Djokovic fehlt nur der Titel in Paris

Sport / 22.05.2015 • 22:05 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Im Training in Paris lancierte Tennis-Superstar Novak Djokovic erstmals die „Mickey-Plays-UT-T-Shirt“-Kollektion. Foto: Gepa
Im Training in Paris lancierte Tennis-Superstar Novak Djokovic erstmals die „Mickey-Plays-UT-T-Shirt“-Kollektion. Foto: Gepa

Das Tennis-Ass aus Serbien geht bei French Open auf „Karriere-Grand-Slam“ los.

PAris. Rafael Nadal ist in Roland Garros nach neun Triumphen schon eine lebende Legende, doch vor den morgen beginnenden French Open ist der nicht in Bestform befindliche Spanier diesmal nicht der Topfavorit. Der Mann der Stunde, der Mann des Jahres heißt Novak Djokovic. Der Australian-Open-Sieger kommt als fünffacher Turniersieger und mit einer 22:0-Erfolgsserie nach Paris.

Der Weltrangliste-Erste will endlich auch auf Sand sein erstes Major gewinnen. Der French-Open-Titel ist der einzige Grand-Slam-Titel, der ihm noch fehlt. Djokovic wäre erst der achte Spieler, dem der „Karriere-Grand-Slam“ gelingt: Nur Fred Perry (1935), Don Budge (1938), Rod Laver (1962, 1968), Roy Emerson (1964), Andre Agassi (1999), Roger Federer (2009) und Nadal (2010) haben dies vor ihm geschafft.

Die beste Saison des Lebens

„Diese Saison ist wahrscheinlich gemeinsam mit 2011 die beste meines Lebens“, meinte Djokovic in Rom nach seinem 53. Titel. Doch genau der Rückblick auf die Ereignisse vor vier Jahren sollte dem Serben auch eine Warnung sein. 2011 war Djokovic sogar mit einer 37:0-Bilanz und sieben Turniersiegen an die Seine gekommen – und verlor im 43. Match im Semifinale gegen Roger Federer. „Ich war mehrmals sehr nahe dran“, erinnert sich Djokovic auch an die Paris-Finale 2012 und 2014, als er jeweils gegen Nadal verloren hatte.

Nadal könnte ihm diesmal aber schon früher blühen, denn der Spanier ist auf Platz sieben im Ranking zurückgefallen und wird trotz seiner neun Titel beim größten Sandplatz-Turnier der Welt nicht besser gesetzt. Nicht verleugnen kann Nadal, dass er die schwächste Sandplatz-Saison seit 2004 hingelegt hat. Aber der Mallorquiner fährt mit einem 66:1-Polster nach Paris. Ein Umstand, der ihn trotz noch nicht erreichter Topform gefährlich machen kann. Das glaubt im Übrigen auch Roger Federer: „Man kann ihm die letzten zehn Jahre nicht wegnehmen“, erklärte Federer. „Es geht auf fünf Sätze, und wir wissen, wie stark Rafa physisch und mental ist. Für mich ist er immer noch der Favorit.“

Scharapowa ist in Form

Während bei den Herren die Nummer eins der Welt dennoch der Favorit ist, kann man das von Australian-Open-Champion Serena Williams nicht behaupten. Die Sandplatz-Saison der 33-jährigen US-Amerikanerin liest sich bescheiden: Halbfinal-Aus in Madrid gegen Petra Kvitova, und in Rom zur zweiten Runde wegen einer Verletzung am rechten Ellbogen nicht angetreten. Zwar hat Williams vor zwei Jahren ihren zweiten French-Open-Titel geholt, sie ist aber auch für negative Überraschungen an der Seine bekannt, wie das Auftakt-Aus 2012 und die Zweitrunden-Schlappe im Vorjahr zeigen.

Maria Scharapowa stand in den vergangenen drei Jahren in Roland Garros immer im Endspiel und holte nach 2012 auch im Vorjahr den Titel. Schärfste Kontrahentin könnte wieder Vorjahresfinalistin Simona Halep werden. Die Rumänin war 2014 ohne Satzverlust ins Endspiel gestürmt und verlor nach einem über dreistündigen Match knapp gegen die Russin.

Für mich ist immer noch Rafael Nadal der Favorit.

Roger Federer

Tennis

Auslosung für die Österreicher für die French Open in Paris

Herren, 1. Runde

Adrian Mannarino (FRA/30) – Jürgen Melzer (AUT)

Diego Schwartzman (ARG) – Andreas Haider-Maurer (AUT)

Dominic Thiem (AUT) – Aljaz Bedene (GBR)

Die komplette Auslosung unter: http://www.rolandgarros.com/en_FR/draws/index.html