Altach will Geschichte schreiben

Sport / 22.05.2015 • 21:24 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Drei Erfolgsgaranten für eine starke Altacher Bundesligasaison: Cesar Ortiz (links), Hannes Aigner (hinten) und Philipp Netzer (rechts). Foto: gepa
Drei Erfolgsgaranten für eine starke Altacher Bundesligasaison: Cesar Ortiz (links), Hannes Aigner (hinten) und Philipp Netzer (rechts). Foto: gepa

Ein Heimsieg über Grödig am Sonntag (17.45 Uhr) wäre Grundstein für die Europa League.

Altach. Der Cashpoint SCR Altach steht vor dem größten Erfolg in der Vereinsgeschichte und könnte Historisches im Vorarlberger Fußball erreichen. Mit einem Heimsieg über den SV Grödig und einer gleichzeitigen Niederlage des Wolfsberger AC bei Red Bull Salzburg wäre Altach als erster Ländle-Klub bereits eine Runde vor Schluss fix in der Europa-League-Qualifikation. Die Altacher Kicker haben beim letzten Auftritt der Saison nochmals ein volles Stadion verdient.

Heimmacht prolongieren

„Wir freuen uns alle auf das Spiel gegen Grödig. Das 1:4 in Ried ist abgehakt. Für uns wäre es ein Traum, in Europa dabei zu sein. Ich denke, dass Salzburg zu Hause gegen den WAC gewinnen will“, sagt Altach-Erfolgscoach Damir Canadi und warnt zugleich vor zu großer Euphorie: „Wir haben jetzt den ersten Matchball, aber wir müssen aufpassen, denn Grödig hat viele schnelle Spieler.“

Mit dem Gegner möchte sich Canadi ansonsten nicht großartig beschäftigen. Viel mehr setzt er auf sein eigenes Team, das in dieser Saison seine Macht vor eigenem Publikum eindrucksvoll demonstriert hat – neun der jüngsten elf Partien in der Cashpoint Arena wurden gewonnen. „Die Unterstützung der Zuschauer war zuletzt super. Wir hoffen, dass sie uns auch morgen zum Sieg peitschen“, hofft der 45-jährige Wiener auf ein volles Haus. Grödig-Trainer Michael Baur kann der Partie relativ gelassen entgegenblicken – der Klassenerhalt wurde längst gesichert, jetzt winkt durch den Sturzflug der Austria sogar noch Endrang sieben. „Es ist sicher ein Ziel, Austria Wien noch abzufangen. Aber dafür brauchen wir in den letzten Spielen Top-Leistungen“, meint der Coach des Tabellenachten, dem zwei Punkte auf die „Veilchen“
fehlen.

Wer hütet das Altacher Tor?

Personell gibt es bei den Alt­achern noch ein Fragezeichen. Wer hütet gegen die Salzburger das Tor? Martin Kobras muss aufgrund einer Oberschenkelverletzung passen, und Andreas Lukse hat nach seiner Fingerverletzung zwar wieder trainiert, sein Einsatz ist aber noch fraglich. So könnte, wie schon in Ried, der 32-jährige Sebastian Brandner zu seinem zweiten Bundesliga-Einsatz kommen. Auch Marti Riverola und Daniel Luxbacher sind nicht einsatzfähig.

Dafür ist der Kapitän wieder an Bord. Philipp Netzer ist nach seiner Muskelverletzung wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen und steht gegen Grödig ante portas. „Ich habe keine Bedenken zu spielen. Die medizinische Abteilung hat mir grünes Licht gegeben, ich fühle mich körperlich fit.“ Ob Lukse und Netzer beim Spiel dabei sein werden, wird sich nach Absprache mit dem Trainer erst nach dem heutigen Abschlusstraining zeigen.

Ich habe keine Bedenken, gegen Grödig zu spielen.

philipp Netzer