Den Titel gibt es erst im Finale

Sport / 27.09.2015 • 21:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die erste DTM-Pole und weitere acht Punkte für Rang sechs gab es für Lucas Auer. Foto: Noger
Die erste DTM-Pole und weitere acht Punkte für Rang sechs gab es für Lucas Auer. Foto: Noger

Pascal Wehrlein hat ersten Matchball vergeben, Vorsprung dürfte aber ausreichen.

Nürburg. (VN-dg) Die Mercedes-Speerspitze Pascal Wehrlein holte sich bei der vorletzten DTM-Veranstaltung am Nürburgring die Ränge drei (Samstag) und fünf am Sonntag. Damit hat der erst 20-jährige Tabellenführer zwar seinen ersten kleinen Matchball im Kampf um die Meisterkrone nicht nutzen können, allerdings konnte er seinen Vorsprung vor dem großen Saisonfinale in Hockenheim in drei Wochen weiter ausbauen und liegt somit voll auf Titelkurs.

37 Punkte Vorsprung

Zwei Rennen vor Schluss und bei noch 50 zu vergebenden Punkten hat er nun fast uneinholbare 37 Zähler Vorsprung auf die beiden Audi-Piloten Edoardo Mortara (Zweiter am Samstag) und 38 Punkte auf Mattias Ekström, der am Samstag nur Zehnter wurde und beim Hauptrennen mit Platz elf komplett leer ausging. Rein rechnerisch gesehen hat auch noch Bruno Spengler (Dritter im Hauptrennen) mit 46 Punkten Rückstand noch eine klitzekleine Titelchance. Jamie Green ist hingegen aus dem Titelrennen raus. Schafft es Wehrlein in Hockenheim, wäre er der jüngste DTM-Champion aller Zeiten.

Das Rennen am Samstag gewann übrigens der Belgier Maxime Martin (BMW), am Sonntag schaffte Miguel Molina (Audi) in seinem 66. DTM-Rennen endlich seinen ersten Triumph. In beiden Rennen gab es aufgrund von Kollisionen längere Safety-Car-Phasen.

Auer-Pole und Scheider-Nuller

Licht und Schatten gab es für den Tiroler Lucas Auer und für den Wahl-Lochauer Timo Scheider. Berger-Neffe Auer schaffte für das Samstag-Rennen mit seinem Mercedes-Benz sensationell seine erste DTM-Trainingsbestzeit und startete erstmals von der Pole Position. Der Kufsteiner war dann aber nach dem Start in eine Rangelei verwickelt und fiel etwas zurück. Nach einem abwechslungsreichen Rennen fuhr er als feiner Sechster über die Ziellinie und sammelte wertvolle acht DTM-Zähler. Am Sonntag lief es nicht mehr so rund und Auer musste sich „nur“ mit Rang 19 begnügen.

Eine komplette „Nullnummer“ verzeichnete Timo Scheider. Der Lochauer hatte allerdings großes Pech: In beiden Rennen wurde er schuldlos in Kollisionen jeweils kurz nach dem Start verwickelt. Am Samstag musste er nach elf Runden mit beschädigtem Auto vorzeitig aufgeben, am Sonntag schob ihn Robert Wickens ins Kiesbett, wo der Audi-Werkspilot sich festgrub und deshalb aussteigen musste. Mit erst 16 erzielten Saisonpunkten liegt Scheider als 23. heuer nur auf dem vorletzten Tabellenrang.