Rapid ist in Minsk erneut auf Punktezuwachs aus

Sport / 30.09.2015 • 22:17 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Letzte Interviews vor der Abreise nach Weißrussland: Rapid-Trainer Zoran Barisic steht Rede und Antwort. Foto: gepa
Letzte Interviews vor der Abreise nach Weißrussland: Rapid-Trainer Zoran Barisic steht Rede und Antwort. Foto: gepa

Österreichs Rekordmeister greift heute nach dem zweiten Sieg im EL-Gruppenspiel in Minsk.

Minsk. Mit Rechenspielen kann Trainer Zoran Barisic aber wenig anfangen. „Über einen möglichen Aufstieg will ich nicht reden, das ist alles noch viel zu weit weg. Wir sind weiterhin ein gefährlicher Außenseiter“, betonte der Wiener. Während Rapid zum Auftakt ein überraschendes 2:1 gegen den haushohen Gruppenfavoriten Villarreal gelang, startete Dinamo Minsk mit einem 0:2 bei Viktoria Pilsen in den Bewerb. Dennoch warnte Barisic davor, seine Mannschaft gegen den weißrussischen Vizemeister und derzeitigen Tabellenzweiten als klaren Favoriten zu sehen.

Hochkonzentrierte Leistung

„Wir werden alles dafür geben, um zu gewinnen. Aber wir wissen auch, dass wir gegen einen gut organisierten Gegner spielen, der vorne immer gefährlich werden kann“, sagte der Coach. Beim Aufstieg gegen Red Bull Salzburg im Europa-League-Play-off setzte Dinamo Minsk auf eine Mauer-Taktik.

Diesmal dürften die Weißrussen mehr riskieren, vermutete Barisic. „Ich rechne damit, dass sie speziell in der Anfangsphase probieren werden, nach vorne zu spielen.“ Damit Rapid dennoch mit einem Sieg die Heimreise antreten kann, bedürfe es einer hochkonzentrierten Leistung. „Wir wollen das Spiel kontrollieren und dominieren, müssen aber bei Standard-Situationen höllisch aufpassen und dürfen Minsk keine Räume geben“, warnte Barisic und ergänzte: „Es wäre wichtig, dass wir schnell in Führung gehen.“

Gespielt wird in Borisow

Der Rapid-Tross schlug in Minsk Quartier auf und reist zum Abschlusstraining und Spiel per Bus ins rund eine Autostunde entfernte Borisow. In der dortigen Arena ging am Dienstag die Champions-League-Partie zwischen Borisow und Roma über die Bühne, was bei Barisic nicht gerade für Hochstimmung sorgte. Sollte nämlich die Spielfläche ramponiert sein, würde dies eher Minsk als Rapid helfen. „So etwas kommt der Mannschaft entgegen, die meistens verteidigt. Wir werden aber erst sehen, in welcher Verfassung der Rasen wirklich ist“, erklärte Barisic.

Sein Klub ist zwar in dieser EC-Saison auswärts ungeschlagen, wartet aber schon seit sieben Partien auf einen Auswärtssieg in der Europa-League-Gruppenphase. Zuletzt gelang dieses Kunststück im Oktober 2010 beim 2:0 gegen ZSKA Sofia.