Ein Rekord für die Ewigkeit

Sport / 30.09.2015 • 19:24 Uhr / 6 Minuten Lesezeit
Sabine Reiner nach ihrem Rekordlauf am 2. Oktober 2011 beim Sparkasse-Marathon.  Foto: VN/STiplovsek
Sabine Reiner nach ihrem Rekordlauf am 2. Oktober 2011 beim Sparkasse-Marathon. Foto: VN/STiplovsek

Josef Albert Steurer lief vor 18 Jahren in Berlin zum Marathon-Landesrekord.

Bregenz. (VN-akp) Seit exakt 6577 Tagen hält Josef Albert Steurer den Vorarlberger Rekord über die Marathon­distanz, und wie es aussieht, wird die Bestmarke noch einige Zeit bestehen. In 2:20:59 Stunden überquerte der damals 39-Jährige am 28. September 1997 die Ziellinie in Berlin. Neben dem Landesrekord erreichte er in Berlin den 33. Gesamtrang und Platz drei in der Klasse M 35 und lief an diesem Tag die zweitbeste Zeit in der ÖLV-Bestenliste des Jahres. „Ich habe mich viel mit der Technik beschäftigt, denn mein Ziel war es immer, so ökonomisch wie möglich zu laufen. Ich wollte wenig Energie verbrauchen, blieb immer im Windschatten, lief in einer Gruppe oder suchte den kürzesten Weg“, blickt der Krumbacher zurück. „Je länger der Rekord hält, umso mehr bedeutet er mir. Aus Spaß am schnellen Laufen habe ich das damals geschafft“, meint der Marathon-Rekordmann aus dem Bregenzerwald.

In seiner Karriere verzeichnete der heute 57-Jährige sechs Mal Zeiten unter 2:28:14 Stunden und sorgte damit aus Vorarlberger Sicht für die acht schnellsten je gelaufenen Marathonzeiten. Triathlet Hubert Forster gelang am 16. April 1989 in Wien mit 2:28:25 Stunden ebenfalls eine Spitzenzeit. Der aktuell schnellste Marathonläufer aus dem Ländle ist der 28-jährige Thomas Summer. Der Athlet der SG Götzis lief am 4. Mai 2014 in Hamburg 2:29:12 Stunden. Peter Streitberger blieb am 15. Mai 1983 in 2:29:53 in Frankfurt ebenfalls unter der Marke von 2:30 Stunden.

VLV-Rekordjagd fällt 2015 aus

Bei den Frauen wurde Silvia Nußbaumer nach 18 Jahren oder 6775 Tagen als Rekordhalterin am 2. Oktober 2011 von Sabine Reiner abgelöst. Die Dornbirnerin erzielte bei ihrem ersten Antreten über 42,195 km beim Sparkasse Marathon 2011 mit 2:43:09 Stunden eine neue VLV-Bestmarke. Am nächsten kam ihr Sandra Urach bei der letzten Auflage des Sparkasse Marathons 2014. Die Andelsbucherin lief bei ihrer Marathon-Premiere am 5. Oktober 2:50:38 Stunden. Acht Mal unter der Drei-Stunden-Marke blieb die heute 57-jährige Nußbaumer, fünf Mal gelang dies Petra Summer.

2015 bleibt die Vorarlberger Rekordjagd zumindest beim Sparkasse-3-Länder-Marathon aus. Während Urach an einer Verletzung laboriert, bereitet sich Reiner auf den Frankfurt Marathon am 25. Oktober vor. Dort will die 34-Jährige bei ihrer zweiten Marathon-Teilnahme ihre eigene VLV-Bestmarke verbessern. „Auf 42,195 Kilometern kann viel passieren und ich glaube, dass der erste Marathon der leichteste ist, weil man ohne Erwartungen startet“, sagte Reiner.

Am kommenden Sonntag will Reiner in Bregenz am Halbmarathon teilnehmen. Auch über diese Distanz hält sie seit dem 18. September 2011 in 1:16:21 Stunden den Landesrekord. „Da ich in der Vorbereitung auf Frankfurt bin, wird es sicher keine Jagd auf eine Bestzeit geben. Außerdem bin ich leicht verkühlt und entscheide erst kurzfristig, ob ich an den Start gehen werde.“

Über viele Jahre dominierte der heute 57-jährige Josef Albert Steurer die regionale Marathonszene. Seine Bestmarke von 2:20:59 Stunden, gelaufen 1997 in Berlin, ist bis dato in den Rekordbüchern des Vorarlberger Leichtathletikverbandes verankert.  Foto:akp
Über viele Jahre dominierte der heute 57-jährige Josef Albert Steurer die regionale Marathonszene. Seine Bestmarke von 2:20:59 Stunden, gelaufen 1997 in Berlin, ist bis dato in den Rekordbüchern des Vorarlberger Leichtathletikverbandes verankert. Foto:akp

