Dornbirn lässt Federn

Sport / 27.09.2015 • 22:43 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Rückkehr nach Innsbruck hatte sich Dornbirn-Stürmer Matt Siddall – im Bild gegen Daniel Frischmann – anders vorgestellt. Foto: gepa
Die Rückkehr nach Innsbruck hatte sich Dornbirn-Stürmer Matt Siddall – im Bild gegen Daniel Frischmann – anders vorgestellt. Foto: gepa

2:3 der Bulldogs im Westderby in Innsbruck, dritte Niederlage in Serie.

Innsbruck. (VN-ab) „Wir haben den Anfang verschlafen und dann wird es schwer in Innsbruck“, kommentierte Martin Grabher Meier ernüchternd die dritte Niederlage seines Teams in Folge in der Erste-Bank-Eishockeymeisterschaft. Im Westderby spielten die Dornbirner nur mit, das Spiel machten die Haie. Bei der 2:3-Niederlage fielen beide Treffer der Gäste erste gegen Ende der Partie. Damit rutschten die Bulldogs in der Tabelle von Rang drei auf Platz sieben ab.

Spannung erst am Ende

Torreich gestalteten sich die bisherigen Duelle zwischen Dornbirn und Innsbruck. Im Schnitt fielen in dieser Begegnung mehr als sieben Goals. Doch im ersten Drittel warteten die 1600 Fans in der Innsbrucker Wasserkraftarena vergebens auf den Torreigen. Nur einmal ertönte in den ersten 20 Minuten die Torsirene. Patrick Mössmer traf in der achten Minute zum 1:0. Die momentane Abschlussschwäche der Messestädter zeigte sich kurz nach dem Führungstreffer der Hausherren: eine fünfminütige Überzahlsituation ließen die Gäste ungenützt verstreichen. Trotz zahlreicher Möglichkeiten brachten die Offensivkräfte rund um Chris D‘Alvise und Kollegen die Scheibe nicht an Innsbruck-Torhüter Andy Chiodo vorbei ins Gehäuse. Die Umstellung von Dave MacQueen, – Matt Siddall und Martin Grabher Meier wechselten die Sturmlinien –, zeigte keine Wirkung. Die Tore schossen nämlich die Tiroler. In der 23. Minute schlenzte Benni Schennach die Scheibe über die Schulter von Bulldogs-Keeper Florian Hardy ins Kreuzeck. 30 Sekunden vor Drittelende sorgte John Lammers mit einem satten Schuss für das 3:0.

Im Schlussabschnitt probierten die Dornbirner alles, aber der letzte, entscheidende Pass wollte den Gästen nicht gelingen. In der 53. Minute weckte Haie-Torhüter Chiodo doch noch die Geister der Dornbirner, nachdem ein haltbarer Schuss von Niki Petrik den Weg in die Maschen gefunden hatte.

Angetrieben vom Bulldogs-Kapitän warfen die Gäste alles nach vorne und 36 Sekunden vor Spiel­ende gelang Chris D’Alvise das 2:3. Doch dabei blieb es und das Überraschungsteam der ersten drei Runden musste weiter Federn lassen.

D’Aversa verletzte sich

Das Wollen kann man den Dornbirner Cracks nicht absprechen. Jamie Arniel, der bei der 1:4-Niederlage am Freitag in Bozen von Matthew Pope einen bösen Check gegen den Kopf einstecken musste, lief trotz zwischenzeitlichem Krankenhausaufenthalt mit einem Gesichtsschutz in der Olympia-Arena ein. Ein Ausfall droht aber in der Verteidigung: Jonathan D’Aversa stand in Innsbruck seiner Mannschaft im zweiten Drittel nicht mehr zur Verfügung.

Wir wurden am falschen Fuß erwischt und sind dem Spiel hinterher gelaufen.

Olivier Magnan