0:3 – Bregenz schlittert in die Krise

Sport / 27.09.2015 • 18:51 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Bregenzer Akteure (rechts Marcel Riedeberger) hatten gegen Wacker einen schweren Stand. Fotos: steurer
Die Bregenzer Akteure (rechts Marcel Riedeberger) hatten gegen Wacker einen schweren Stand. Fotos: steurer

Enttäuschende Leistung der Kogler-Elf gegen die Amateure von Wacker Innsbruck.

Bregenz. Nach dem guten Saisonstart gerät SW Bregenz zusehends in eine kleine Krise. Das 2:7-Debakel in der Vorwoche auf der Birkenwiese hinterließ zusätzlich Spuren bei der Kogler-Elf, die auch gegen die Wacker Amateure aus Innsbruck nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzte. Die junge, agile Tiroler Truppe ging demzufolge auch verdient als Sieger vom Platz. Der Spielverlauf war typisch für die derzeitige Situation bei Christoph Fleisch und Co. – vorne die erste Chance durch Vinicius Maciel Gomes ausgelassen, im Gegenzug „klingelte“ es erstmals im eigenen Kasten. Dem Treffer von Wacker-Goalgetter Marco Hesina ging ein leichtfertiger Ballverlust der Bregenzer im Mittelfeld voraus. Für Bregenz-Trainer Hans Kogler war klar: „Dieser frühe Gegentreffer war natürlich extrem bitter für die Mannschaft und machte die Situation für uns noch schwieriger, als sie ohnehin schon ist.“

„Baustelle“ im Mittelfeld

Trotzdem hätten die Schwarz-Weißen aus ihren Torchancen vor der Halbzeit den Ausgleich machen können, ja müssen: Vor allem Timm Lingg ließ zweimal allein vor dem Tor (28./44.) jegliche Torjägerqualität vermissen. Dazu kam, dass ein Gästeverteidiger bei einem Kopfball von Fabio Zizi (24.) auf der Linie klärte und ein Riedeberger-Freistoß die Lattenoberkante streifte. „In dieser Phase hätten wir ein Tor erzielen müssen, dann wäre etwas gegangen“, so der enttäuschte Bregenzer Trainer weiter. Spätestens nach dem zweiten Gegentreffer durch Samuel Krismer (56.) war die Partie gelaufen.Die ohne Innenverteidiger Rifat Sen (Rotsperre) angetretenen Bodenseestädter konnten in Folge nicht mehr zusetzen. Ein Lattenschuss von Christoph Fleisch (64./Freistoß) blieb die einzige nennenswerte Aktion. Einige angeschlagene oder erkältete Spieler (Julian Rupp, Christoph Fleisch) waren sichtlich nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Spätestens in dieser Phase wurde die dünne Kaderdecke der Bregenzer offensichtlich. Dass Samuel Krismer in der Nachspielzeit sogar noch für das 0:3 aus Sicht der Hausherren sorgte, tat nichts mehr zur Sache. „Wir werden im Winter den Kader ergänzen müssen, daran führt kein Weg vorbei“, war sich auch SW-Obmann Werner Reichart nach dem Schlusspfiff sicher. Speziell das Mittelfeld erweist sich beim Aufsteiger als Baustelle, auch in Sachen Qualität besteht dahingehend Handlungsbedarf. Fakt ist: Bregenz befindet sich nach dem Aufstieg wieder unmittelbar im Abstiegskampf. Und dieser hat es in der Regionalliga durchaus in sich, wie die Kogler-Truppe vor zwei Jahren leidvoll erfahren musste.

Nachdenklich auf der Bank: Bregenz-Stürmer Julian Rupp.
Nachdenklich auf der Bank: Bregenz-Stürmer Julian Rupp.
Für das Team um SW-Trainer Hans Kogler setzte es die sechsteNiederlage in dieser Saison.
Für das Team um SW-Trainer Hans Kogler setzte es die sechste
Niederlage in dieser Saison.