Die Vorarlberger Bestmarken im Marathon und Halbmarathon

Quelle: Vorarlberger Leichtathletikverband

» Marathon

Klasse Name Wann Wo Zeit

Frauen: Sabine Reiner 2. Oktober 2011 Bregenz 2:43:09

Männer: Josef Albert Steurer 28. September 1997 Berlin 2:20:59

Unter 23/m: Oliver Juriatti 3. Oktober 1981 Lustenau 2:54:11

Unter 20/m: Oliver Juriatti 3. Oktober 1981 Lustenau 2:54:11

Unter 18/m: Oliver Juriatti 4. Oktober 1980 Brixlegg 2:58:10

Masters/w: Silvia Nußbaumer 12. März 1993 Kandel (GER) 2:51:10

Masters/m: Josef Albert Steurer 28. September 1997 Berlin 2:20:59

» Halbmarathon

Frauen: Sabine Reiner 18. September 2011 Krems 1:16:21

Unter 20/w: Andrea König 4. April 1993 Lindau 1:38:41

Unter 18/w: Andrea König 4. April 1993 Lindau 1:38:41

Männer: Florian Heinzle 17. 4. 2005 Bludenz 1:07:35

Unter 23/m: Bruno Stadelmann 5. Oktober 1997 Hall 1:12:12

Unter 20/m: Bruno Stadelmann 5. Oktober 1997 Hall 1:12:12

Unter 18/m: Bruno Stadelmann 8. Oktober 1995 Hall 1:17:01

Masters/w: Josef Albert Steurer 9. November 1997 Tenero (SUI) 1:09:12

Masters/m: Sandra Urach 16. September 2012 Krems 1:18:37

Leichtathletik

Vorarlberger Top 20 im Marathon

» Frauen Wann Wo Zeit

1. Sabine Reiner 2. Oktober 2011 Bregenz 2:43:12 Std.

2. Sandra Urach 5. Oktober 2014 Bregenz 2:50:33

3. Silvia Nußbaumer 12. März 1993 Kandeln (GER) 2:52:10

4. Silvia Nußbaumer 13. März 1990 Wien 2:52:51

5. Silvia Nußbaumer 5. April 1992 Rotterdam (NED) 2:53:44

6. Petra Summer 3. Oktober 2004 Bregenz 2:53:56

7. Silvia Nußbaumer 10. März 1996 Kandeln (GER) 2:55:36

8. Silvia Nußbaumer 10. April 1994 Wien 2:56:41

9. Silvia Nußbaumer 23. April 1995 Wien 2:56:52

10. Petra Summer 25. Mai 1997 Wien 2:57:05

11. Silvia Nußbaumer 29. September 1996 Salzburg 2:57:17

12. Silvia Nußbaumer 23. April 1989 München (GER) 2:57:18

13. Petra Summer 2. Oktober 2005 Bregenz 2:57:32

14. Petra Summer 29. September 1996 Salzburg 2:58:05

15. Petra Summer 2. Oktober 2011 Bregenz 2:58:16

16. Petra Summer 26. Mai 2002 Wien 2:58:48

17. Petra Summer 7. Oktober 2007 Bregenz 2:59:22

18. Silvia Nußbaumer 10. November 1991 Tenero (SUI) 3:00:09

19. Petra Summer 12. Oktober 1997 Graz 3:00:39

20. Silvia Nußbaummer 5. Mai 1991 München (GER) 3:01:30

» Männer Wann Wo Zeit

1. Josef Albert Steurer 28. September 1997 Berlin (GER) 2:20:59 Std.

2. Josef Albert Steurer 29. September 1996 Berlin (GER) 2:23:28

3. Josef Albert Steurer 26. September 1999 Berlin (GER) 2:24:37

4. Josef Albert Steurer 20. September 1998 Berlin (GER) 2:25:58

5. Josef Albert Steurer 14. April 2002 Linz 2:26:35

6. Josef Albert Steurer 11. Mai 2003 Mainz (GER) 2:26:43

7. Josef Albert Steurer 21. Mai 2000 Wien 2:27:52

8. Josef Albert Steurer 26. Mai 1996 Wien 2:28:14

9. Hubert Forster 16. April 1989 Wien 2:28:25

10. Thomas Summer 4. Mai 2014 Hamburg (GER) 2:29:12

11. Peter Streitberger 15. Mai 1983 Frankfurt (GER) 2:29:53

12. Josef Albert Steurer 29. September 1991 Berlin (GER) 2:30:00

13. Thomas Summer 26. Oktober 2014 Frankfurt 2:30:42

14. Thomas Summer 17. April 2011 Wien 2:31:05

15. Josef Albert Steurer 27. Mai 2001 Wien 2:31:15

16. Friedrich Jäger 23. April 1978 Schaffhausen (SUI) 2:32:05

17. Günter Ernst 9. April 2006 Paris (FRA) 2:32:14

18. Heinz Hebding 15. Mai 1983 Frankfurt (GER) 2:32:24

19. Martin Dobler 14. April 1997 Wien 2:32:30

20. Elmar Hopfner 8. Mai 1988 München (GER) 2:32:57