Schöbel gewinnt Rallye-Sichtung

23.09.2015 • 17:39 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Neues Talent am Rallye-Himmel? Der Höchster Marco Schöbel gewann die „Racing-Rookie“-Sichtung 2015. Foto: RACING ROOKIE
Neues Talent am Rallye-Himmel? Der Höchster Marco Schöbel gewann die „Racing-Rookie“-Sichtung 2015. Foto: RACING ROOKIE

Ein Höchster behauptete sich bei „Racing-Rookie“ unter fast 400 Bewerbern.

Ebreichsdorf. (VN-dg) Nachdem Rallye-Crack Kurt Adam den Helm an den Nagel hängen wird, könnte mit Marco Schöbel sein Nachfolger feststehen. Der Höchster gewann das „Racing-Rookie-2015“, seit zwölf Jahren die größte Motorsport-Talentsuche Österreichs. Durchgeführt wird sie von Ford-Austria, dem ÖAMTC und der Fachzeitschrift Auto Revue. Heuer hatten sich fast 400 Mädchen und Burschen zwischen 16 und 21 Jahren für die Sichtung beworben. Die besten aus den Vorbewerben schafften es ins Halbfinale, das Ende August am Wachauring in Melk über die Bühne ging. Auf einem Slalomparcours wurden aus den 20 Besten acht Piloten herausgesiebt, die in der nächsten Ausscheidungsrunde ihr Talent in einem Ford Fiesta ST auf der Rundstrecke beweisen mussten. Danach blieben nur mehr vier Talente über, die zum alles entscheidenden Superfinale auf der Pferderennbahn Magna Racino in Ebreichsdorf antreten durften.

Die besseren Nerven im Racino

Die vier Aspiranten mussten fünf Rallye-Sonderprüfungen absolvieren. Nur die zwei Schnellsten durften zum großen Showdown antreten. Hier traf Schöbel auf den Oberösterreicher Michael Lengauer. Der 20-jährige Vorarlberger bewies die besseren Nerven und sicherte sich mit einer beeindruckenden Leistung den Titel des „Racing-Rookie“. Der Trocknungstechniker darf sich nun über einen rennfertigen Ford Fiesta mit 134 PS inklusive Startpaket (vom Rennoverall bis zum Fahrertraining) als Hauptgewinn freuen. Im Gegenzug verpflichtet sich das Talent, bei mindestens drei heimischen Rallyes im gewonnenen Rennboliden in der „Austrian-Rallye-Challenge“ an den Start zu gehen.

Bei Schöbel, der im Vorjahr Dritter wurde und seit drei Jahren im Ländle bei Slalomveranstaltungen Erfahrungen sammelt, ist die Freude riesig: „Bislang hatte ich auf losem Untergrund praktisch noch keine Praxis sammeln können. Es hat mir irre gut gefallen, jetzt habe ich Blut geleckt. Ich möchte nicht nur die verpflichtenden Rallyes, sondern unbedingt die komplette Meisterschaft bestreiten. Ich freue mich sehr auf die Saison im nächsten Jahr.“ Der Kopilot steht auch fest: Der Wolfurter ÖAMTC-Instruktor Martin Tomasini wird für Schöbel den Aufschrieb und die Ansage machen. Tomasini, seit Jahren bei „Racing-Rookie“ involviert, lobt den neuen Sieger: „Marco war unter den Finalisten der herausragende Mann.“