Ladurner der „Herr der Berge“

Sport / 28.09.2015 • 18:54 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Weltmeister Daniel Ladurner (Vordergrund) entschied beim Weltcup in Gaal den Downhill- und den Crossbewerb für sich. Foto: Privat
Weltmeister Daniel Ladurner (Vordergrund) entschied beim Weltcup in Gaal den Downhill- und den Crossbewerb für sich. Foto: Privat

Daniel Ladurner mit Doppelpack beim In­line-Downhill-Weltcup in der Steiermark.

Gaal. Ende Juni raste Inline-Downhiller Daniel Ladurner in Cisterna d’Asti (Region Piemont) zu seinem achten Weltmeistertitel und hat damit seine Medaillensammlung bei Weltitelkämpfen auf 14 Stück (8/4/2) ausgebaut. Obwohl der am 27. November 32 Jahre alt werdende Satteinser seit damals kein Rennen mehr bestritten hat, stellte er beim letzten Rennen des IIDA-Weltcups in Europa im steirischen Gaal noch einmal seine Extraklasse eindrucksvoll unter Beweis.

Erster Triumph als Vater

Auf der durch die zahlreichen Serpentinen technisch anspruchsvollen 1,8 Kilometer langen Strecke mit einem Gefälle von 9,6 Prozent, auf der Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 95 km/h erreicht wurden, fand der regierende IIDA-Champion zwei Mal die Ideallinie und blieb als einziger Fahrer unter der Zwei-Minuten-Marke. Nach den 1:58:22 Minuten im ersten Durchgang kürte sich Ladurner mit der Tagesbestmarke von 1:56:15 Minuten in überlegener Manier zum „Lord of the Hills“. „Das ist natürlich ein perfekter Saisonabschluss für mich. Ich bin im Sommer Papa geworden und habe deshalb heuer nur an diesem Weltcup teilgenommen“, betonte Ladurner zufrieden.

Auf Rang zwei folgte mit 4:11 Sekunden Rückstand Teamkollege Christian Lins aus Übersaxen. Alex Spiegel (Feldkirch), Werner Ladurner (Göfis) und Armand Spiegel (Feldkirch) belegten die Ränge sieben, zehn und 14. Im Rahmen des Bewerbs wurden die Österreichische und Vorarlberger Meisterschaft ausgetragen, welche jeweils Ladurner vor Lins und Spiegel für sich entschied.

Beim anschließenden Inline-Crossbewerb der Top-Acht-Fahrer des Downhillbewerbs, bei dem jeweils zwei Fahrer im direkten Vergleich im K.-o.-Modus gegeneinander antreten, schlug Daniel Ladurner abermals zu. Nach Siegen über Udo Nörl (Ger), Teamkollege Alex Spiegel und den Deutschen Theo Frommelt sicherte sich Ladurner mit einem Finaltriumph über 2014-Weltmeister Angelo Vecchi aus Italien seinen zweiten Siegerpokal in Gaal.

Kommende Saison steht die Titelverteidigung bei der WM wieder im Vordergrund. Daneben ist ein Start bei der „Beton on Fire“-Rennserie geplant. „Eventuell geht dieser Bewerb in der Olympiabobbahn von Sotschi über die Bühne“, blickte der Athlet des Teams Inline Skater Oberland Feldkirch voraus.