzbüheler Horn. 169 Kilometer und 3943 Höhenmeter sind zu absolvieren. Die vorletzte Etappe von Kitzbühel nach Innsbruck verläuft flach. Ein letzter Härtetest wartet am Finaltag, wenn die Profis von der Tiroler Landeshauptstadt nach Bregenz radeln. Es gilt, das bis zu 15 Prozent steile Hahntennjoch und den Hochtannbergpass bis zum großen Showdown vor der Festspielbühne zu bewältigen. Mit 185 Kilometern und 3431 Höhenmetern ist das nach der Königsetappe der Tagesabschnitt mit den meisten vertikalen Metern.

Fahrradstadt Bregenz

Bregenz ist in der Geschichte der Österreich-Rundfahrt zum dritten Mal Etappenort. Das Team mit Stadtmarketing-Geschäftsführer Christoph Thoma freut sich auf das sportliche Großereignis. „Die Strecke haben wir in Abstimmung mit der Tour-Organisation so gewählt, dass sie an markanten Stellen der Stadt vorbeiführt. Das Feld fährt über den Leutbühel und die Rathausstraße, vorbei am neuen Vorarlberg Museum zum Festspielhaus.“ Bürgermeister Markus Linhart blickt voller Vorfreude voraus: „Der wunderbare Platz der Wiener Symphoniker, direkt am Bodensee, ist ein würdiger Rahmen für die Zielankunft. Wir bauen auf gutes Wetter und ein einzigartiges Sporterlebnis. Das Rahmenprogramm soll das Rad in den Mittelpunkt rücken, denn Bregenz ist eine Fahrradstadt.“

Die Geschichte der Rundfahrt zeigt, dass das Etappenrennen ein internationales Sprungbrett für die Talente ist. Streckenchef Roland Pils kennt die Herausforderungen während der neun Renntage: „Der Gesamtsieger muss ein kompletter Rennfahrer sein, mit einer starken Mannschaft im Hintergrund. Das Finale nach Bregenz kann noch einen Umsturz im Klassement bringen.“

Das Finale nach Bregenz kann noch einen Umsturz im Klassement bringen.

Roland Pils