Wichtigen Heimsieg erarbeitet

Sport / 27.09.2015 • 21:48 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Altachs Spieler setzten vor dem Anpfiff ein Zeichen – und waren dann vor allem nach der Pause gegen Grödig auf dem Feld hellwach. Fotos: gepa/apa
Altachs Spieler setzten vor dem Anpfiff ein Zeichen – und waren dann vor allem nach der Pause gegen Grödig auf dem Feld hellwach. Fotos: gepa/apa

Ngwat-Mahop Goldtorschütze beim 1:0 über Grödig. Altach verpasste höheren Erfolg.

Altach. Es war schwer, es war richtig harte Arbeit, am Ende aber bejubelte die Cashpoint-Mannschaft den dritten Heimsieg in dieser Saison. „Zu Null“, wie Trainer Damir Canadi nach dem Schlusspfiff stolz betonte – und mit einer Vielzahl an Tormöglichkeiten nach dem Führungstreffer von Louis-Clement Ngwat-Mahop (53.). „Vor allem die Art und Weise, wie sie herausgespielt wurden, ist für mich wichtig.“ Die Szenen gaben dem SCRA-Coach durchaus Recht, denn mit der Einwechslung von Ismael Tajouri zur Pause sowie der Systemumstellung – von 4-2-3-1 auf 4-4-2 – mit der Hereinnahme von Boris Prokopic war das Spiel der Hausherren von größerer individueller Klasse und höherer Unberechenbarkeit geprägt.

Prokopic war es, der den Siegtreffer einleitete und mit einem weiten Abschlag einen schnellen Konter über Ngwat-Mahop einleitete (68.), Tajouri legte wenig später ideal auf Kapitän Philipp Netzer zurück (72.). Ein weiteres Tor aber blieb den Altachern verwehrt, weil auch der in der Schlussphase eingewechselte Patrick Seeger in der Nachspielzeit allein am überragenden Rene Swete – er feierte sein Debüt im Tor der Grödiger – scheiterte (92.).

Direktspiel beim Siegtreffer

So war es am Ende, in der körperbetont geführten Partie zwischen zwei Teams, die lange Zeit auf Augenhöhe agierten und sich dank konsequenter Defensivarbeit teilweise neutralisierten, ein echter Arbeitssieg. „Es war für uns nach dem Ried-Spiel ganz wichtig, die richtige Einstellung zu finden und die Zweikämpfe anzunehmen“, urteilte Netzer. Zu Null zu spielen ist für den 29-Jährigen eine wichtige Basis für ein erfolgreiches Altach. „Da kann dann halt auch einmal ein Tor zum Sieg reichen.“ Für ihn und auch für Goldtorschütze Ngwat-Mahop (28) war klar, dass man aufgrund der späteren Chancen „normalerweise ein Tor machen“ kann.

So aber reichte ein Treffer, um die „wichtigen drei Punkte“ (Tajouri) einzufahren. Gerade einmal etwas mehr als 60 Sekunden war Prokopic im Spiel, als der Slowake gleich zwei Grödiger „austanzte“ – und dann ging alles schnell. Nach Direktspiel über Harrer und Hofbauer kam der Ball zu Ngwat-Mahop und der Kameruner erzielte seinen zweiten Saisontreffer.

Zu den Gewinnern durfte sich auch Tajouri zählen. „Ein richtig gutes Gefühl“, sagte der 21-Jährige nach seinem Pflichtspiel-Comeback in der Cashpoint-Arena. Damit stand Tajouri erstmals seit dem 28. März 2014 (0:1 gegen Horn) im Erste-Liga-Meisterjahr gemeinsam mit Martin Harrer (23) zeitgleich auf dem Platz in einem Heimspiel der Altacher.

Wir haben gewusst, dass es ein Geduldspiel wird, und wir auf unsere Chance warten müssen.

Philipp Netzer
Martin Harrer (rechts) im harten Duell mit Grödigs Lucas Venuto.
Martin Harrer (rechts) im harten Duell mit Grödigs Lucas Venuto.
Altachs Dominik Hofbauer (r.), attackiert von Fabio Strauss. Fotos: gepa/2
Altachs Dominik Hofbauer (r.), attackiert von Fabio Strauss. Fotos: gepa/2