Rückkehr in die Eliteliga

Sport / 24.09.2015 • 21:39 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Jan Grischenig (mit Ball) und die Blue Devils Hohenems steigen in die Austrian Football League auf. vn/Lerch
Jan Grischenig (mit Ball) und die Blue Devils Hohenems steigen in die Austrian Football League auf. vn/Lerch

Cineplexx Blue Devils Hohenems ab 2016 wieder in der Austrian Football League dabei.

Hohenems. (VN-jd) Die Austrian Football League (AFL) stellt sich breiter und auch internationaler auf. 2016 wird die höchste nationale Spielklasse im American Football von bislang fünf auf acht Teams aufgestockt. Zu den bisherigen Vertretern kommen aus der Division I die Cineplexx Blue Devils Hohen­ems und die Rangers Mödling sowie die Laibach Silverhawks als Quereinsteiger hinzu. Für die Blauen Teufel aus der Grafenstadt ist es eine Rückkehr, zählten sie doch zwischen 2000 und 2009 zehn Saisonen lang zum Fixbestand der höchsten Spielklasse des American Football Bunds Österreich (AFBÖ).

„Es war ein wirklich langer Weg mit vielen Verhandlungen. Von dieser Achterliga versprechen wir uns einiges und erwarten, dass sie länger als ein Jahr hält“, sagte AFBÖ-Präsident Michael Eschlböck. Der Verbandschef spielte damit auf die vergangenen Jahre an, als die AFL von 2010 an sukzessive von acht auf zuletzt über zwei Jahre auf nur fünf Teams verkleinert worden war. Die Mitwirkung an der obersten Liga ist für aufstiegsberechtigte Klubs und Interessenten aus dem Ausland nicht ohne weiteres realisierbar.

Es habe immer wieder beiderseitige Vorbehalte bezüglich der Kosten, organisatorischer Anforderungen und sportlicher Wettbewerbsfähigkeit gegeben, führte Eschlböck aus. Dem habe man vonseiten der Liga jedoch mit finanziellen Hilfestellungen, aber auch Anforderungen entgegengewirkt. „Wir haben jetzt eine Mischvariante gefunden, die einerseits unterstützend und auch hart bleibend ist.“

Der nun gefundene, von allen getragene Kompromiss sehe etwa eine Limitierung der Importspieler (US-College-Akteure, Profis) für die etablierten Topteams vor. Neu eingeführt wurde auch eine Wildcard-Runde zur Play-off-Qualifikation. Zudem soll es ab 2017 in allen Spielklassen einen verpflichtenden Auf- und Abstiegsmodus geben. Die AFL soll mittelfristig auf zehn Teams erweitert werden.

Einen neuen Impuls setzen

Blue-Devils-Manager Christoph Piringer bezeichnet den Wiedereinsteig in die AFL als große Herausforderung: „Wir haben uns die Sache gründlich überlegt. Nach vielen Jahren der Zweigleisigkeit mit der Teilnahme an der Division 1 und der Central European Football League (CEFL) wollten wird einfach einen neuen Impuls setzen. Natürlich sind wir uns bewusst, dass sowohl organisatorisch als auch finaziell ein wesentlicher Mehraufwand auf uns zukommt. Doch wir blicken den Aufgaben optimistisch entgegen.“

Personell wird weiter Tyler Harlow als Headcoach fungieren. Bezüglich Legionäre will man keine finanziellen Risiken eingehen. Primär will man die zahlreichen Eigenbauspieler an höhere Aufgaben heranführen.