Brändle mit Bestmarke

23.09.2015 • 20:38 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mit dem 16. Rang im WM-Einzelzeitfahren in Richmond machte Matthias Brändle einen weiteren Schritt in Richtung Weltspitze. Foto: gepa
Mit dem 16. Rang im WM-Einzelzeitfahren in Richmond machte Matthias Brändle einen weiteren Schritt in Richtung Weltspitze. Foto: gepa

Hohenemser Radprofi holt mit Rang 16 im Zeitfahren seine beste WM-Platzierung.

Richmond. (VN-akp) Matthias Brändle erreichte bei der Straßenrad-WM im amerikanischen Richmond im Einzelzeitfahren den 16. Rang. Damit verbuchte der 26-Jährige nach jeweils 38. Rängen in den Jahren 2014 in Ponferrada (Esp) und 2013 in Florenz (Ita) seine beste Platzierung beim Championat der Elite im Kampf gegen die Uhr.

Der Hohenemser hat sich damit weiter an die Weltspitze vorgearbeitet. Das Rennen hatte sich der Tour-de-France-Teilnehmer perfekt eingeteilt, auf einen Top-Ten-Rang fehlten ihm nur 29 Sekunden. Nach der ersten Zwischenzeit bei Kilometer 16 lag Brändle auf Rang 24., bei der zweiten Zwischenzeit konnte er sich um sechs Ränge auf Position 18 verbessern, bei der letzten Zwischenzeit lag der Ex-Stundenweltrekordhalter bereits auf dem 16. Platz und konnte diesen bis ins Ziel beibehalten.

Damit realisierte Brändle sein angestrebtes Ziel eines Top-20-Platzes. „Ich bin das Rennen eher ruhig angegangen, habe mich am Beginn zurückgenommen, denn in den letzten Jahren bin ich oft zu schnell gestartet. Diese Mal wollte ich zum Schluss noch aufdrehen. Das ist mir gelungen und ich freue mich, dass ich am Ende einer harten und kräfteraubenden Saison noch einmal aufzeigen konnte. Ich konnte weitere wertvolle Erfahrungen sammeln und werde 2016 beim Championat in Katar versuchen, mich zu verbessern und dieses WM-Resultat zu toppen“, blickte Brändle voraus.

Gold für einen Außenseiter

Der Kurs führte bei perfekten äußeren Bedingungen nach dem Start in Doswell über 53,5 km und 245 Höhenmeter nach Richmond. Den Weltmeistertitel sicherte sich in einem Sekundenkrimi Vasil Kiryienka in 1:02:29 Stunden mit einem Stundenmittel von 51,358 km/h. Der 34-jährige Weißrusse, der in Baku die ersten Europaspiele im Zeitfahren gewann, war in den letzten beiden Jahren jeweils Vierter beim UCI-Championat gewesen. Kiryienka verzeichnete neun Sekunden Vorsprung auf den unmittelbar hinter Brändle gestarteten Italiener Adriano Malori . Bronze eroberte überraschend Brändles Teamkollege bei IAM Cycling, Jerome Coppel aus Frankreich. Der deutsche Favorit Tony Martin musste sich mit dem für ihn enttäuschenden siebten Platz zufriedengeben. Martin, der von 2011 bis 2013 drei Mal in Serie triumphiert hatte, geht nach sechs Jahren in Folge auf dem WM-Podium dieses Mal leer aus. Brändles Rückstand auf Kiryienka betrug 1:59,88 Minuten.

Der zweite rot-weiß-rote Starter, Lukas Pöstlberger aus Oberösterreich, belegte den 48. Endrang (+4:18 Min.)

Ich bin froh darüber, den nächsten Schritt in Richtung absolute Spitze gesetzt zu haben.

Matthias Brändle